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Schwangerschaft im sozialen Wandel: "Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um e
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Kinderkriegen ist Privatsache? Vielleicht als die klassische Ehe die Norm war. Aber neue Beziehungsentwürfe müssen neue Diskussionen auslösen - nicht zuletzt über Vaterschaft, findet die Politologin Antje Schrupp.

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Meckerameise 20.08.2019, 21:48
160. Antje Schupp Wolf im Schafspelz

In diesem Interview sehe ich überhaupt kein Versuch einer Gleichberechtigung. Das, was sie will, gibt es bereits: das Aufziehen eines Kindes ohne den Erzeuger als Vater, der irgendwelche Rechte besitzt. Das, was sie möchte, ist nur eine Anpassung des Rechts an ihre eigene Vorstellung der Kindererziehung, weil bei ihr das Problem bestünde, dass der Erzeuger ein Teil der Erziehung sein möchte und vor Gericht mindestens ein Besuchsrecht hätte erwirken können. Und genau das ist ihr zentrales Anliegen, klipp und klar formuliert.
Also so wie ich das im Interview lese, sagt sie primär nicht, dass Männer das Recht haben sollten, entscheiden zu dürfen, ob sie Vater sein wollen oder nicht, sondern, dass die Frau das Recht haben soll, den Samenspender nicht als Vater anzuerkennen ("Ich bin dagegen, dass reines Samengeben bereits Vaterschaftsrechte konstituiert - weil das auch gegen den Willen der Schwangeren gehen kann."). Im nächsten Teil spricht sie nur von einer richtigen Schlussfolgerung, dass Vaterschaft dann etwas freiwilliges sein muss - die "Kehrseite" dieses neuen Arrangements. Angesichts ihrer Wortwahl eine negative Folge. Aber genau hier liegt auch der Hund begraben: momentan hat die Frau bereits die alleinige Entscheidungsgewalt. Wenn es zu einer ungewollten Schwangerschaft kommt, entscheidet die Frau, was passiert. Sie kann das Kind auch ohne Einwilligung des Erzeugers austragen und wie im Artikel geschrieben, muss der Vater Unterhalt zahlen (erwirbt aber damit nicht automatisch ein Besuchs- oder gar Fürsorgerecht, der Mann ist schlicht derjenige der stumm zahlen darf). Oder die Frau möchte das Kind abtreiben lassen, obwohl der Erzeuger lieber das Kind haben möchte. Bis zum Zeitpunkt, an dem rechtlich die Abtreibung verboten wird, sind Männer der Gnade der Frau unterworfen. Und das Recht ermöglicht es möglicherweise sogar, auch nach der Frist abtreiben zu lassen, wenn z.B. der Erzeuger es der Frau unmöglich macht, innerhalb der Frist die Abtreibung vornehmen zu lassen.
Und zum krönenden Abschluss die Umkehrung des Postulats, eine Frau sollte keinen Mann haben müssen, nämlich, dass ein Mann keine Frau haben müsste, wird lapidar damit abgespeist, dass das bereits ohne jegliche Probleme gehe, da fürsorgliche Männer mit Kinderwunsch sehr begehrt wären. Wenn ich auf der Straße Frauen ansprechen würde, um zu fragen, ob sie mir ein Kind schenken würden...alles klar.

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FranzGeyer 20.08.2019, 22:18
161. Schwangerschaft ohne Mann?

Das Recht der Selbstbestimmung lässt tatsächlich die Ermordung eines anderen zu. Dieses Recht tangiert aber zweifelsohne und gottseidank andere Rechte in der Gesellschaft. Das sollte eigentlich eine Politologin wissen.

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hans_meyersen 21.08.2019, 10:18
162.

Zitat von Querulant2010
Männern wird es heutzutage viel zu leicht gemacht sich aus der Verantwortung zu ziehen. Ich verstehe auch nicht, dass es gesellschaftlich akzeptiert wird, dass Männer sich nicht um ihre Kinder kümmern. Wenn man mal diese unsägliche Frauen und Männer Diskussion einstampft und die Kinder ins Zentrum der Betrachtung setzt, kann man darauf aufbauend eine neue Gesellschaftlicheübereinkunft erarbeiten, in der beide erwachsene Geschlechter verantwortlich sind. Männer als Samenspender zu klassifizieren geht vollständig an den Bedürfnissen der Kinder vorbei.
Genau Männern wird es viel zu leicht gemacht. Da schließt wohl jemand von seiner eigenen Unfähigkeit eine Beziehung zu führen auf den Rest der Welt.Sie sollten rationeller Schreiben und weniger rumheulen. Im Endeffekt ist es ihre Schuld, dass Sie sich den Falschen ausgesucht haben und auch noch zu unfähig waren eine Beziehung zu führen. lol

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raymond_wilke 22.08.2019, 11:37
163. Männer nur noch als Arbeitstiere und zum Speziers erhalt???

Soll ein Kind nicht ein Rsulatat der Liebe zwischen Mann und Frau hervorgehen und nicht simpel ein fleischliches Rentererhalts Konto. Oder sollen die Männer dann gezwungene Zeuger werden, die dann kein Recht auf die Beziehung zum eigenen Kind haben. Nun hat es die Gesellschaft doch endlich mal geschaft der Gleichberechtigung nahe zu kommen und wollen SIE die Welt kommplett umdrehen?
Was für Beispiel sollen denn die Söhne sehen, und woher? Wenn sie die Vaterrolle ganz streichen wollen.
Das Recht auf Familie sollte für beide Mann und Frau unantastbar bleiben. Ich fasse es nicht jetzt wo endlich die Katholische Kirche vom eigentlich unbiblischen Zöllibat runterkommen will, kommen sie mit dem Sch... haben sie Angst uns wirds sonst langweilig?
Ich bin für Gelichberechtigung und zwar richtige.

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