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Schwangerschaft im sozialen Wandel: "Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um e
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Kinderkriegen ist Privatsache? Vielleicht als die klassische Ehe die Norm war. Aber neue Beziehungsentwürfe müssen neue Diskussionen auslösen - nicht zuletzt über Vaterschaft, findet die Politologin Antje Schrupp.

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State if the Art 13.08.2019, 12:07
10. Zu kurz gedacht

1. Das Gebären eines Kindes ist ja nur der Beginn - und dass Kinder auch unbedingt einen Vater brauchen, mittlerweile eine Binsenweisheit (die nicht bei allen Feministinnen angekommen ist).
2. in Gesellschaften, die Frauen idealisieren, auf einen Sockel heben, ist es um die Emanzipation besonders schlecht bestellt.
3. Die biologisch bedingte enge Bindung des Fötus zur Mutter wird hier ebenfalls vollkommen außer Acht gelassen.
Mir scheint, die Selbstverwirklichungsideen mancher Frauen lassen die Bedürfnisse von Kindern vollkommen unberücksichtigt...

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and777 13.08.2019, 12:09
11. Ist das einen Artikel wert?

Naiv und weltfremd. Die Realität zeigt doch jeden Tag, dass die finanziellen Verantwortung des Vaters nicht nur grundsätzlich überhaupt erst viele Kinderwünsche zur Realität werden lässt, sondern auch entscheidend dafür sorg, ob und wie im Nachgang das Verhältnis zum Kind gestaltet wird. Dieses Machtinstrument würden die Mütter niemals abgeben.

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vandertheken 13.08.2019, 12:13
12. Sehr egozentrische Sichtweise

Dass Frauen in der Schwangerschaft nicht völlig frei über ihren Körper verfügen können, hat seinen Grund nicht in einer Dienstleistung für die böse Männerschaft, sondern darin dass der Embryo ebenfalls Rechte hat, und das Recht auf Leben hat ab einem bestimmten Zeitpunkt Vorrang vor dem Recht der Mutter, mit ihrem Körper anzustellen was sie will. Man muss schon sehr ich-fixiert sein, um das unfair zu finden. Ist ja nicht so als könnte sich der Embryo eine andere Dienstleistende suchen.
Dass Erzeuger und - innen automatisch als Eltern gelten hat auch keine patriarchalischen Gründe, sondern soll verhindern, dass Babies in eine Verantwortlichkeitslücke fallen.
Schließlich, "Was hat der Mann damit zu tun wenn ich ein Baby will" - auch reichlich ichbezogen. Mag ja heute in sein, die Probleme und Wünsche der anderen auszublenden. Für mich ist die Meinung der Interviewten ein einziges "ichwillaber ich willaber ich will aber"

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fht 13.08.2019, 12:17
13. Biologie sechs

Auch wenn es dieser "Wissenschaftlerin" nicht passt: biologisch gehören immer noch eine Frau UND ein Mann zu einem Zeugungsakt. Das Kind hat damit IMMER zwei biologiche Eltern (bei Leihmutterschaft, Patchworkfamilien usw. kommen evtl. weitere soziale Bindungen hinzu.

Das das Kind auch das Recht haben kann, zu versuchen, solche Beziehungen zu pflegen, geht - wahrscheinlach mangels Erfahrungen - dieser kinderlosen Dame wohl nicht in den Sinn.

Als Wissenschahftlerin sollte sie inder Lage sein, über den Tellerrand ihrer momentanen Idee zu schauen.

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phaos 13.08.2019, 12:19
14. Männer haben 50% genetische Ursache am Kind, aber nur 30% Rechte?

Die Autorin stellt es mal unterschwellig wieder so dar, als ob Väter zwar freundlicherweise Samen spenden dürfen, aber sonst halt nicht so wichtig und nur vom Gutwillen der Frau abhängig sind. Dabei haben sie nun mal die Hälfte genetischen Anteil am Kind und damit die gleichen Rechte auf das Kind! Ja, es ist der Körper der Frau, der das Kind austrägt, dadurch gehört das Kind aber kein bisschen mehr der Frau, auch wenn Frauen das immer wieder behaupten. Die biologische Verbundenheit zwischen Embryo und Frau ist notwendig, muss aber nicht metaphysisch und emotional so mit Bedeutung überladen werden, wie es häufig geschieht. Die Abhängigkeit zwischen den Geschlechtern hat schon ihren Sinn: keiner kann ein Kind bekommen ohne genetisches Material des anderen Geschlechtes, daher hat keiner einen biologischen Mehranspruch darauf!

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Kritikwichtel 13.08.2019, 12:20
15. Eine Sommerlochdiskussion?

Wenn ich Frau Schrupp richtig verstehe, so soll oder darf Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt sowie anschließende Erziehung von der Frau entschieden werden, und sie geht lediglich einen Deal mit dem Samenspender ein, der aber danach von allen Pflichten enthoben ist. Das mag für die alle diejenigen, die die absoluten Freiheit des Individuums vertreten, durchaus wünschenwert sein, aber aus meiner Sicht beliben wertvolle soziale Beziehungen, die auch die Wertvorstellungen der gesamten Gesellschaft prägen, allmählich auf der Strecke. Der Mann wird von der Verantwortung für das von ihm bzw. seinem Sperma gezeugte Leben befreit, der Zeugungsakt wird wird ein Geschäft bzw. eine Vereinbarung, in die Erzeihung fließen dann ausschließlich weibliche Wert- und Verhaltensvorstellungen ein. Und: Solche Werte wie Liebe, Vertrauen, Wertschätzung, Verläßlichkeit, soziale Anpassung und Weiterentwicklung im Bereich des intimsten Bereiches der Gesellschaft, nämlich der Familie, gehen verloren. Damit wird dem weiteren Zerfall der Gesellschaft und dem Egoismus Vorschub geleistet. Wundert man sich dann wirklich, wenn den Menschen und insbesondere den Männers Ziele und Aufgaben fehlen? Oder werden diese dann einfach "Spermaverweigerer" und schaffen sich ihre eigene Welt (mit radikalen Ansichten, Gewaltspielen, Hang zum Radikalismus, ja sogar zum Krieg), wenn sie nun auch noch von der Familie ausgeschlossen werden? Schon heute sieht man, dass Männer zunehmend ausgeschlossen ("Management- und Weiterbildungsprogramm nur für Frauen") und marginalisiert werden. Warum gelingt nicht ein ausgewogenes Miteinander? Gut, Feminismus ist in und wird von Politik und Medien gehypt, und sicherlich hat das auch Gründe in den gesellschaften Fehlern der Vergangenheit - aber muss man es jetzt in die andere Richtung übertreiben?
Das ist aus meiner Sicht eine absolute Fehlentwicklung, der man auf keinen Fall Vorschub leisten sollte! Ein Staat und eine Gesllschaft ist nur so stabil, wie ihre kleinste Einheit, und das sind die Geschlechterbeziehungen! Streut man Differenzen zwischen den Geschlechtern, so wird die Gesellschaft an sich auch instabil.
Modern ist nicht immer das, was uns Einzelpersonen über die Medien vermitteln wollen. Modern ist, neue Erkenntnisse und Fortschritte zu prüfen und mit den besten Erfahrungen der Vergangenheit zu vereinen.

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cremuel 13.08.2019, 12:21
16.

Vollkommen unabhängig davon, ob man hier Ansichten von Frau Schrupp zustimmen möchte (ich eher nicht): Das soll "Politologie" sein?
Sätze, die mit "Es kann nicht sein, dass..." anfangen, haben Ihren Stammplatz an jedem Kaffeetisch, eben weil sie völlig ohne irgendwie geklärte Voraussetzungen sind. Dass eine Politologin so redet, ist entweder ein Symptom einer recht intellektuell ziemlich ausgezehrten Disziplin oder zeugt einfach nur davon, dass sie eher schlicht gestrickt ist. Hoffentlich letzteres....

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bakiri 13.08.2019, 12:22
17. Immer wieder Leute ohne Kinder

Zunächst einmal Gratulation zu der Auffassung man dürfe nicht nur die mütterliche Seite diskutieren, sondern muss auch die Vaterschaftsrolle be- bzw. überdenken. Es ist definitiv ein Fortschritt, wenn endlich nicht nur über die Rolle der Frau in gleich welchem Bereich unserer Gesellschaft thematisiert wird. Das ist sehr positiv.
Allerdings wir auch hier wieder ein wichtiger Beteiligter vergessen, obwohl es der/die einzige ist, die keine andere Wahl hatte: das Kind. Es ist interessant zu sehen, wie immer wieder kinderlose (vor allem) Frau die Themen rund um die menschliche Fortpflanzung aufgreifen. Leider haben diese Leute es nie selber erlebt und können sich nicht in die Mütter und Väter wirklich hineinversetzen. So können diese Leute dann auch nie glauben, wie sehr ein Kind die eigene Lebenseinstellung und die Zielsetzungen verändert. Komischerweise hört man kaum von Eltern, die eine Debatte darüber anstoßen sollen....die haben nämlich alle zu tun:Ihre Kinder und der Job....und es entscheidet bitte jeder selber was welchen Anteil in seinem Leben ausmacht.

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isar56 13.08.2019, 12:23
18.

Zitat von Taraviva
„Vaterschaft ist ein soziales Verhältnis. Sie tritt nur ein, wenn beide einwilligen.“ Vielleicht sollten Kinderlose doch zweimal durchatmen, bevor sie sich zu solchen Themen äußern. Die Autorin hat in der Rechnung schlicht das Kind vergessen.
Das ist mir auch ins Auge „gestochen“. Ich bin kinderlos und sehe dennoch immer das Kind im Mittelpunkt und Zeugen, ein Kind auszutragen und zu gebären ist von der Natur angelegt. Für one Night Stands empfehle ich verantwortungsvolle Verhütung. Viele Frauen die Kinder haben waren nicht gerne schwanger, empfanden das heranwachsende Kind dennoch nicht als Fremdkörper in sich. Als Frau nervt mich dieses Gesabbel unendlich. In den 80ern beklagten manche Frauen die erniedrigende Sitzhaltung beim Pinkeln. Darüber zu diskutieren weigerte ich mich. Wer beim Bieseln lieber stehen will, soll es tun.

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okav 13.08.2019, 12:25
19. Fehlt nur noch die Leihmutterschaft

um die schöne neue Welt rund zu bekommen. Papi mietet sich eine Gebärmutter und bekommt dann nach Ende des Mietvertrages ein Kind. In die Vermietung darf niemand hineinreden, ist ja schließlich ihr Körper. Vielleicht sollten sich Mann und Frau einig sein, dass man durch Sex das Risiko eingeht Verantwortung für ein zusätzliches Leben zu übernehmen und man dadurch Abstriche beim eigenen machen muss. Natürlich gehört einem der eigene Körper aber nicht nur. Wenn ein zweites Leben heranwächst, das auch noch abhängig ist, geht die Verantwortung über den eigenen Körper hinaus. Dann trägt man zwei Leben in sich und ist für beiderlei Wohlergehen verantwortlich. Das Argument, das ist mein Körper mit dem kann ich machen was ich will, sollte dann nur noch bedingt gelten, wenn man nicht in völliger Egozentrik versinken will.

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