Forum: Kultur
Schwangerschaft im sozialen Wandel: "Eine Frau soll keinen Mann brauchen müssen, um e
Getty Images

Kinderkriegen ist Privatsache? Vielleicht als die klassische Ehe die Norm war. Aber neue Beziehungsentwürfe müssen neue Diskussionen auslösen - nicht zuletzt über Vaterschaft, findet die Politologin Antje Schrupp.

Seite 9 von 17
ThomasS79 13.08.2019, 15:06
80. Höchst einseitige und gefährliche Betrachtungsweise.

Der Beitrag zeigt auf unmissverständliche Art und Weise, dass ungezügelter Feminismus eben nicht - wie in der Vergangenheit häufig postuliert - die Gleichstellung oder Berechtigung aller Geschlechter zum Ziel hat, sondern sich definitionsgerecht ausschließlich um die Belange der Frau bemüht! Dabei werden offensichtliche Benachteiligung, Diskriminierung und gesellschaftliche und juristische Ungleichbehandlung billigend in Kauf genommen. Dabei bekommt man den Eindruck, dass regelrechte Feindbilder etabliert sind und rücksichtslos abgeurteilt werden, völlig gleichgültig, ob ein heterosexuelles, offenes und tolerantes Beziehungs-, Eltern- und Rollenmodell immer noch das erfolgreichste und etablierteste ist, erdreistet sich diese Aktivistin, dieses für gescheitert zu erklären. Beeindruckend! Ich habe wirklich nichts gegen alternative Familienmodelle, aber den Vater hier in ein derart belangloses Erzeugerschema zu rücken erfüllt mich mit Unverständnis, denn das ist nichts anderes als Entmündigung. Zählen darf der biologische Vater dann aber bestimmt brav weiter! Gerade im Familienrecht gehört die Rolle des Vaters massiv gestärkt, um näher an ein gleichberechtigtes miteinander zu rücken, umso verstörender wirken diese Ausführungen!

Beitrag melden
leabraun88 13.08.2019, 15:10
81. "Ich würde sagen..." - so wird sie zitiert!

Damit habe ich aber schon genug gelesen. Wen interessiert es, was für einen Stuss sie von sich gibt? Ich bin froh eine Frau zu sein und liebe es Kinder zu bekommen und zu haben. Was soll mir denn so ein geistiger Unfug denn sagen? Unsere Gesellschaft hat sich nur verändert, weil vieles in den letzten Jahren schief lief. Deswegen muss man aber nicht noch mehr über den Haufen werfen. So ein Quatschmitsoße! Bitteschön!

Beitrag melden
kumi-ori 13.08.2019, 15:10
82.

Der Theorie von Frau Schrupp steht beispielsweise die aktuelle Rechtsprechung entgegen, die fordert, dass Samenspender nicht mehr anonym bleiben dürfen. Das rührselige Argument, dass die Kinder unbedingt ihren genetischen Vater kennenlernen müssen, ist natürlich vorgeschoben. Es geht darum, Unterhaltsansprüche zu sichern. Dagegen ist auch die treuherzige Versicherung der Gesetzgeber, es gehe nicht ums Geld, ein Witz. Kommunen sind verpflichtet, im Falle eines Zahlungsfalls (egal, ob es dabei um den Unterhalt des Kindes oder des Samenspenders geht), jede mögliche Geldquelle anzuzapfen, und da wird sich ihnen auch kein Gericht in den Weg stellen.

Beitrag melden
g_bec 13.08.2019, 15:12
83. Was zum

Zitat von k.Lauer
Frau Schrupp scheint bei ihrem Studium die christliche Auffassung von Ehe, Liebe und Kinder total an ihr vorbeigegangen zu sein. ....
Was zum...
Wie kommen Sie darauf, dass eine solche Auffassung irgendetwas erklären oder begründen würde? Oder auch nur irgend einen Anspruch auf Beachtung hätte? Und warum eigentlich nur die christliche Auffassung? Warum nicht die Taoistische oder die Konfuzianische oder die Phönizische?
Wenn Sie eine so begründete Auffassung brauchen, bitteschön, aber eine Relevanz abseits von Folklore oder gar eine Begründung für Irgendetwas ist das nun ja nicht.

Beitrag melden
casait 13.08.2019, 15:32
84. Unsinn!

Muß man hier eigentlich jedem Unsinn eine Plattform bieten? Der Satz: "Weil die klassische Lösung für diese politische Herausforderung - die heterosexuelle monogame Ehe - heute nicht mehr funktioniert." ist so kurz wie falsch. Nur weil ein paar Lesben und Schwule heiraten und sich die ein oder andere Frau dazu entschieden hat, ein Kind ohne (Ehe-)Mann zu zeugen und groß zu ziehen, ist daraus doch nicht abzuleiten, dass die heterosexuelle monogame Ehe heute nicht mehr funktioniert. Ich bin umgeben von funktionierenden heterosexuellen monogamen Ehe. Die gelebten Alternativen dazu muß ich mit der Lupe suchen. Es ist gut und richtig, dass es die Alternativen gibt. Jeder soll im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten, so glücklich werden, wie ihm (oder ihr) das vorschwebt. Das ist aber unter gar keinen Umständen ein Beleg für die völlig alltagsferne Behauptung der Autorin ... oder war es womöglich nur eine These um sich ins Gespräch zu bringen?

Beitrag melden
LeBigMacke 13.08.2019, 15:34
85.

Mir ist zwar schleierhaft, warum dieses Thema immer auf das Podest des Feminismus gehievt werden muss, aber grundsätzlich gebe ich der Frau Schrupp recht. Abtreibungen sollten nicht illegal mit Ausnahmeregelungen, sondern legal mit Einschränkungen sein.

Und aus Sicht eines Mannes, wie ich nun mal auch einer bin, empfinde ich die Selbstbestimmung der Frauen als gute Sache. Ein werdender Vater hat auch gar nicht die emotionale Bindung zu einem Fötus, wie es bei einer Frau der Fall ist - gibt diese an, dass der Vater im zukünftigen Leben des Kindes keine Rolle spielen soll, verliert der Mann nicht allzu viel, auch wenn er die Vaterschaft übernehmen wollte.
Wichtig wäre allerdings, diese Erklärung mütterlicherseits während der Schwangerschaft bindend zu machen. Sichert der Vater ebenfalls bindend zu, die Verantwortung zu übernehmen, dann darf dies durch keine der beiden Parteien im Nachhinein einseitig aufgehoben werden können.

Zudem haben Sorge- und Unterhaltsstreitigkeiten bereits diverse Familien, insbesondere die beteiligten Väter, nachhaltig ruiniert - und das lässt sich meiner Ansicht nach nur vermeiden, wenn die Mütter echte Selbstbestimmung (und damit entsprechend auch mehr Verantwortung) erhalten, solange noch alle Optionen offen sind. Die negativen Auswirkungen dieser Regelung wären im Vergleich zum Status quo marginal.

Beitrag melden
shotaro_kaneda 13.08.2019, 15:43
86.

Nicht die Gesellschaft hat Anspruch auf einen Embryo, sondern das ungeborene Kind hat Anspruch auf körperliche Unversehrtheit nach dem GG und kann eben ab einer bestimmten Schwangerschaftswoche nur noch in Ausnahmefällen abgetrieben werden. Weiterhin werden im ganzen Interview das Wohl und die Rechte des Kindes hintenangestellt. Eine Frau darf Kinder abtreiben oder zur Adoption frei geben, so wie sie gerade will. Ein Vater kann Vater sein, je nachdem, ob er gerade Lust hat, oder nicht. Die Verantwortung, Erziehung usw. soll hier im Zweifelsfall komplett der Gesellschaft zugeschustert werden. Passt aber zu den Feministinnen dieser Tage. Ja keine Verantwortung für sich und sein eigenes Leben übernehmen und die Schuld immer bei anderen Suchen (Damit meine ich nicht Frauen, sondern explizit Feministinnen moderner Ausprägung, so wiw hier im Interview dargestellt). Dies gilt im übrigen auch für Männer, die sich ihrer Verantwortung als Vater entziehen.

Beitrag melden
pwallenb 13.08.2019, 15:46
87. Die Datenlage ist klar ...

Kinder, die ohne Väter aufwachsen, werden deutlich auffälliger:
https://www.researchgate.net/publication/315592807_Does_Living_in_a_Fatherless_Household_Co mpromise_Educational_Success_A_Comparative_Study_o f_Cognitive_and_Non-cognitive_Skills
Ich finde es bedauerlich, dass die Bedürfnisse der Kinder scheinbar hinter den Bedürfnissen der Erwachsenen zurückstehen müssen.

Beitrag melden
nermin_aljukic 13.08.2019, 15:54
88. Moment

Frau Schrupps Vorschläge verbieten es nicht, daß sich Paare finden dürfen, die gemeinsam Kinder der Liebe zeugen. Um den Nachwuchs zu gebären, sollen Frauen lediglich keinen Mann brauchen m ü s s e n. Menschliche Beziehungen sind meines Erachtens alles andere als profan. Auch wenn das gerne geglaubt wird. Daß man heute die Freiheit hat sich sexuell auszuleben, gilt in unseren Kreisen als hohes Kulturgut. So wichtig die sexuelle Befreiung für eine Gesellschaft auch ist, sie führt eben zu den bekannten und benannten Problemen. Für diese zeigt Frau Schrupp Lösungen auf.

Beitrag melden
ruhepuls 13.08.2019, 16:02
89. Noch besser gleich aus der Retorte

Es wird sicher nicht mehr lange dauern, dann braucht man weder Väter noch Mütter, sondern einfach nur eine Eizelle und Samen - und den Rest erledigt Kollege Roboter.
Nachdem Elternschaft anscheinend unmodern ist, wozu noch der Akt mit der Schwangerschaft?

Beitrag melden
Seite 9 von 17
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!