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Schweizer Antisemitismus: Muss man doch mal alles sagen dürfen

Eine Dame kann dem Land der Juden den Kampf ansagen. Und ein gepflegter Rechtsradikaler kann, einfach so, den Arm in die Luft heben: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in der Schweiz mit Propaganda begrüßt werden.

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derskeptiker 25.05.2014, 22:55
130.

Zitat von stapsiponti
Au point. Das "Beissverhalten" der wenigen aus der Schweiz kommenden Kommentare beweisen den Treffer, den "Telline Berg" gesetzt hat. Und die Reaktion zeigt auch, dass die Berge nicht nur den sichtbaren Hoizont beschränken. Aus eigener Erfahrung, täglich, stimme ich Frau Berg zu, aber man muss sich dort aufhalten, sonst kaschieren die Nicht-Tessiner und Nicht-Jurassier ihre Verdrucktheit ganz geschickt.
Dann schreibe ich auch einen Kommentar aus der Schweiz :D
Sie hat Recht damit, dass in der Schweiz Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit salonfähig sind, immerhin wurde und werde ich immer wieder damit konfrontiert, ganz offen in der Öffentlichkeit und auch in der Politik, aber sie übertreibt es doch ein bisschen. Denn die andere Seite, diejenigen, die gegen solche Abscheulichkeiten sind, die beschreibt sie nicht.
Dabei sind, ausgenommen vor allem die 27/28 %-Wähleranteil der SVP plus noch ein paar Prozente mehrommen, die allermeisten Menschen gegen so eine Diskriminierung. Aber die hört man nicht, weil Blocher und seine Kumpanen sie überschreien oder sie einfach schweigen, weil es sie überhaupt nicht interessiert, wie jemand ist und wie er lebt.

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loki21 25.05.2014, 23:02
131. Falscher Ansatz!

Zitat von sysop
Eine Dame kann dem Land der Juden den Kampf ansagen. Und ein gepflegter Rechtsradikaler kann, einfach so, den Arm in die Luft heben: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in der Schweiz mit Propaganda begrüßt werden.
Was soll diese Anklage gegen die Schweiz? Kehren Sie gefälligst vor der eigenen Tür! Zu einer richtigen Demokratie gehört nun mal auch, daß man sich Dinge anhören muß, die nicht die eigene Meinung widerspiegeln. Aber davon sind wir hier in Deutschland noch meilenweit entfernt. Meinungsfreiheit geht nur so weit, wie der eigene Horizont recht. Alles was darüber hinausgeht wird entweder verboten, verbal attackiert oder anderweitig niedergemacht.

Übrigens liegt der Ausländeranteil in der Schweiz bei 23,3 %. In Deutschland liegt dieser Anteil mit 7,6 Mio gerad mal bei 9 %.

Ich möchte mal die Deutschen, vor allem die "Gut"-Deutschen, welche sich hier über schweizer Eigenheiten mokieren, sehen, wenn hier in Deutschland ebenfalls ein Ausländeranteil von 23 % existieren würde.

War da nicht vor kurzem ein Aufstand gut betuchter Bürger in Hamburg, weil in ihrer Wohnsiedlung ein Ausylantenheim gebaut werden sollte?

Frei nach dem Motto: Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber.... doch bitte nicht in meiner Nachbarschaft. Dieser latente und viel gefährlichere Rassimus in der Mitte der Gesellschaft ist das eigentliche Problem, als irgenein Spinner mit Hitlergruß und Bierdose!

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specialsymbol 25.05.2014, 23:05
132. Ein schlechter Artikel

So sehr ich meist Frau Berg zustimmen kann: Hier versucht sie mangels Argumenten und aktivem Weghören einfach die Wünsche und Bedenken der Anderen wegzupolemisieren. Klingelt was? Bla.
Offenbar geht es vielen Schweizern (und nicht nur denen!) so dass sie sich vor Überbevölkerung und Überfremdung gruseln. Vielleicht nicht ungerechtfertigt. Ob das aber so ist, das lässt sich nur mit einer Diskussion, mit zuhören und mit Argumenten ergründen. Und nicht mit weggucken, weghören und niederschreien. Bla.

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Le petit Suisse 25.05.2014, 23:35
133. Fremdenfeindliche Schweiz

Da wird wieder einmal u.a das Cliché der fremdenfeindlichen Schweiz bemüht. Ich war kürzlich eine Woche in Dresden im Urlaub. Eine phantastische Stadt. Sehr liebenswürdige Leute. Aber wissen's was mir aufgefallen ist ? Ich habe während sieben Tagen keinen einzigen dunkelhäutigen Menschen getroffen. Keinen ! Ich wohne in der CH in einer Gegend, in der der Ausländeranteil über vierzig Prozent beträgt. Viele sind Nichtweisse. Es klappt problemlos! Kann mir jemand den Unterschied zu Dresden erklären ?

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stapsiponti 26.05.2014, 00:12
134. Erfüllt

Zitat von sysop
Eine Dame kann dem Land der Juden den Kampf ansagen. Und ein gepflegter Rechtsradikaler kann, einfach so, den Arm in die Luft heben: Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in der Schweiz mit Propaganda begrüßt werden.
Wunderbar, und danke Frau Berg. Es hat funktioniert. Die Inhalte der Kommentare aus der Schweiz lassen erkennen, was diese "Biedermänner als Brandstifter" (wer hat´s geschrieben?) sonst geschickt zu verbergen versuchen, ihre eigentliche Gesinnung, oder anders, Ihnen ist es gelungen, dass deren Maskerade fiel. Blattschuss nennt man das, und zu letzt brüllt der Getroffene, wie hier bewiesen. Schade, aber jedes Schauspiel hat ein Ende. Merci.

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jnotter 26.05.2014, 01:10
135. Zusammenfassung (Achtung Zynismus)

Frau Berg, man muss Sie für Ihre Kolumne einfach lieben! Obwohl dieses Mal Leistung 1, Fleiss aber allerhöchstens 3-! Es ist erstaunlich, wie Sie es mit Ihrem kurzen Text geschafft haben, die Gemüter der Foristen beidseits des Rheins derart in Rage zu bringen. Ein kleiner Cocktail bestehend aus etwas Hitlergruss, direkter Demokratie, Kapitalflucht und schon sind sich alle einig: „Schuld an allem ist eh der Jude!“

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tschinakl 26.05.2014, 07:15
136. Diese unsägliche Verena Tobler aus der Schweiz

von der in dem Artikel die Rede ist und ihre Mitstreiter betreiben eine regelrechte Israelhetze. Das hat mit Meinungsfreiheit nichts zu tun. Ihre Verdrehung von Fakten ist reine Propaganda, nichts weiter. Kritik an den Palästinensern dagegen sucht man bei solchen Leuten vergebens. Die Tobler sollte sich einmal fragen, warum die Mehrheit der palästinensischen Israelis in keinem anderen Staat außer Israel leben möchte. Diese Leute kennen wenigstens den Unterschied zwischen einem Rechtsstaat und einer islamistischen Diktatur!

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Zaphod 26.05.2014, 08:37
137. Vox populi - vox rindvieh

Der Beitrag beweist gut, warum Volksabstimmungen von vielen rechten und populistischen Parteien gefordert werden und warum sie tatsächlich abzulehnen sind. Die Masse der Bevölkerung möchte Sachfragen nach einem dumpfen, kleingeistigen Bauchgefühl entscheiden. Minderheitenrechte, Freiheit der Andersdenken, Toleranz werden in der Wahlkabine vergessen (sofern sie überhaupt jemals da waren) und statt dessen wird die simpelste und dümmste Lösung gewählt. Nur so lassen sich die Entscheidungen gegen Minarette und gegen Einwanderer in der Schweiz erklären.

Die Schweiz ist daher in gutes Beispiel, dass Volksabstimmungen vollkommener Unsinn sind und auf keinen Fall auch in größerem Stil in Deutschland eingesetzt werden sollten. Die damit verbundene Radikalisierung und auch Verschlechterung der Politik braucht niemand!

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Max Klee 26.05.2014, 08:46
138. Sie schreiben über 1.25 Mio. Schweizer...

Die Schweiz hat megr als 7 Millionen Einwohner, weniger als 5 Mio. sind stimmberechtigt. Bei der Abstimmung zur Zuwanderungsinitiative lag die Stimmbeteiligung um die 50% (vergleichsweise hoch), der Ja-Stimmenanteil betrug 50.3%. Rechnen Sies aus, der Unterschied zwischen Ja und Nein beträgt wenige Tausend Stimmen. Folglich haben etwas mehr als eine Million Menschen der Zuwanderungsinitiative zugestimmt, bei der Minarett-, und Ausschaffungs-abstimmungen warens gleich viel oder weniger (tieferer Stimmenanteil). Werfen Sie also bitte nicht alle Schweizer in den selben Topf, schwarze Schafe (oh, das erinnert mich an eine Kampagne der SVP) gibts in jedem Land. Und zum Urteil aus Lausanne: Deutsche Medien titelten sehr plakativ, tatsächlich handelt es sich aber um ein wichtiges Urteil im Spannungsfeld zwischen freier Meinungsäusserung und dem Verbot fremdenfeindlicher Propaganda.

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Genover 26.05.2014, 09:06
139. Alles muß man sagen können

schonungsfrei und offen.
Z.B. daß Madame B. nervt.
Daß sie vom gemeinen Leser genvervt wird, sagt sie uns ja schon lange.

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