Forum: Kultur
Schwurbler und Sprachangeber: Das Geheimnis des großes Bluffs

Wissen von Wissensbehauptung zu unterscheiden ist schwierig, lohnt sich aber: Damit wir nie mehr auf Phrasen hereinfallen und auf das Nichts, das sich hinter ihnen verbirgt.

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sibylleberg 24.05.2015, 22:52
70.

Zitat von ambulans
geehrte frau berg, die sie sich ja hier und auch anderswo gerne in eindeutiger weise selbst zu stilisieren pflegen: was wollen sie uns, ihrem selbstverständlich geneigten publikum, hiermit eigentlich mitteilen? einen blick in ihren maschinenraum, sozusagen roh, ungeschminkt, usw.? da ziehe ich doch, mit verlaub, "andere" einblicke (ich werde den teufel tun und sagen, an wen ich hier denke!) vor ... noch ein schönes pfingstfest & immer der ihre, dr. ambulans (alle kassen)
Sehr verehrter Herr Ambulans (Verzeihen Sie mir, falls sie eine Frau sind, ich gehe einfach, wie ich bin von der Statistik aus, die aussagt, das über 80% der Kommentierenden männlich sind)
Ambulanz, eindeutige Stilisierungen, roh, ungeschminkt, andere Einblicke- die Rätsel die Sie mir aufgeben sind hochintelligent. aber für mich ist natürlich nichts zu schwer. Sie wollen mir mitteilen, dass Sie sich nach dem Kulturprogramm nun wieder der Betrachtung von Youporn zuwenden.

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sibylleberg 24.05.2015, 22:53
71.

Zitat von schmuggi
Der Mensch redet und lügt und betrügt seit den ersten Worten. Um Lügner und Betrüger zu entlarven, gibt es Diskusionen. Wenn diese live stattfinden kann man auch noch die Körpersprache und Mimik und Gestik, in die Beurteilung einfließen lassen. Zwar gibt es dann auch noch ausreichend Exemplare die die Kunst des Lügens immernoch beherrschen, aber das sind auch immer die Selben. Denen kommt man erst nach und nach auf die Schliche. Außerdem geht es bei vielen Themen um eigene Erfahrungen, welche im Unterbewustsein zur eigenen "Wahrheit" werden. Deßhalb finde ich den neuesten Trend, das in Nachrichtenmagazinen und -sendungen oft tendenziös "berichtet" wird und die Stimmungsmache gegen die Arbeiter kostet wohl dem einen viele Kunden und dem anderen Zuschauer...
Ich vermute, es wird weniger gelogen, als Sie annehmen. Vielmehr ist es so, dass die meisten Menschen sich im Besitz der Wahrheit wähnen. Wähnen. Liegt nahe am Wahn, und darum befürchte ich- es gibt nicht eine Wahrheit, sondern soviele, wie es Menschen gibt

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sibylleberg 24.05.2015, 22:54
72.

Zitat von rbn
die abends eine Flasche Wein trinkt während der norddeutsche Schwurbler sich "eine Flasche Roten hinter die Binde knallt".
Na, rbn, einen kleinen seltsamen Klischee Brandy zur Brust genommen?

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sibylleberg 24.05.2015, 22:55
73.

Zitat von leutnant_blueberry
Theodor Adorno verfaßte in den 1960er Jahren ein gutes Buch, „Jargon der Eigentlichkeit“, in dem er den Wortschatz und die Begriffe deutscher Philosophen, die auf Heidegger und Karl Jaspers aufbauten, angriff. So bezeichne im Jargon dieser Denker zum Beispiel das Adjektiv „authentisch“ eine Art zu leben, die dem uneigentlichen Leben, einer Art von Selbsttäuschung, entgegengesetzt werde. So würden Wörter als Blöcke aus Information dargestellt, deren Sinngehalt nicht mehr in Frage gestellt werden kann. Schön, daß unsere Kolumnistin diese Praxis angreift, noch schöner wäre es, sie würde selber mal einen guten Text lesen oder gar selber verfassen.
Vielen Dank für ihre lieben Wünsche. ich bin sehr neugierig, was Sie mir als guten Text empfehlen würden. Empfehlen Sie. Ihren zweiten Wunsch werde ich vermutlich nicht erfüllen können, denn selbst wenn ich ihnen eine Sonette verfasste, Ihr Urteil über meine Fähigkeiten scheint, gefällt mit tränenden Augen in den Lauf des Elefantengewehrlaufes blickend https://www.youtube.com/watch?v=nFQ13K_948U)

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sibylleberg 24.05.2015, 23:00
74.

Zitat von KV491
Das ist nicht Frau Berg. Schon neulich hatte man das Gefühl, sie wird irgendwo festgehalten und irgendjemand von "Mein schöner Garten" simuliert Kulturkritik. Bitte jetzt ein Spezialteam zur Befreiung schicken!
Ja man, holen sie mich hier raus. Ich bin in einem Tunnel gefangen und ehemalige Spiegel Mitarbeiter, ich möchte keine Namen nennen, schreiben jetzt meine Texte. Hier und da vermeinte ich sogar Franz Joseph Wagner und seinen Bruder Harald Martenstein gesehen zu haben. Sie sangen. Bevor ich wieder ohnmächtig wurde

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sibylleberg 24.05.2015, 23:00
75.

Zitat von histei-ikania
Es ist in dieser Kolumne diesmal – ausnahmsweise – nicht schwer, der Autorin zustimmend zu folgen. Ein Feuilleton zu lesen mag man dann auch als Zeitverschwendung vermeiden. Aber hey, wir wollen auch den „Hohlspiegel“ mit Stilblüten füllen und uns zuweilen am gekonnten Schwurbeln erfreuen. Sehen wir es als Kunst! Drum könnte man die Perspektive leicht verschieben: Sensibilisierung aufs Schwurbeln in Internet-Foren! Das Problem ist um Dimensionen größer und wichtiger. Denn es betrifft mehr Menschen in größeren Kreisen der Gesellschaft, es ist eng verwandt mit den Themen „Populismus“ und „Stammtisch“. Es geht darum, auf korrektes Argumentieren (und also Denken!) verzichten zu müssen oder sogar zu wollen! Bestenfalls steht Blödsinn in einem Forum ((eigtl. müßte es für Beiträge so ’ne Art Führerschein geben, vgl. Wikipedia-Beiträge…)), schlimmstenfalls kommen Nazis an die Macht. Also! Sehen Sie die Abgründe in diesen Foren als Herausforderung… Erziehen Sie uns, bilden Sie uns, sensibilisieren Sie uns!
das tue ich doch seit 2 Jahren. (gefühlte 25 Jahre)

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sibylleberg 24.05.2015, 23:02
76.

Zitat von monika_lobinger
... liebe frau sibylle habe ich mich also hier eingeloggt. angemeldet beim spiegel, zum kommentieren. und nur, wirklich nur, weil ich ihr buch mag. also das eine von ihren büchern, das, was ich kenne. was sie hier schreiben, die ganze zeit schon, betrachte ich einfach als werbung für ihre bücher. weil inhaltlich ist es nur füllsel. nicht mal kompostierbar. übrigens, darüber, daß ich nur eines ihrer bücher gelesen habe, dürfen sie nicht traurig sein. zum einen, ich habe es auch gekauft. es steht sogar in meinem regal. nicht auf dem kindle. ich mochte die leseprobe so sehr, daß es ein gedrucktes exemplar sein mußte, eines zum vererben. wobei, ich habe schon regalwändeweise geerbte bücher entsorgt. die aber waren alt. passten nicht in die zeit. ihr buch aber ist mit buntem, edelmattem schutzumschlag. zum anderen, es gibt ja noch andere autoren, die auch gut sind. d'arrigo zum beispiel, wobei, dieser autor ist besser als gut. und meine lesezeit ist begrenzt. und dann sie stehen nicht ungelesen in meinem regal wie littell. der ist nur was zum vorgelesen bekommen. sie wollen auch von was leben. ich sage nicht arrogant, sie müssen. kann ich irgendetwas tun, daß sie mit dieser kolumne aufhören?
Ach kommen Sie, so schlimm ist das jetzt auch nicht. Aber vielleicht verrate ich einmal den Unterschied zwischen dem Verfassen eines Buches, und dem einer Kolumne. Ein Buch zu schreiben dauert in der Regel 2 Jahre. Was noch nicht heisst, das es ein gelungens Buch wird. Eine Kolumne, hat nichts damit zu tun. Meist habe ich dazu einen Tag Zeit, einen halben eher, denn Kolumnen betteln immer darum aktuell zu sein, schnell, und tunlichst frei von literarischen Ausflügen. Dafür das so eine Kolumne ein waberndes kleines Textchen ist, in dem der Autor, die Autorin Tagesaktuelles mit eignen Befindlichkeiten mischt, die er oder sie dann zu etwas Unterhaltsamen verrühren, ist das hier doch eigentlich gut (Berg streicht sich eitel über den Bauch)

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sibylleberg 24.05.2015, 23:03
77.

Zitat von gorontalo
Wenn ich Sibylle Berg lese, ist das wie DSDS gucken: ich weiß schon vorher, das es Schwachsinn ist, schaue es aber trotzdem an, um mich nachher drüber aufzuregen, was für ein Schwachsinn es ist. Liebe SPON-Redaktion, bitte schützt mich vor mir selbst und nehmt die Dame aus dem Programm.
Liebe Spon Redaktion- schützt mich vor den Kommentaren von Gorontalo, der aus irgendeinem Grund einen richtigen Rochus auf mich hat. Vielleicht ähnle ich seiner Mutter. Oder seiner Vorgesetzten. Und ausserdem schreibe ich immer so- sagen wir ruckartig, wie die Panzer, die er damals in der Armee lenken musste. Ich bin zu seiner Zwangsvorstellung geworden. Er muss mich lesen, er wird von denen da oben dazu gezwungen. Und dann, ja dann muss er mir schreiben. Tut was. Bitte

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sibylleberg 24.05.2015, 23:04
78.

Zitat von Rationalist
Die realistische, pragmatische Sicht auf die Welt dieser Autorin ist eigentlich der einzig Grund, dass ich SPON regelmäßig lese. Die Redakteure haben offensichtlich den Ehrgeiz, mit dem Umfang ihrer Fußballberichterstattung den Kicker zu übertreffen. Da wirken die Texte dieser eigenwilligen Autorin auf mein Gehirn stets wie eine Chemische Reinigung auf mein Kostüm. Gewiss, diese realistische Weltsicht ist gewiss Resultat der Sozialisation in der untergegangenen DDR - wo ihre Texte allerdings nie veröffentlicht worden wären.
Vielen Dank., Na das geht doch mal runter. In der DDR wären meien Texte sicher nicht veröffentlicht worden. weil es 1. eine Diktatur war und ich nicht in der SED, und ausserdem noch zu jung zum Texte schreiben.

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fuffel 24.05.2015, 23:13
79.

Zitat von movfaltin
Aus dem Text: "Schwurble ich? Gut, lassen sie mich an einem fast aktuellen Thema demonstrieren, was ich meine. Lassen sie uns über Honks reden." Nein, Sie schwurbeln nicht, Frau S. Zum einen können sich Schwurbler in der Regel auch schriftlich korrekt ausdrücken und beherrschen die Groß- und Kleinschreibung, zum anderen ist Ihr "herbeigeschwurbelter" Text als allzu bemüht ersichtlich; ihm fehlt die Kohärenz und Konsistenz des allweil Schwurbelnden, die Brillanz lexikalischer Varietät. Hinsichtlich der semantischen Beliebigkeit Ihrer Kolumnen haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht und etwas zu den Schwurblern aufgeschlossen; aber Ihr aktives Vokabular lässt Sie am Ende leider auch hier mal wieder: ausgegrenzt. Sie sollten, so Sie mögen, ein wenig Deutschstunden nehmen. Nicht behufs einer Entschwurbelung; das haben Sie nicht nötig: Sie bedienen sich eines kleinen, sehr bodenständigen Vokabulars, zumindest in Ihrer Kolumne, meist ohne etwas zu sagen. Sondern wegen der Rechtschreibung. Und ein wenig Syntax wäre auch nicht abzulehnen. Dann können Sie sich von der Schweiz vielleicht doch noch in die Herzen der deutschen Leserschaft schreiben. Öhm, vielleicht.
öhm,

ist ja nicht sonderlich kreativ...also darum gehts?

Wenn mir meine reale Frau auch soviel Angst einjagen würden, also mit Duden und Thesaurus unter dem Kopfkissen einschlafen zu müssen...wäre dies wohl kaum mein Spielplatz für Fingerübungen.

Wassn passiert?

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit genau hier, an dieser Stelle, mit diesen Mittel - kastriert die Arena zu verlassen?

So lustig, Männer allein in Reaktion, allein auf ihrem Rückzugsgefecht zu lesen.

Lesen Sie mir noch einmal ihre Argumente vor, bitte.
Und ich verstehe die Richtung Ihrer Emotionen vielleicht besser.

Wir Deutschen haben eine Frau ans Ausland verloren?

da ziehen sie hin, unbelehrt, unbefruchtet...und das Herz scheint reissverschluß bewehrt

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