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Science-Fiction-Dystopie: Furor im Weltall
Isolde Ohlbaum

Schreckensbilder und Science-Fiction-Mythen: In "Nichts von euch auf Erden" zeigt Reinhard Jirgl ein apokalyptisches Szenario - als radikaler Sprachkünstler ist der Autor auf der Buchpreis-Shortlist fast so exotisch wie seine Geschichte aus dem 23. Jahrhundert.

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shran 04.10.2013, 13:13
1.

Ich kann diesen ganzen Müll nicht mehr ertragen.
Es werden fast nur noch Dystopien gezeichnet.
Seien es Filme wie Elysium, After Earth, und andere, oder seien es Autoren wie Schirrmacher, Spitzer, Dan Brown oder andere. Oder seien es Computerspiele die eine düstere Zukunft zeichnen.
Schreckensszenarien verkaufen sich wahrscheinlich besser. Oder sind diese Leute wirklich so dämlich all die positiven Dinge zu sehen.
Meine Güte was nerven mich diese Apokalyptiker.
Nicht nur dass es in der Kultur deswegen an schönen und positiven Zukunftsperspektiven fehlt, sie befördern damit auch bei einigen Leuten den Eindruck, jeglicher Fortschritt führe ins Desaster.
Deshalb boykottiere ich inzwischen radikal alle dystopischen Werke. Solche Panikmacher gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte.

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prefec2 04.10.2013, 13:57
2. Was möchte der Autor damit sagen?

Der Kommentar ist sichtlich bemüht möglichst literarisch daherzukommen und schwurbelig zu sein ohne eine Aussage zu machen. Vielleicht steht ja was zwischen den Zeilen, allein, wir leben nicht in einer Diktatur und man muss seinen Kommentar nicht verstecken.

Wäre ja zum Beispiel sehr interessant gewesen zu erfahren ob es bei der Beschreibung um eine simple Beschreibung der Dystopie handelt oder doch ein Geschichte in der Welt erzählt wird.

Vielleicht wurde aber nur versucht die Sprache des Buchautors wiederzugeben. Wer weiß?

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prefec2 04.10.2013, 14:00
3. Dytopien

Zitat von shran
Ich kann diesen ganzen Müll nicht mehr ertragen. Es werden fast nur noch Dystopien gezeichnet. Seien es Filme wie Elysium, After Earth, und andere, oder seien es Autoren wie Schirrmacher, Spitzer, Dan Brown oder andere. Oder seien es Computerspiele die eine düstere Zukunft zeichnen. Schreckensszenarien verkaufen sich wahrscheinlich besser. Oder sind diese Leute wirklich so dämlich all die positiven Dinge zu sehen.
Die ganzen Dystopien kommen aus dem untergehenden Hegemon USA und von Menschen, welche z.B. wie Schirrmacher lange Zeit an den Segen des Kapitalismus geglaubt haben. Diese Welt geht zu Ende und sie haben auch keine Ideen sie mehr zu retten.

Es werden in der Tat neue Ideen gebraucht. Aber der Westen hat keine Kraft mehr diese Ideen voranzubringen. Wir wissen was wir besser machen müssen. Sind aber nicht gewillt das zu tun. Also schaukeln wir dem Ende entgegen.

Fragen sie einfach mal in China nach. Dort gibt es viel Utopien, weil dort an den Fortschritt noch geglaubt wird.

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war:head 04.10.2013, 14:35
4.

Also wenn der Roman ebenso daherkommt wie das aufgeblasene Gesappel dieses "Kommentars zum Thema", dann lass' ich lieber die Finger davon.

Sprache sollte transparent sein und der Geschichte dienen (was nicht heisst, dass sie einfältig oder simpel sein muss), nicht umgekehrt.

Und ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster (ohne den Autor bisher gelesen zu haben) und vermute, dass das Buch die Bezeichnung Sci-Fi sowieso nicht verdient hat und letztlich, wie so viele, eher im Bereich Fantasy einzuordnen ist.

Aber vielleicht finde ich irgendwo eine Leseprobe, dann schau' ich mal rein und lass mich auch gerne eines besseren belehren, sollte ich mich geirrt haben.

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Karbonator 04.10.2013, 15:28
5.

Zitat von war:head
Also wenn der Roman ebenso daherkommt wie das aufgeblasene Gesappel dieses "Kommentars zum Thema", dann lass' ich lieber die Finger davon. Sprache sollte transparent sein und der Geschichte dienen (was nicht heisst, dass sie einfältig oder simpel sein muss), nicht umgekehrt. Und ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster (ohne den Autor bisher gelesen zu haben) und vermute, dass das Buch die Bezeichnung Sci-Fi sowieso nicht verdient hat und letztlich, wie so viele, eher im Bereich Fantasy einzuordnen ist. Aber vielleicht finde ich irgendwo eine Leseprobe, dann schau' ich mal rein und lass mich auch gerne eines besseren belehren, sollte ich mich geirrt haben.
Schauen Sie bei Amazon ins Buch rein.

Ich wolte nach dieser Un-Rezension - denn sie sagt wirklich kaum etwas aus - einfach aus Protest das Buch kaufen. Dann habe ich einen Blick in das Buch geworfen und die Seite wieder sofort zugemacht. Wirklich sehr heilsam.

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veremont 04.10.2013, 15:36
6. Mehr

Zitat von shran
Ich kann diesen ganzen Müll nicht mehr ertragen. Es werden fast nur noch Dystopien gezeichnet. Seien es Filme wie Elysium, After Earth, und andere, oder seien es Autoren wie Schirrmacher, Spitzer, Dan Brown oder andere. Oder seien es Computerspiele die eine düstere Zukunft zeichnen. Schreckensszenarien verkaufen sich wahrscheinlich besser. Oder sind diese Leute wirklich so dämlich all die positiven Dinge zu sehen. Meine Güte was nerven mich diese Apokalyptiker. Nicht nur dass es in der Kultur deswegen an schönen und positiven Zukunftsperspektiven fehlt, sie befördern damit auch bei einigen Leuten den Eindruck, jeglicher Fortschritt führe ins Desaster. Deshalb boykottiere ich inzwischen radikal alle dystopischen Werke. Solche Panikmacher gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte.
Ich liebe diesen Scheiß. Aber ich werde das Buch trotzdem nicht lesen. Ich steh eher nicht so auf kompliziert.
Es gibt noch viel zu wenig gute Dystopien dort draußen (gerade im Kino)! Ich brauche meeeeehr! ;)

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MashMashMusic 04.10.2013, 19:24
7.

Zitat von prefec2
Die ganzen Dystopien kommen aus dem untergehenden Hegemon USA und von Menschen, welche z.B. wie Schirrmacher lange Zeit an den Segen des Kapitalismus geglaubt haben. Diese Welt geht zu Ende und sie haben auch keine Ideen sie mehr zu retten. Es werden in der Tat neue Ideen gebraucht. Aber der Westen hat keine Kraft mehr diese Ideen voranzubringen. Wir wissen was wir besser machen müssen. Sind aber nicht gewillt das zu tun. Also schaukeln wir dem Ende entgegen. Fragen sie einfach mal in China nach. Dort gibt es viel Utopien, weil dort an den Fortschritt noch geglaubt wird.
Ja. Weil man dort noch nicht weiß, was alles passieren kann. Solange die Partei nur immer "Vorwärts!" ruft.

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felisconcolor 25.10.2013, 12:20
8. Wir schufen

Zitat von shran
Ich kann diesen ganzen Müll nicht mehr ertragen. Es werden fast nur noch Dystopien gezeichnet. Seien es Filme wie Elysium, After Earth, und andere, oder seien es Autoren wie Schirrmacher, Spitzer, Dan Brown oder andere. Oder seien es Computerspiele die eine düstere Zukunft zeichnen. Schreckensszenarien verkaufen sich wahrscheinlich besser. Oder sind diese Leute wirklich so dämlich all die positiven Dinge zu sehen. Meine Güte was nerven mich diese Apokalyptiker. Nicht nur dass es in der Kultur deswegen an schönen und positiven Zukunftsperspektiven fehlt, sie befördern damit auch bei einigen Leuten den Eindruck, jeglicher Fortschritt führe ins Desaster. Deshalb boykottiere ich inzwischen radikal alle dystopischen Werke. Solche Panikmacher gab es schon immer in der Menschheitsgeschichte.
ihnen eine perfekte Welt, ein Paradies.
Aber damit kamen sie nicht klar. Ganze Ernten fielen uns aus.

Wie wahr wie wahr
aus Matrix

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manfred.b 05.02.2014, 10:09
9. Wird wohl kein Spiegel-Bestseller...

werden, wenn ich mir die Kommentare so angucke - und mir vor Augen halte, dass der 100-Jährige selbiges schon zweimal zu Wege brachte. Jedem, der größere Ansprüche an Literatur stellt, als das Halblustige Gebrabbel von Herrn Jonasson, dem ist die Lektüre jedoch dringend ans Herz zu legen. Ein fulminantes, ganz großartiges Buch.
http://manfredbruckner.blogspot.co.a...-euch-auf.html

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