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Sebastian Koch kritisiert "Werk ohne Autor"-Verrisse: "Persönlich und emotional"
DPA/ Disney

Das Drama "Werk ohne Autor" wurde für zwei Oscars nominiert, kam bei deutschen Kritikern aber schlecht weg. Für den Darsteller Sebastian Koch mangelt es beim Umgang mit diesem und anderen Filmen an Respekt.

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Freidenker10 23.01.2019, 12:43
10.

" Das Leben der anderen" war ein herausragender Film! Sein Ausflug nach Hollywood mit " The Tourist" war so schlecht auch nicht, vielleicht etwas seicht, aber dafür mit einer tollen Optik. Das "Werk ohne Autor" werde ich mir noch ansehen, aber auf Kritiker gebe ich rein gar nichts, die leben in ihrer eigenen Sphäre die mit meinem Geschmack rein gar nichts zu tun hat. Eher lese ich noch Kommentare von normalen FIlmfans die liegen mir näher als diese bezahlte Kaste von Worthülsenproduzenten! So viele Filmemacher von Format haben wir in Deutschland nicht, also sollten wir die wenigen nicht auch noch runtermachen, denn 95% der deutschen Produktionen sind für mich zumindest Schrott!

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Frank_G 23.01.2019, 12:43
11. Wer Kritik...

Wer Kritik für "Respektlosigkeit" hält, die man sich zu verbitten hätte, begibt sich auf das Niveau von Erdogan, Trump oder Uli Hoeneß und damit außerhalb des rationalen Diskurses ("Kritik" im diskursiven Sinn meint "Gegeninformation"). Dass SPON darüber berichtet, dass nun auch Sebastian Koch in diese Reihe zu stellen ist, ist okay, aber mehr Raum sollte man diesem "Ehrpusseligkeitstierchen" dafür nicht geben. My 50 cts.

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MichaelundNilma 23.01.2019, 12:45
12. Deutsche Kritiker

und Moralapostel bestimmen Gott sei Dank nicht darüber, ob ein Film gefällt oder nicht, sondern allein die Zuschauer. Schauspieler Koch spielt übrigens das, was der Regisseur will.

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hpampel 23.01.2019, 12:46
13. Der deutsche Film

Sorry Leute, aber der deutsche Film ist leider nicht wettbewerbsfähig. Gleiches gilt für die Serienproduktionen. Erfahrene und gute deutsche Regisseure machen fast nur in den USA auch gute Filme.

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troka 23.01.2019, 12:47
14. Erklärer

Mit Donnersmarck hat sich wieder einer dieser westdeutschen DDR-Erklärer an die Oberfläche gespült und erfährt nun den Wohlgefallen der deutschen Presse und offensichtlich auch einiger einflussreicher politischer Kreise. Nach dem einseitig propagandistischen und in seiner Einfältigkeit wenig künstlerischem Erstlingswerk, das auf Grund politischer Gefälligkeit völlig unerklärlich einen Oscar einheimste, steht er nun mit einem Machwerk, gegen das sich das reale Original, Herr Richter, vehement gewehrt und verwahrt hat, wieder auf der Nominierungsliste. Manchmal riechen Seilschaften auch über Oberflächen der Online-News. In diesem Sinne: ein Hoch auf Henry Hübchen, der dem feist-selbstgerechten Erklärer Donnersmarck in einer legendären Talkshow (3nach9 v. 23.7.2016) offensiv die Stirn bot und vielen zeigte, wie der Kaiser ohne Kleider aussieht....

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fettdeckel 23.01.2019, 12:55
15. Respekt

"Den Film muss ja keiner mögen. Er sollte aber respektvoll behandelt werden. Und das war hier leider nicht der Fall."
Der Film muss nicht mehr respektvoll behandelt werden, als andere Filme, nur weil er ein sensibles Thema behandelt. Wenn der Film nicht in irgendeiner Form unterhält oder zum weiterschauen animiert oder interessant ist, dann ist es eben kein guter Film. Ein Film sollte kein Kunstgegenstand sein, sondern den Zuschauer fesseln und im besten Fall noch eine Botschaft vermitteln. Scheitert er darin, ist der Regisseur bzw. die Darsteller gescheitert.
Sebastian Koch kann sich nach seiner Rolle im unsäglichen "Die Hard 5" sicher damit identifizieren.
Und den Respekt vor dem Thema sollte eher der Regisseur zeigen, in dem er eben keinen schlechten Film darüber dreht.

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Bala Clava 23.01.2019, 13:01
16. Die US-amerikanische Kritik

und die britische schreiben um einige Zacken härter als die deutsche. Wer die Verrisse zu Schweigers "Hannie in ze Hat" oder wie immer das Remake auch heißen mag, überflogen hat, findet Formulierungen, die sich ein deutscher Kritiker nie erlauben würde (die aber zum Teil wirkich originell und witzig sind).
Vielleicht betreibt der wunderbare Sebastian Koch seine Verteidigung von Henckels Film ohne Zuschauer auch ein bisschen "sehr persönlich und emotional". Auf jeden Fall nicht ganz unvoreingenommen. Geht ja schließlich auch um sein eigenes Fortkommen.

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mittelstadtuwe 23.01.2019, 13:29
17. Wie....

Zitat von troka
Mit Donnersmarck hat sich wieder einer dieser westdeutschen DDR-Erklärer an die Oberfläche gespült und erfährt nun den Wohlgefallen der deutschen Presse und offensichtlich auch einiger einflussreicher politischer Kreise. Nach dem einseitig propagandistischen und in seiner Einfältigkeit wenig künstlerischem Erstlingswerk, das auf Grund politischer Gefälligkeit völlig unerklärlich einen Oscar einheimste, steht er nun.......
Wahr. Danke für diese Meinung und Kritik.

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Freidenker10 23.01.2019, 13:34
18.

Zitat von hpampel
Sorry Leute, aber der deutsche Film ist leider nicht wettbewerbsfähig. Gleiches gilt für die Serienproduktionen. Erfahrene und gute deutsche Regisseure machen fast nur in den USA auch gute Filme.
Stimmt leider! Aber wenn die "Guten" dann nach Amerika gehen produzieren sie plötzlich auch nur noch diese seichten US-patriotischen Filme, oder spielen dumme Nazis. Aber das Deutschland so wenig massentaugliche Filme hinbekommt ist schon erstaunlich! Am Geld allein liegt es sicherlich nicht, denn oft genug sehe ich US oder britische FIlme oder Serien die auch kein Riesenbudget haben und trotzdem gut sind! Die Kompetenz liegt hier sicherlich bei Filmen die die deutsche Geschichte betreffen, da gibts hin und wieder wirklich gute Filme, aber sonst? Diese superseichten Komödien ala Schweiger schaff ich nicht und das deutsche Arthouse Kino ist mir i.d.R. zu schwere Kost oder zu moralisierend!

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burckha 23.01.2019, 13:55
19. Lese keine Kritiken mehr

Zu oft habe ich in der Vergangenheit die Erfahrung gemacht, dass Kritiken einen Film schlecht gemacht haben, welcher mir am Ende dann doch ganz gut gefiel. Manchmal vergesse aber auch ich meine eigenen Vorsätze, zuletzt wieder bei Bohemian Rhapsody. Die Kritik war mittelmäßig bis schlecht, aber mir hat der Film sehr gut gefallen und die schauspielerische Leistung des Hauptdarstellers fand ich überragend. Durch die schlechten Kritiken war mein Interesse deutlich gesunken, gottseidank habe ich mich am Ende doch noch aufgerafft.

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