Forum: Kultur
Serena Williams als Karikatur: Nachdenken statt hinschmieren
AFP

Serena Williams als zeterndes Baby? In dieser Karikatur stecken diverse rassistische Stereotype. Ob sie absichtlich benutzt wurden oder nicht, ist egal: Einem Profi-Zeichner darf so etwas nicht passieren.

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jamon 12.09.2018, 18:43
70. reverse....

ist es nicht auch rassistisch, menschen ob ihres aussehen nicht auf die schippe zu nehmen?

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la1402 12.09.2018, 18:43
71. So ein Schwachsinn

...aber die Autorin hat sich ja selbst blos gestellt. "Keine Ahnung".

Es ist unfassbar, wozu dieser Vorfall wieder benutzt wird. Statt klar Stellung zu beziehen, dass so ein Verhalten gar nicht geht, wird Serena als Opfer von Rassismus und Diskriminierung dargestellt. Unglaublich. Die Bestrafung für dieses unmögliche und völlig unsportliche Verhalten war viel zu niedrig.

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Fuxx81 12.09.2018, 18:44
72. Dass muss so

Zitat von
Reflexe sind aber unwillkürliche, automatische Reaktionen auf einen Reiz, ihnen liegen keine Überlegungen und Erkenntnisse zugrunde, es bricht sich vielmehr ein kulturell unbewusstes Bildergedächtnis Bahn. Bilder, die so entstehen, sind auch im privaten Rahmen von zweifelhaftem Wert. In öffentlichen Zusammenhängen sind sie jedoch ein grobes professionelles Versagen
Gerade das zurückgreifen auf dieses unterbewusste Bildgedächtnis macht gute Karrikaturen aus. Je gemeiner, deto besser. Satire muss wehtun.

Ich bin im übrigen nicht der Einzige, der es inzwischen mehr als leid ist, von selbsternannten Moralaposteln ständig zum Rassisten erklärt zu werden. Zumal die meisten von denen nicht einmal zu wissen scheinen, was das Wort eigentlich bedeutet, und es als Sammelbegriff für alles benutzen, was sie nicht mögen.

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Tommi16 12.09.2018, 18:44
73.

Zitat von qwertreiber
"Schließlich sollte es eine Minimalanforderung an einen professionellen Zeichner sein, dass er nicht seinem ersten Reflex nachkommt, sondern einen weiterführenden Gedanken entwickelt und ihn künstlerisch umsetzt." Sagt wer??? Ein Journalist von SpiegelOnline? Wenn so einen Kommentar jemand gegen den ein oder anderen Artikel von SpOn schreiben würde, wäre vielleicht sofort von Einschränkung der Pressefreiheit die Rede. Gilt die für Zeichner nicht, wenn sie in der Presse veröffentlicht werden? Mein Wunsch: Schreiben Sie doch einfach, dass Sie die Karikatur doof finden, weil ... Das spart viel künstliches Gedöns und wirkt ehrlicher.
erfrischend die Reaktion der Zeitung:
Die Karikatur noch mal auf die Titelseite mit all den Karikaturen anderer "Persönlichkeiten", die sich der geniale Zeichner schon vorgenommen hat.

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ulisses 12.09.2018, 18:47
74.

Karikaturen müssen gemein sein, oder zumindest irgendwie provozieren und zum Nachdenken anregen. Das fordert ja auch der Artikel: Nachdenken. Trump als orangefarbene Figur, Kahn als blonder Hulk, Helmut Kohl als Birne...kaum eine Karikatur ist irgendwie schmeichelhaft.

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s.fiebranz 12.09.2018, 18:47
75. Sehr bedauerlich...

dass derartig unreflektierten und stereotypen Beiträgen wie diesem Kommentar von Frau Pilarczyk bei SPON eine Plattform gegeben wird. Ich bin eigentlich ein höheres journalistisches Niveau vom Spiegel gewohnt und finde dies sehr enttäuschend. Leider wird hier die klar als Satire gekennzeichnete Darstellung eines international beachteten Ereignisses einseitig als Rassismus gebrandmarkt. Über das absolut unwürdige Verhalten einer internationalen Sport-Ikone, die das Idol unzähliger Kinder ist, wird kein Wort verloren. Eine sehr genau als Serena Williams erkennbare Hauptfigur wird hier als Stereotyp für alle schwarzen Frauen bezeichnet. Ich persönlich empfinde es als deutlich rassistischer in dieser satirischen Karikatur eine Verunglimpfung aller schwarzen Frauen zu sehen anstatt einer Auseinandersetzung mit dem Fehlverhalten eines Individuums, das in diesem Falle nunmal eine schwarze Hautfarbe hat. Einem auf diese Weise reflexhaften moralaposteln sollte auf dieser von hervorragenden Journalismus geprägten Plattform kein Forum gegeben werden. Zumindest solange nicht bis eine differenzierte und mehrschichtige Auseinandersetzung mit dem Sachverhalt vorliegt. Dieser ist aber offenbar von Frau Pilarczyk nicht zu erwarten, was sehr schade ist und glücklicherweise eine Ausnahme bei den meist treffenden und hochwertigen Kommentaren hier darstellt.

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Currie Wurst 12.09.2018, 18:48
76. Danke!

Zitat von Petsche123
Warum wird diese Karikatur nur kritisiert? Weil man eine schwarze Frau karikiert? Ist es nicht erst Rassismus, wenn nur noch Karikaturen über Weiße gemacht werden, weil es nicht politisch korrekt ist Nicht-Weiße überspitzt darzustellen?
Das hätte man nicht besser auf den Punkt bringen können. Wie man es auch macht, alles Rassismus. Der Karikaturist selbst hat doch gesagt, er sei kein Rassist. Warum glaubt man ihm das nicht einfach mal? Das schlimme daran ist, dass man in der Flut der Rassismusbeschimpfungen irgendwann Mühe hat, die wahren Rassisten auszumachen. Die können sich bald darauf berufen, in zahlreicher Gesellschaft zu sein, weil irgendein Journalist sich dazu berufen fühlt, pauschale Urteile zu fällen. Ich würde mich schämen für den Mist, der da geschrieben wurde.

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matbhmx 12.09.2018, 18:49
77. Weiß die Kommentatorin eigentlich, ...

... welches schmutzige Geschäft sie mit ihrem Kommentar betreibt? Karikaturen genießen den Schutz von Meinungs- und vor allem Kunstfreiheit. Das immerhin scheint die Kommentatorin noch zu erkennen und hofft, dem zu entgehen, indem sie feststellt, dass das "natürlich keine große Kunst" sei. Natürlich unterscheiden sich Karikaturen qualitativ von einer Beuys'schen Fettecke. Es ändert aber an ihrem Kunstbegriff nichts. Eine große Masse der Karikaturen dieser Welt werden als "geschmacklos" empfunden, Aufgabe von Karikaturen ist das Überzeichnen. Die Autorin merkt - und offensichtlich auch nicht die Redaktion des Spiegel - nicht Mal ansatzweise, wem sie das Wort redet. Was ist mit den Karikaturen in der Titanic, z. B. dem einurinierten Papst, der dort abgebildet war, was mit den Karikaturen in Charli Hebdos, die zum feigen Mordanschlag durch Islamisten auf die Redaktion geführt hatten? War das alles "große" Kunst? Wer entscheidet, was "große" Kunst ist, und darf "kleine" Kunst unterdrückt werden, weil sie der reichlich dümmlichen "political correctness" eines Teils der Bevölkerung, der sich für moralisch überlegen hält, nicht passt? Der Kommentar ist einfach nur dumm!

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im_ernst_56 12.09.2018, 18:51
78. Lesen bildet

Zitat von NuclearSavety
Man darf also eine Frau mit recht üppigen Lippen und krausen Haar in einer Karikatur nicht mit üppigen Lippen und krausen Haar darstellen. Da drängt sich doch die Frage auf: JA WIE DENN SONST? Der Punkt einer Karikatur ist doch, dass man eine Person und deren Eigenheiten überzeichnet. Aber ich vermute sehr, dass Frau Pilarczyk auf obige Frage selbst keine Antwort hat.
Es geht darum, wer die Karikatur macht. Eine farbige Karikaturistin (weiblich) aus den USA hätte Serena Williams durchaus so darstellen dürfen. Aber nicht ein männlicher weißer Karikaturist aus Australien. Das ist dann sexistisch und rassistisch. Wenn Sie regelmäßig die Kolumne von Margarete Stokowski lesen würden, dann wüssten Sie das.

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DorianH 12.09.2018, 18:53
79.

Jetzt haben die politisch Überkorrekten wenigstens wieder etwas zum Empören.

Manchmal hab ich das Gefühl, die warten nur darauf, um dann flugs aus ihrem Loch gesprungen zu kommen und laut ALARM zu schreien...

Na was solls.
Sollen sie sich halt fünf Minuten wichtigmachen.

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