Forum: Kultur
Serie "Das Wort": Die Rückkehr der Selbstherrlichen
REUTERS

In Europa und an dessen Rand etabliert sich ein neuer, alter Politikertypus: der des Autokraten.

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lussan 04.09.2016, 12:09
1. Treffend

Sowohl politologisch als auch juristisch ein guter Artikel, der die unterschiedlichen Regierungstypen zutreffend beschreibt. Danke!

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noonecares 04.09.2016, 12:25
2. sehr guter Artikel,

den genauen Unterschied kannte ich bisher nicht, vielen Dank! Was mir allerdings aufgefallen ist, dass Jaroslaw Kaczynski in Polen gar kein autokratischer Präsident sein kann, da er "nur" Parteivorsitzender im Hintergrund ist. Präsident Polens ist Duda.

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Rifter 04.09.2016, 12:43
3. Politische Ponerologie: Eine Wissenschaft über das Wesen des Bösen und ihre Anwendung für politische Zwecke

Ich kann jedem dieses Buch empfehlen.

Was allen gemeinsam ist, dass es sich bei Autokraten und Diktatoren um waschechte Psychopathen handelt.

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Rifter 04.09.2016, 12:51
4. Psychopathen vs. Narzissten

Wer sich etwas mit der Wissenschaft des Bösen beschäftigt hat wird feststellen, dass es sich bei den genannten Typen immer um Psychopathen bzw. Narzissten handelt.

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-jürgen- 04.09.2016, 13:12
5. Also ich weiß nicht,

aus wissenschaftlicher Sicht wirkt diese "Begriffsklärung" doch eher einfältig, pseudo-juristisch, unterkomplex.

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ulrich-lr. 04.09.2016, 13:12
6. Genau

Zitat von Rifter
Wer sich etwas mit der Wissenschaft des Bösen beschäftigt hat wird feststellen, dass es sich bei den genannten Typen immer um Psychopathen bzw. Narzissten handelt.
Diese Eigenschaften braucht man, um in der Politik Karriere zu machen.

Anders kann man sich nicht erklären, wie Bundestagsabgeordnete auf Hartz-IV-Bezieher eindreschen oder Steuervereinfachungen blockieren, aber selber jährlich ca. 50.000 € als völlig steuerfreien(!) Zuschuss kassieren. Einfach so.

Paranoia, Narzissmus und ein Schuss Sadismus?

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thorsten35037 04.09.2016, 13:31
7.

Mir sind willensstarker Politiker allemal lieber als blauäugige Menschen mit Helfersyndrom.

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Juro vom Koselbruch 04.09.2016, 13:43
8. Das ist ja auch kein Wunder

Wenn Merkel und Steinmeier den Regierungsprecher vorschicken, damit der sich in ihrem Namen von der Armenienresolution des Bundestages distanziert (nicht rechtsverbindlich), um Erdogans Erpressung nachzugeben, dann fördert das Autokraten. Die kriegen doch mit, wie hier indirekt aber effektiv der Bundestag als Quasselstube dargestellt wird. Peinlich auch, dass Merkel und Steinmeier selbst Mitglieder des Bundestages sind.

Der Begriff "Autokrat" ist m.E. noch euphemistisch.

Und dann wundet man sich auch noch, wenn die AfD wächst.

Olaf Henkel, so kann man im aktuellen SPIEGEL nachlesen, meint, dass Merkel das Geschäft der AfD betreibe. Ich denke, Steinmeier tut das auch.

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dweik01 04.09.2016, 13:44
9. Mir fehlt da Einiges

Prima Artikel, prima Erklärung. Aber es fehlt was. Ein Autokrat kann (häufig) auch mit einer Demokratie bestehen, solange er sein Gefolge, welches ihn stützt, sortiert und es den Menschen gefühlt gut geht (das ging auch lange in der DDR so).
Die Grenzen zwischen Demokratie und Autokratie sind fließend! Die zwischen Autokratie und Diktatur nicht, denn dazwischen findet sich Gewaltanwendung. Und der Autokrat differenziert sich von der Demokratie durch das fehlen von Alternativen bzw dem Diskurs. Insoweit entspricht auch Merkel dem von Ihnen ausgemachten Trend zur Selbstherrschaft, wenngleich biegsamer und weniger totalitär und immer noch mit einer Opposition aus Bayern die den Mund aufbekommt. Aber selbstherrschend ist sie bereits. (Griechenland, Euro, Banken, Flüchtlinge, Atomausstieg, KEINE dieser Entscheidungen ging vorher durchs Parlament! Aber alle sind wesentlich)
Was hier völlig fehlt, ist warum? Sie müssten mal die Frage stellen, welche humanistischen Werte und Welche (intellektuelle) Leistungsfähigkeit und politische Bildung eine Gesellschaft für welche Regierungsform haben müsste und dies in Abhängigkeit der Komplexität der auf sie einwirkenden Kräfte darstellen. Ein Abgeschottetes Land, möglichst autark, kann auch bei einem relativ geringen Bildungsniveau eine Demokratie verkraften und zu allgemein akzeptierten Mehrheitsentscheidungen kommen. Achtung: "allgemein akzeptiert" heißt ein gesellschaftlicher Konsens, nicht zu verwechseln mit der "theoretisch" besten Entscheidung von außen betrachtet. Das erklärt auch warum die Länder des Mittleren Ostens und die Maghreb Staaten nicht demokratiefähig sind, abgesehen davon das bestehende Herrschaftsstrukturen von Clans erst entmachtet werden und die Werte des gesellschaftlichen Zusammenlebens geändert werden müssten!
Je stärker die Komplexität der Einflüsse auf die Gesellschaft vom Bildungsniveau und der Sozialisation zur Teilhabe abweicht, desto schwieriger ist es Zusammenhänge zu vermitteln und geordnete Teilhabe ohne Gewalt zu bewirken, desto schwieriger werden Mehrheiten gefunden, desto schwieriger können auch vernünftige Entscheidungen durchgesetzt werden. Dann hat auch eine "gutwillige" Regierung nur die Wahl das Volk abzuhängen mit "selbstherrschender Autokratie" und dem anstrengenden zeitraubenden Anheben der politischen Bildung, von der Anpassung der Sozialisationsgewohnheiten ganz zu schweigen. Ersteres setzt voraus, daß die selbstherrschenden und zum Teil selbstherrlichen Entscheidungen auch wirklich die besseren sind. Und damit erklärt sich dann auch, warum das Regierungsformat in Russland und China funktioniert, allerdings nur solange es den Menschen gut und besser geht. Es erklärt auch warum Libyen, Syrien und Ägypten im Chaos versinken müssen. Schlimm wird es, wenn es den Menschen gefühlt schlechter geht und gleichzeitig die politische Bildung für das Verständnis der Einflüsse unzureichend ist oder die Sozialisation hierarchisches Denken und/oder Gewalt beinhaltet, dann kommt Anarchie, siehe Maghreb, Irak, Afghanistan....

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