Forum: Kultur
Serienfinale von "Transparent": Verquer-queeres Trauerbündel
Amazon

Greller Epilog einer Trans-Saga: Nachdem der Hauptdarsteller wegen sexueller Übergriffe gefeuert wurde, behelfen sich die "Transparent"-Macher mit einem Musical-Abschied. Der kommt nicht ohne Füllmasse aus.

Tom77 27.09.2019, 17:19
1. Linke SJWs verstehen immer noch nicht, was SchauSPIEL bedeutet

Ich frage mich, warum die linken Gerechtigkeitskrieger bei Gender-Themen immer Wirklichkeit und Schauspiel miteinander verbinden. Nein, jemand muss nicht trans sein, um eine Trans-Person zu spielen. Jemand muss nicht schwul sein, um einen schwulen Mann zu spielen und jemand muss nicht lesbisch sein, um eine lesbische Frau zu spielen. Jemand muss aber genauso wenig hetero sein, um einen hetero Mann oder eine hetero Frau zu spielen (siehe z.B. Zachary Quinto als Spock in Star Trek - hier wurde KEIN schwuler Spock gezeigt obwohl Quinto im echten Leben schwul ist!). Es kommt alleine auf das Schauspiel an. Wenn jemand eine Rolle glaubhaft verkörpern kann - was nun mal das Wesen des Schauspiels ist - dann ist das alles möglich. Mittlerweile geht es ja schon so weit, dass z.B. Ruby Rose, die Schauspielerin/Model, die Batwomen in einer neuen Serie spielt und die im echten Leben bisexuell und genderfluid ist (nach eigenen Aussagen), in der Serie eine lesbische Frau spielt und nun von linken SJWs angegriffen wird, dass sie nicht lesbisch GENUG für die Rolle sei (weil sie ja nur bi ist)! Das muss man sich mal vorstellen. In welcher Welt leben wir eigentlich, dass Schauspieler das sein müssen, was sie verkörpern??? Ein Film über Krieg und Soldaten? Nur mit ECHTEN Soldaten. Ein Piratenfilm? Nur mit ECHTEN Piraten (wird nur schwierig, die nördlich des Aquators heute noch zu finden). Ein Fantasy-Film mit Elfen, Zwergen und Riesen? Abgeblasen, weil man keine Elfen-, Zwergen- und Riesen-Schauspieler gefunden hat. Die Empörungskultur der linken Sozialgerechtigkeitsaktivisten ist unerträglich geworden. Und die Anbiederung durch Spiegel Online zu all diesen Themen ebenfalls.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roenga 27.09.2019, 17:47
2. Wegen sexueller Übergriffe?

Es ist 2019 und manche Journalisten verstehen den Unterschied zwischen 'entlassen wegen sexueller Übergriffe' und 'entlassen nach Vorwürfen wg. angeblicher sexueller Übergriffe' immer noch nicht. Letzteres ist die tatsächliche Begründung für Jeffrey Tambors Entlassung, ersteres wäre das Ergebnis eines Gerichtsverfahrens oder das Geständnis des Beschuldigten. Es gab aber weder ein Geständnis noch einen Prozess. Vielleicht liegt diesem nicht-begreifen-wollen ja aber auch eine bestimmte Ideologie zugrunde....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
friederike_j 28.09.2019, 15:33
3. Kommentator 1 versteht immer noch nicht, was das Problem ist

Ich bin eine transsexuelle Frau und bin selber kritisch was überzogene Forderungen gewisser Kreise angeht (Die Verwendung des Begriffs "SJW" wie durch Kommentator 1 ist eine absichtliche Provokation und lässt meist einige Schlüsse über die Geisteshaltung des Verwenders zu).

Transrollen mit Cis-Personen zu besetzen ist genau wie die anderen von Kommentator 1 genannten Beispiele auch nix anderes als das heutzutage völlig zu Recht absolut inakzeptable "Blackfacing", nur leider raffen das ja anscheinend viele noch nicht wie man am Kommentar sieht.

Es ist ignorant und anmassend und vor allem nimmt es den Betroffenen die Chance selber darstellerisch tätig zu werden. Das ist einfach nur fortgesetzte Marginalisierung. Aber als Betroffene gehe ich davon aus dass wir vielleicht in 20 Jahren mal den Status erreicht haben wie andere Randgruppen mittlerweile zum Glück haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren