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Sexismus: Frauen können das auch
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Wer die Ursprünge von Übergriffen verstehen will, muss die Erkenntnis ertragen, wie viel von unserem Alltag sexistisch geprägt ist. Dazu gehört auch die Frauenfeindlichkeit, die Frauen selbst pflegen.

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ernstrobert 07.11.2017, 16:06
1. ... von Frauen

Meine Frau sah heute früh im SPIEGEL eine Reklame von Teppich K...,
wo unter einem Tisch eine Frau sich füßelnd an den ihr gegenübersitzenden Mann heran machte (der teppich war Nebensache). Meine Frau sagte: "Sexismus!" und ich fragte mich, wie groß wohl der Aufschrei wäre, wenn auf dem Bild ein Mann eine Frau gefüßelt hätte. Tatsächlich wird mit zweierlei Maß gemessen: Ich werde von Frauen oft an die Schultern, oder auch an den Bizeps gefasst, natürlich ganz 'freundschaftlich', unschuldig, wie Frauen nun mal sind (keine Frage), aber mir ist das nicht immer angenehm und ich frage mich, warum sie das machen. Überwinden von Distanz, ok, ob ich es will oder nicht, aber auch taxieren, den diese Körperteile haben für Frauen durchaus eine reizvolle Bedeutung. Und ob ganz unschuldig oder nicht, weiß man beim weiblichen Geschlecht ja nie.
Mir ist klar, dass diese Sicht nicht in das gängige Klischee passt, aber wenn man sie unterdrückt, tun sich zumindest wahrheitssuchende Frauen keinen Gefallen.

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Usambaras 07.11.2017, 16:11
2. Sexismus - Frauen können das auch

Und ich Depp war bei der Überschrift doch ganz kurzfristig dem irrigen Glauben unterlegen, dass Frau Stokowski ganz eventuell zur Einsicht gelangt sein könnte, dass sich durchaus auch Frauen Männern gegenüber sexistisch verhalten könnten....wie naiv von mir.

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Edgar Sovado 07.11.2017, 16:12
3. Frauen haben einen Reiz

Frauen haben einen Reiz. Viele von Ihnen sogar viele. Ist ein als Übergriff verstandene sexualisierte Handlung nun eine vom Mann formuliertes Bedürfnis, oder doch der Wunsch des Mannes ein gefügiges Weib(-chen) zu haben. Ist das Spiel der Frau mit Ihren Reizen ein Bedürfnis der Frau, das Mann mannchmal nur schwer erträgt und es eben in Übergriffen kanalisiert? Lässt Mann bei Übergriffen Frau die Chance sich zu äußern? Nimmt er die Äußerung war?
Wie möchte Frau behandelt werden?
Dies ist mein Wunsch an die Frauen. Mittlerweile Frage ich danach. Und Frauen die mit sich spielen lassen scheue ich. Sie geben mir keine Sicherheit. Sie verwischen die Grenze, zwischen erotischen Genuss im Rahmen eines Flirts und einer sexualisierten degradierenden Handlung.
Bitte Ihr Frauen, seid klar. Seid konkret. Männer verstehen das besser. Jede Prostituierte kann das, weil sie es berufsbedingt muss. Und die anderen Frauen? Helft mir. Uns. Uns Männern.
Dann wird es auch schön. Wie nah auch immer.
Danke

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Velbert2 07.11.2017, 16:17
4. Vielfalt

Das ist die Vielfalt der Ansichten und Vorlieben. Die einen Frauen lesen die Brigitte, den Spiegel o.ä., die anderen den Closer oder die Echo der Frau. Beide ist gleichwertig und nicht kritikwürdig. Wer die Vielfalt will muss auch Dinge akzeptieren, die ihm nicht gefallen.

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dosmundos 07.11.2017, 16:19
5. Klare Worte!

Ein Kommentar, der weder links noch rechts, weder konservativ noch progressiv, und auch nicht von feministischem Diskurs geprägt ist. Natürlich werden ihn einige mal wieder falsch verstehen und sich auf die Zehen getreten fühlen, und so mancher wehrt ja auch ohnehin schon reflexartig ab, wenn er den Namen der Kolumnistin liest (der "Fleischhauer-Effekt").
Wer am Fazit des letzten Absatzes etwas auszusetzen hat, möge sich hier mit einem Beitrag in die Diskussion einbringen. Alle anderen könnten vielleicht einmal ausnahmsweise auf ihren Kommentar verzichten...

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ernstrobert 07.11.2017, 16:20
6. die entscheidende Kluft verläuft nicht zwischen Männern und Frauen

Mir stellt sich die Frage, ob Frau Stokowski sich nicht ihrerseits an dem Hass gegenüber Frauen beteiligt. Sie nimmt schließlich fast ausschließlich Frauen aufs Korn. Individualisierung ist ein probates Mittel der Herrschenden, Widerstand und Solidarisierung seitens der Unterdrückten zu untergraben. Diese Erkenntnis fehlt der Linken, und leider auch den Frauen, mit denen ich mich ducrchweg solidarisiere, außer, sie gehören zu den oberen Zehntausend oder bekleiden ein wichtiges Amt. Dann brauchen sie erstens keine Solidarität und sind zweitens genau so auf Seite der Mächtigen wie die Männer in diesem Segment. Die entscheidende Kluft verläuft weniger zwischen Männern und Frauen als zwischen oben und unten.

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naschauenwirmal73 07.11.2017, 16:20
7. Sprachlosigkeit macht sich breit ...

... vor allem bei mir selbst. Ich lehne jede Form der Gewalt ab -stelle aber auch fest- ein dummer Spruch kommt mir auch mal schnell über die Lippen. Fakt ist: Gewalt fängt da an, wo jemand verletzt wird (seelisch oder körperlich) Das Dilemma ist nun woher weiß ich wo bei meinem Gegenüber die grenze ist. Soll ich dann lieber nichts mehr sagen? Beuge mich einem voraus eilendem Gehorsam oder nehme ich Rücksicht? Wenn ich die Sexuellen Gefühle schützen will - sollte ich es auch mit religiösen Gefühlen tun?! oder nationalen Gefühlen? Konsequenterweise denke ich ja! Keine Ahnung wie ich mich da verhalten soll......

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rudi_m 07.11.2017, 16:20
8. Aber Sexismus von Frauen gegen Männer gibt's nicht?

Ich (Mann) wurde auch schon x-mal "ungebührlich" von Frauen angebaggert oder begrapscht. Auf meine Abweisung hin auch noch diverse Male als Schlappschwanz o.ä. beschimpft worden. Soll ich mich jetzt auch bei #metoo melden und Namen nennen? Die hat versucht mich zu küssen vor 20 Jahren ... Lächerlich!

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sok1950 07.11.2017, 16:25
9. wenn das Mal keine Inquisition/Hexenjagd ist

denn jetzt trifft es nicht nur Männer sondern auch Frauen - bald Gerät jeder unter den Verdacht. Schlimm nur für unsere Gesellschaft: die Anschuldigungen müssen nicht Mal bewiesen werden um eine Rufmord Kampagne zu starten. Kachelmann/Türck usw. alles schon vergessen?

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