Forum: Kultur
Sexismusdebatte bei Maischberger: Pingpong mit Falschbeschuldigungen
WDR/ Annika Fußwinkel

Außer rhetorischen Fragen nix gewesen: Der Maischberger-Talk zum Themenabend über "Sexuelle Nötigung" krallte sich an erfundenen Vergewaltigungen fest. Die Gäste hielten zum Glück dagegen.

Seite 1 von 14
Das Pferd 09.11.2017, 07:05
1.

Rezensionen sollen einseitig sein. Aber wenn die eine Hälfte der Wahrheit ständig lächerlich gemacht wird, und oberlehrerhaft das wirklich relevante als das definiert wird, was der eigenen extremen Postion entspricht, wird es langweilig..
Der Fall Kachelmann ist ein behaupteter Fall? Das ist eine reale, auch von den grimmigsten, auf das Recht der Falschbeschuldigung (Beweisumkher nennen die das freundlich) fordernden Gendertante nicht zu widerlegender Fall einer Zerstörung von Existenz, in anderen Fällen von Leben.
Und eigentlich hat der sich nur gedreht, weil es da ausnahmsweise jemanden traf, der die psychischen und finanziellen Reserven hatte sich zu wehren. 95 % hätten sich halt das Leben genommen oder die Haft abgesessen und und mit dem falschen Sigma gelebt. Einfach weil es ja schon Sexismus ist, der Anklage zu widersprechen.

Beitrag melden
Bernd.Brincken 09.11.2017, 07:08
2. Ismus

Es gibt wohl Sexismus und es gibt wohl sexuelle Belästigungen. Aber die beiden Phänomene einfach gleichzusetzen, kann doch nicht zielführend sein.
Unter Sexismus würde ich ein Haltung, oder auch ein Gedankengebilde, eine Art Philosophie o.ä. erwarten.
Eine Belästigung ist dagegen eine konkrete Handlung.
Da sollte eine präzise Abgrenzung eigentlich einfach sein.
Diese Möglichkeit opfert man aber im erwähnten TV-Format und hier im Artikel ganz locker dem Unterhaltungswert.

Beitrag melden
profbingo 09.11.2017, 07:29
3. Sexusmus

...klar ist die Sexismusdebatte muss bei uns alteingesessenen Deutschen anfangen, sie darf aber keinesfalls bei unseren Mitbürgern oder Gästen mit anderem kulturellen Hintergrund ...vielleicht darf man auch das Wort Islam in diesem Kontext benutzen aufhören...trotz der Abwiegelung durch die Feministin Frau Bücker...Frau Friederichsens Einwand war also durchaus berechtigt...

Beitrag melden
Phil2302 09.11.2017, 07:36
4. Grenze zwischen flirten und Sexismus

9 von 10 Frauen können mit Komplimente, auch über ihr Aussehen, gut umgehen. Bitte nicht den Fehler machen, dass alle Frauen sich dadurch belästigt fühlen. Das wäre übrigens wirklicher Sexismus: Die schwache Frau, die sich nicht gegen den Mann wehren kann, der ihr ein Kompliment macht. Frauen machen mir übrigens auch Komplimente, damit komme ich ebenfalls gut klar.

Beitrag melden
starboy 09.11.2017, 07:45
5. H. Jaenicke hat etwas...

wichtiges gesagt.
G.Paltrow hat weiter mit Weinstein Filme gedreht und das obwohl sie wusste was für ein Typ er ist.
Sowas versteh ich dann wieder nicht.
Sie war in einer Beziehung mit Brad Pitt und hatte doch schon einen Fuß in der Tür in Hollywood und trotzdem drehte sie weitere Filme mit Weinstein.
Und Maischberger ist auch nicht auf seinen Hinweis zu Dieter Bohlen eingegangen, er macht seit Jahren nichts anderes wie über aussehen und sexistische Themen zu reden vor einem Millionen Publikum. Und das kuriose ist, alte Herrschaften in Camp David Klamottenn sprechen genau so, wenn man ihnen auf der Arbeit begegnet. Da werden junge Kolleginnen "abgeschreckt", einfach nur beschämend.

Beitrag melden
fatherted98 09.11.2017, 07:48
6. Geschlechtslose Gesellschaft...

....wird wohl angestrebt. Das Belästigung jeglicher Art nicht tolerierbar ist...sollte Konsens sein. Das aber "Sexismus"....sprich die männliche oder weibliche Sichtweise auf das andere oder gleiche Geschlecht in Bezug auf Attraktivität, abgeschafft gehört....tja dann können wir wohl endgültig einpacken. Aber was solls....den Nachwuchs gibts dann aus Genbanken.....Sex ist Bäh.....

Beitrag melden
Dogbert 09.11.2017, 07:52
7. Das alte Verständnisproblem

der Feminismus hatte nur sehr kurz das Ziel der Gleichberechtigung von Frauen. Den Feminismus den dessen Ikone, Alice Schwarzer, eingeführt und zementiert hat wollte und will etwas ganz anderes, den Ersatz der patriarchalischen Gesellschaft durch die matriarchalische. Also eben gerade nicht das Nebeneinander sondern die Herrschaft des Weiblichen, weil das Männliche ja, angeblich, gezeigt hat das es nichts taugt. Und damit muss dann natürlich auch die Deutungshoheit darüber, was ein Kompliment ist und was eine Belästigung, ausschliesslich bei den Frauen liegen. Die dann, gemäss der Aussage von Frau Himmelreich, auch entscheiden darf ob ein Kompliment über die Kleidung einer Kollegin eines ist, oder nicht vielmehr eine sexistisch unterlegte Kritik an ihrer Arbeit (nach dem Motto "ist doof, sieht aber wenigstens gut aus"). Wenn man solch einem Unsinn folgt wird der nächste Chef , der seiner Mitarbeiterin mitteilt "die Vorlage die Sie mir für das Meeting gegeben haben, hat nichts getaugt", wegen sexueller Belästigung angezeigt, denn eigentlich wollte er ja ausdrücken das er ihre Brüste zu klein findet.

Beitrag melden
Esib 09.11.2017, 07:57
8. Einseitigkeit

Zitat von
Und bingo, tatsächlich gingen die ersten 20 Minuten für ein Pingpong über Falschbeschuldigungen drauf. Also just jene Fälle, die zahlenmäßig kaum eine Rolle spielen im Vergleich zu den etwa 90 bis 95 Prozent an Vergewaltigungen, die gar nicht erst angezeigt werden.
Behauptet die Autorin einfach mal ohne auf belastbare Zahlen zu verweisen. Dass es durchaus Polizeibeamte gibt, die davon ausgehen, dass es eine große Zahl an Falschbeschuldigungen gibt, die ebenfalls schwer nachweisbar und daher ebenfalls nicht entsprechend verfolgt werden, steht offenbar völlig außerhalb des Horizontes der Autorin. Gerade weil Falschbeschuldigungen nicht öffentlich thematisiert werden und weil Falschbeschuldigerinnen, wenn es denn nachgewiesen wird, mit Bagatellstrafen davon kommen, müsste viel mehr in der Öffentlichkeit darüber debattiert werden.

Was aber bei der Diskussion völlig fehlte war die Diskussion über sexuelle Belästigung von Männern durch Frauen. Wenn sich Frauen beispielsweise völlig schamlos und ohne einen Hauch von Unrechtsbewustsein auf die Männertoilette begeben, weil es ihnen zu lange dauert und dort Männern mit offener Hose am Pissoir stehen, ist das eine sexuelle Belästigung großen Kalibers, gegen die irgendein Kompliment nichts weiter als Kindergarten ist. Und ich behaupte jetzt mal, dass wenigsten 1/4 aller deutschen Frauen zwischen 18 und 80 das schon mal gemacht hat und damit sich als Täterin etabliert haben. Und praktisch jeder Mann, der schon mal auf größeren Veranstaltungen war, war bereits Betroffener dieser sexuellen Belästigung. Aber von so etwas liest und hör man nichts. Gleichberechtigung? Nicht doch, wenn man auf weibliche Defizite oder Straftaten aufmerksam machen müsste! #MenToo

Beitrag melden
nützlicher Idiot 09.11.2017, 07:57
9. Wo soll das noch hinführen?

Wenn wir jetzt nicht aufpassen, dann zerstören wir dauerhaft das gesellschaftliche Zusammenleben von Mann und Frau in unserem christlichen Abendland. Es gibt Kulturen, auch in unserem Land, die dieses Problem nicht sehen und den Kopf schütteln, darüber wie sich Deutschland nach und nach den existenziellen Boden selbst zerstört.
Es soll später aber niemand klagen, denn man hätte es absehen können.

Beitrag melden
Seite 1 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!