Forum: Kultur
Sexismusvorwürfe gegen Nobelpreisträger: Chance vertan
AFP

Der Nobelpreisträger Tim Hunt äußert sich herablassend über weibliche Kollegen. Die Medien empören sich, seine Uni distanziert sich. Reine Symbolpolitik. Die Chance auf eine echte Diskussion über Machismo in der Wissenschaft wurde vertan.

Seite 2 von 44
prunelle 15.06.2015, 18:16
10. Erfahrungen

Er denkt nicht nur, das Frauen bei Kritik weinen (statt einfach die Kritik zu wiederlegen), er berichtete über seine Erfahrungen. Das ist ein großer Unterschied der gerne ignoriert wird.

Davon mal ganz abgesehen fordern die Grünen ständig nach Geschlecht getrennten Unterricht und auch bei manchen Studienfächern verlangen sie es. Weil Männer Frauen ablenken würden.
Die Grünen gehören...entlassen, oder? Völlig sexistisch. Ach nein, Sexismus gibts ja nur gegen Frauen. Gegen Männer ist es "positive Diskriminierung". Eine Phrase die ernsthaft so von der Politik benutzt wird.
Nuja...die einzige "Wissenschaft" die straflos Sexismus betreiben darf, ist eben Gender Studies.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
angelobonn 15.06.2015, 18:18
11. Meinungsfreiheit

Was in diesem Fall misachtet wurde, ist das Recht seine Meinung im Rahmen der Strafgesetze frei zu äußern, ohne hierdurch negative Konsequenzen fürchten zu müssen. Die westliche Gesellschaften sind dabei, ein wesentliches Stück Freiheit auf dem Altar der politischen Korrektheit zu opfern. Die Aussage von Sir Hunt mag überspitzt klingen, alle drei von ihm genannten Sachverhalte habe ich in meinem Berufsleben aber schon mehrfach beobachtet, sie erscheinen mir also keineswegs weit hergeholt. Hätte er Frauen aufgrund ihres Geschlechts in ihrem beruflichen Fortkommen behindert, wäre des etwas ganz anderes. Aber davon kann hier keine Rede sein!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
noethlich 15.06.2015, 18:18
12. Die nennen sich Universität...

...und gehen sofort vor einem Medienhype in die Knie. In der Universität muss Platz für freie Rede und freie Gedanken sein. Kritik, ja doch, bitte, sie ist berechtigt, da hat die Autorin völlig recht. Aber wenn sich Akademiker von der öffentlichen Meinung vor sich her treiben lassen, dann steht's nicht gut um die Universität als Institution. Wenn dort eine Entlassung für richtig gehalten wird, dann gibt es dafür sicherlich Argumente (dagegen allerdings ebenfalls). Aber der Reaktionismus und die Angst, die hier an den Tag gelegt wurden, sind einer Universität nicht würdig. Wie wäre es denn mit Abwarten, Evaluieren, Diskutieren, Entscheidung treffen... was die erreicht haben, ist dass sich jetzt wieder all die Hardliner echauffieren können... herzlichen Glückwunsch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
z_punk 15.06.2015, 18:20
13. Ganz ehrlich, bei dieser

Diskussion weiß man nicht mehr wo oben und unten ist... mit ist schon oft passiert, in der Wissenschaft und in der freien Wirtschaft, das weibliche Kolleginnen bei Kritik weinend aus dem Raum gestürmt sind, bei Männern noch nie... so what... was ist daran nun sexistisch...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bhur Yham 15.06.2015, 18:21
14.

Wieder ein schönes Beispiel für die moderne Hexenjägerei auf Männer, die sich der political correctness verweigern. Die Gesellschaft wäre noch auf dem Stand der Jäger und Sammler, wenn sie sich auf die Frauen statt auf Männer wie Hunt verlassen hätte. Aber es warten bestimmt schon dutzende potentielle Nobelpreisträgerinnen, die Hunt nahtlos ersetzen können. Einfach nur zum Weinen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Wolffpack 15.06.2015, 18:21
15.

Chance vertan, ja - Aber nicht so wie im Artikel gemeint. Man hätte halt auch endlich mal aufhören können, Leuten wegen irgendwelchen dümmlichen Witzen das Leben zu ruinieren.

Zur rhetorisch gestellten Frage übrigens:
"Wieso denkt er, dass Frauen bei Kritik weinen?"

Vermutlich weil oft so erlebt. Ich übrigens auch. Würde gerne wissen obs ne Studie dazu gibt, die das untersucht hat. (Sprich die Fragestellung, ob Frauen bei Kritik öfter weinen als Männer)
Übt halt schon starken Druck auf den Kritisierenden aus, wenn das passiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
herumnöler 15.06.2015, 18:22
16. Jawohl! Sexistisch!

Denn Frauen in Naturwissenschaften SIND nun einfach anders als Maenner. Sie sind ueberhaupt anders. Wir lernen das ja sogar schon im Sexualkundeunterricht in der Schule.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
werterweiser 15.06.2015, 18:24
17. perverse Zeiten

eine Frau kann ohne jedwede Konsequenzen #killallmen zwischern, wird sogar noch verteidigt in ihrer Irrationalität, aber wehe ein 73!!! jähriger NOBELPREISTRÄGER sagt etwas, denn muss man natürlich sofort absägen.
Das ironische ist ja das Feministen immer noch vom Patriarchat phantasieren

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Geisterkarle 15.06.2015, 18:24
18. Bitte was!?

Hat die Autorin eigentlich irgendeine Ahnung von Tim Hunt, oder woher kommt diese Unterstellung:

"die einen Mann mit möglicherweise ziemlich fragwürdigen Vorstellungen von Frauen so lange getragen hat, bis der öffentlich aus der Rolle fiel."

Alles was ich höre, sind eher Frauen, die von ihm unterstützt wurden und er allgemein sich unglaublich gut für seine Studenten (das ist Neutrum) eingesetzt und sich für sie Zeit genommen hat!
Übrigens: Seine Ehefrau ist ebenso Professorin! Klar, man hat was gegen Frauen im Wissenschaftsbetrieb, deshalb heiratet man auch gleich eine von denen ...

Das war Hexenjagd auf jemanden der nen schlechten Witz gemacht hat!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
lothar.adam.18 15.06.2015, 18:24
19. Völlig übertrieben!

"und wenn du sie kritisierst, fangen sie an zu heulen" - Nur diese Passage könnte der Angelhaken sein, an dem die Kritik einsetzte. - Sorry, aber da fehlt mir nun jedes Verständnis. Auch dafür, dass man seitenweise Artikel zu diesem Thema verfasst. Auch dafür, dass man einen verdienten Wissenschaftler deswegen entlässt. Die Unkenntnis über die "Finessen politischer Korrektheit" zerstört einen Menschen - das ist in der Tat grausam und ungerecht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 44