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Sexuelle Aufklärung: Sind Nazis gegen Sex?
Attila Husejnow/ SOPA Images/ Getty Images

Es gibt das Klischee, dass Rechte prüde und verklemmt sind. Doch wenn sie vor sexueller Verdorbenheit warnen, haben sie dabei vor allem alles Queere im Sinn, was nicht direkt der Fortpflanzung dient.

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banjo1071 22.10.2019, 17:49
1. Schwer zu sagen

In Polen kommt natürlich die tiefe Religiösität hinzu. Solchen Zusatänder gibt es auch in anderen Staaten, in denen Kirche/Religion und Staat so symbiotisch miteinander verbunden sind. Obwohl nicht rechts regiert (im klassischen Sinne) glaube ich nicht, das es im Iran, konservativen Schulen in Israel oder in gewissen Ländern in Südamerika irgendwie gross anders ist.

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stumpen89 22.10.2019, 17:58
2. Machtpolitik

Die Ablehnung sexueller Aufklärung und Selbstbestimmung ist eine weitere Ausformung rechtsextremer Machtpolitik. Die neue Rechte hat in ihren Augen das Deutungsmonopol, sie entscheidet, was richtig ist und was falsch. Und wenn man sexuelle Vielfalt als 'widernatürlich' ablehnt, übt man damit selbstverständlich Macht über Menschen aus, die diesem Ideal nicht entsprechen. Es geht, wie immer bei Neonazis, Faschisten und Rassisten darum, Macht über andere Menschen auszuüben. Denn nur wer aufgeklärt und informiert ist, kann über die eigene Sexualität frei bestimmen. Und freie Menschen, egal in welchem Bereich, sind den Rechten ein Dorn im Auge, weil man über sie keine Macht mehr ausüben kann. Deshalb lehnen Rechte und Rechtsextreme Vielfalt im Allgemeinen und sexuelle Vielfalt im Speziellen ab.

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spon_4_me 22.10.2019, 17:59
3. Das Geschäftsmodell

von Frau Stokowski ist sagenhaft. Irgendein Publizist oder irgendeine Journalistin behauptet irgendetwas, dann - sofern es einem in den ideologischen Kram passt - ist es keine Meinung, die man mehr oder minder kritisch hinterfragen sollte, sondern: Es stimmt (sonst ist es eine isolierte rechtsextrem-faschistisch-toxisch-maskuline Meinung alter weißer Männer). Eine faszinierende geistige Parthenogenese, bei der es reicht, dass die AfD einen Wort benutzt, um es zum „Kampfbegriff“ zu machen und im Empörungsgedärm zu verwursten. „Frühsexualisierung“ thematisiert natürlich eine nicht altersgerechte Vermittlung von Sexualität, was der verlinkte Artikel auch gut darstellt; also etwa, wenn 9jährige alles über Analverkehr und nichts über die Struktur männlicher und weiblicher Geschlechtsorgane wissen. Themen werden nicht dadurch kontrovers oder auch nur rechts, weil ungebildete AfD-Spacken sie kontextfrri verwenden. Und das „Klischee vom generell sexfeindlichen Nazi“ kommt doch auch auch Margaretes Eigenanbau, oder - brauchen wir noch mehr ausser Verbrechen und Hetze, um es diesen Leuten vorzuwerfen? Jetzt sind sie auch noch frigide. Pennälerschenkelklopfer wie: Dem Führer war keiner gewachsen? Aber Dank für den Bericht von der polnischen Aufklärungsfront - ich war immer misstrauisch bei einem Land, deren Ministerpräsidentin (!) Schittklo hieß. Wie sich zeigt zu Recht.

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igel-online 22.10.2019, 18:05
4. Vielleicht

liegt ja schlicht in sexueller Verklemmtheit die panische Angst vieler Rechtsextremisten vor einer „Ethnomorphose“ begründet. Weil sie sehen, dass andere auf dem Gebiet der Fortpflanzung erfolgreicher sind, als sie selbst. Mal an Therapie gedacht?

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bangkobangko 22.10.2019, 18:09
5. Etwas weit hergeholt

Mein Eindruck ist, dass Nazis soviel und so gerne Sex haben, wie andere auch. Vor allem lassen sie andere damit in Ruhe.
Ganz anders hingegen die Christen und ihre Kirche. Bei denen ist es fast schon eine Obsession, sich in dir Angelegenheiten von anderen einzumischen. Allen voran ihr imaginärer Freund der bei allem zusieht. Meinem Empfinden nach einfach nur abartig und pervers.

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Brathering 22.10.2019, 18:09
6. Das hat Tradition

Schon 1936 wurde in Deutschland die Reichszentrale gegen Abtreibung und Homosexualität gegründet. Mit dem Ziel alle Feinde des positiven Bevölkerungswachstums zu bekämpfen. Leuchtet doch ein, schließlich braucht so eine Ideologie viele Soldaten
Ein weiterer Grund dürfte in der Natur von Männerbünden liegen, egal welcher Ideologie oder Religion. Da sich einige der Nähe oder dem Umgang zum eigenen Geschlecht schämen aber trotzdem nicht darauf verzichten wollen, will man wenigstens über die Homophobie einen bestimmten äußeren Schein wahren.

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archetypus 22.10.2019, 18:14
7. Macht das eigentlich Spaß …

… sich an Klischees abzuarbeiten oder ist das heutzutage nötig, um im zunehmend beschränkten Pseudo-Leitmedium überhaupt noch Akzente zu setzen? Saugt sich die Autorin gerade einfach nur irgendwas mit Sex und Nazis aus dem Griffel oder wird hier "Mein Kampf mit potenziellen Nichtigkeiten" auf BILD-Tauglichkeit angetestet? Sinnloses Geschreibe!

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Veritas!! 22.10.2019, 18:15
8. Fragen Sie mal die Kinder Alleinerziehender

Fragen Sie mal die Kinder Alleinerziehender, was sie von der sexuell liberalisierten Gesellschaft halten.

Komisch auch, dass die Linken bei Wirtschafts- und Finanzthemen immer gegen freie Märkte und für Umverteilung, aber bei Partnerschaften und Sex immer für den freien Markt und gegen Umverteilung sind.

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Ayanami 22.10.2019, 18:17
9. Richtig

Jedes autoritäre Regime möchte Sexualität für seine Zwecke instrumentalisieren. Die Kirche nutzt das genauso. Oft meckere ich ja mit Margarete, aber diesmal hat sie einen guten Beitrag geleistet. :)

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