Forum: Kultur
Sieg des Entertainments: Unsterblich im Netz

Klicks statt Applaus: Für die Generation der YouTuber sind Abrufe eine Selbstbestätigung, durch die sie sich unsterblich fühlen. Warum sollten sie da noch gegen Missstände in der Welt protestieren?

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blueberryhh 05.09.2015, 16:07
1. andreaskahl@web.de

na ja, so richtig neu ist das ja nicht, was sie hier schreiben. Das gabs in ähnlicher Form (mit anderen Mitteln) doch schon immer. Und was ist gegen etwas "Berühmtheit" und sich gut fühlen einzuwenden? Gar nichts, oder?

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claus_debold 05.09.2015, 16:10
2. weiter so,

Frau Berg. Einst hatte ich mich eingeschossen auf sie, denn ihre männerabsorbierenden Kommentare machten mir Unbehagen und .....na ja. Irgendwann bat ich sie in einem Kommentar, ihre Fähigkeiten doch bitte für Themen einzusetzen, die ihrer Qualität gerecht werden, denn sie haben eine seltene Fähigkeit, den Finger auf die Spitzen der sozialen Eisberge zu legen (und diese hoffentlich hi und da zum Kippen zu bringen). Sie sind wichtig, weil das wichtig ist, wie und worüber sie schreiben, denn ihre Themenwahl wird immer besser und genauer. Ich stimme diesem Artikel voll und ganz zu.

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secret77 05.09.2015, 16:15
3.

Wirklich ohne Ihnen jetzt blöd kommen zu wollen Frau Berg, aber wie geht es dann dann online Redakteuren, zumal mit eigener Kolumne? SPON lässt da ja nichts verlautbaren, aber sind die Klicks nicht auch (mit-) entscheidend für Sie? Wie weit verändert die viel direktere Art des Publizierens die "Wahrheit" im eigenen Text? Gibt es einen "Klick-Wettbewerb" unter den Kolumnisten? Werden Leser bewusst zu mehr Klicks provoziert? Kann Journalismus - in Europa - heutzutage überhaupt noch "wehtun oder sit das auch nur eine Seite des "Popgeschäfts"? Und viele andere Fragen tun sich auf... Eine Diskussion darüber mit Journalisten wäre wirklich mal sehr spannend fände ich.

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kenny_powers 05.09.2015, 16:55
4. Very strange

Klar, in einer arbeitsteiligen Welt erarbeitet sich niemand seinen Wohlstand alleine. Diese Erkenntnis gilt selbstverständlich auch für unsere Gesellschaft. Ob Schriftsteller oder Journalisten, keiner von denen backt sein Brot selbst, asphaltiert mal nebenher die Straßen, ohne die unsere auf Mobilität ausgerichtete Wirtschaft in nullkommanichts zusammenbrechen würde oder baut die Autos, mit denen er dieselbigen befährt. Dass in Afrika nicht dieselben Gehälter gezahlt werden wie in Europa ist ja auch eigentlich nicht schlimm, ist doch die Kaufkraft des Einkommens entscheidend, und nicht die absolute Höhe. Ich denke auch, dass wir nicht so sehr auf Kosten Afrikas oder SO-Europas leben, sondern vielmehr auf Kosten der Näherinnen in Bangladesh und der zahllosen Wanderarbeiter in China.

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turtel-elch 05.09.2015, 17:02
5. eine Frage der Sichtweise

Keine dieser von Ihnen angesprochenen, fragwürdigen Gestalten auf Youtube wäre auch nur ansatzweise "berühmt", wenn es nicht auch die Millionen, offensichtlich stark gelangweilten, Jugendlichen gäbe, die Ihren "Idolen" und "Stars" ihre so wertvolle Zeit schenken.

Diese jungen Leute sind es, die den fragwürdigen Inhalten des Fernsehens den Rücken kehren und sich ihre Unterhaltung nun selbst aussuchen. Bedauerlicherweise liegt das Niveau der aktuellen Angebote auf Youtube&Co (wenn überhaupt) nur geringfügig über denen des TVs.

Aber es gibt auch durchaus positive Signale aus diesen Streaming-Medien zu verzeichnen. Leute wie z.B. Brady Haran ("Sixty Symbols", "Periodic Videos", ...), Michael Stevens ("Vsauce") oder Derek Miller ("Veritasium") nutzen Youtube, um durchaus bildende Inhalte zu vermitteln. Im deutschsprachigen Bereich seien Harald Lesch und Josef M. Gaßner ("Urknall, Weltall und das Leben") zu erwähnen.

Es benötigt eben auch eine gewisse Pioniersarbeit um die heutige Jugend aus ihrer Pubertäts-Lethargie abzuholen.
Die angesprochenen Positivbeispiele belegen klar, dass im Internet auch mit inhaltlich wertvollen Formaten Erfolge ("Klicks") erzielt werden können.
An dieser Stelle müssen wir "älteren" Generationen sowie Anstalten mit Bildungsauftrag aktiver werden.
Vielleicht suchen sich Jugendliche dann auch andere Idole.

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nofreemen 05.09.2015, 17:17
6. schau mir in die Augen kleines......

Frau Berg, dieser Beitrag darf man durchaus mit erhobenem Haupt so darlegen ohne sich verstecken zu müssen. Kurz gesagt, gut geschrieben für eine Schweizerin. Trotzdem drückt darin mehr deutsches durch und das ist gut so. Denn die Schweizer leben ohnehin in einem abgeschotteten Berge- Kosmos. Mit diesem Artikel haben sie gezeigt, dass Sie kein Brett vor dem Kopf haben und Berlin ihnen gut tut (hoffe ich mal). Darum; Daumen Hoch für diesen Artikel. Die Jugendlichen von Heute sind tolle Menschen, voller Hoffnung und sie drücken es aus mit Mittel die wir ihnen überlassen haben. Morgen wird es wieder anders sein, aber eines wird immer gleich bleiben; nämlich die Tatsache das die Hoffnung zuletzt stirbt.

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kenny_powers 05.09.2015, 17:31
7. Schade

Also ein neuer Versuch. Die Menschen, die zur Zeit versuchen, zu uns zu kommen, sind eben nicht diejenigen, auf deren Kosten wir aus meiner Sicht leben. Deshalb halte ich den Erklärungsversuch des Artikels für unzureichend. Ja, wir müssen unseren Wohlstand stärker teilen, aber ich bin nicht der Meinung, dass DE deshalb Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen sollte. Es ist vermessen, wenn ein 80-Millionen-Land glaubt, die Welt im Alleingang retten zu können.

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moemors 05.09.2015, 17:32
8. Wenn sie...

sich politisch äussern wollen, machen sie es doch bei einem Thema das auch passt. Von YT Klicks auf Kolonialisierung zu kommen ist meiner Meinung nach einfach nur komplett verfehlt bei dem Thema und passt überhaupt nicht in den Artikel...

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seeledestigers 05.09.2015, 18:10
9. Berühmt sein, bedeutet

Wer von der Durchschnittlichkeit abweicht oder Veränderungen der Öffentlichkeit verpasst fällt aus dem Raster: Ende des Ruhms. Nur wenige sind auch dauerhaft durchschnittlich.

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