Forum: Kultur
Sind Islam und Moderne vereinbar?

Auch Religionen unterliegen dem Wandel, werden reformiert und passen sich in Lehre und Praxis dem Leben an. Häufig wird dem Islam das Verharren in nicht zeitgemäßen Forderungen und Inhalten vorgeworfen, was zu Konfrontationen und Missverständnissen führt. Sind Islam und Moderne vereinbar?

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Kontra 18.12.2010, 10:04
1.

Zitat von sysop
Auch Religionen unterliegen dem Wandel, werden reformiert und passen sich in Lehre und Praxis dem Leben an. Häufig wird dem Islam das Verharren in nicht zeitgemäßen Forderungen und Inhalten vorgeworfen, was zu Konfrontationen und Missverständnissen führt. Sind Islam und Moderne vereinbar?
Religion ist was für's Mittelalter und hat in der Moderne nichts zu suchen und der Islam im Besonderen, Prädikat besonders rückständig.

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Klapperschlange 18.12.2010, 10:15
2. ja und nein

Zitat von sysop
Auch Religionen unterliegen dem Wandel, werden reformiert und passen sich in Lehre und Praxis dem Leben an. Häufig wird dem Islam das Verharren in nicht zeitgemäßen Forderungen und Inhalten vorgeworfen, was zu Konfrontationen und Missverständnissen führt. Sind Islam und Moderne vereinbar?
Nach unseren Politikern, ja, nach Volkes Meinung, nein!

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muhareb 18.12.2010, 10:38
3.

Zitat von Klapperschlange
Nach unseren Politikern, ja, nach Volkes Meinung, nein!
Die Frage war ob Islam und Moderne vereinbar sind, nicht was irgendwelche Leute dazu meinen.

Die Frage ist nun eigentlich gar nicht zu beantworten, solange man "Moderne" nicht definiert. Sind doch Organistionen wie die "Muslimbruderschaft" auch eben Ergebnis der Moderne, und, noch wichtiger, übernehmen sie ja auch Ideolgien der Moderne wie den Antisemitismus, vermischen ihn mit koranischen Versatzstücken und haben ein Amalgam, dass theoretisch nicht weniger eliminatorisch antisemitisch ist wie der Nationalsozialismus, alleine die Möglichkeiten fehlen. Aber da wird ja auch -nicht zuletzt mit Hilfe der deutschen Wirtschaft, dran gearbeitet.

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++arthur 18.12.2010, 10:45
4. Ist Religion Privatsache?

Klar, müssen die Menschen mit sich selbst ausmachen. Bis jetzt wirkt der von Menschen in der Öffentlichkeit vertretene, propagierte Islam aber für mich noch Rückständig. Liegt vielleicht auch an einer verzerrten Mediendarstellung. Allerdings sind die Länder in denen "streng nach dem Islam" gelebt wird für mich abstoßend.

Man sollte hier in Deutschland auch endlich anfangen Religion & Staat zu trennen.
Ein Vorschlag: nur noch einen gemeinsamen Ethikunterricht statt verschiedene Religionsunterrichte. Das könnte man noch damit kombinieren, dass Religionsunterrricht, in der Form wie er jetz existiert, nur noch als freiwilliges Zusatzfach oder später 8./7. klasse als Wahlfach unterrichtet wird. An Grund-, Haupt-, Realschulen & Gymansien. Theologisches Studium könnte so trotzdem angestrebt werden.
Die klassen 2.3.4., in denen die Kinder noch sehr jung sind, sind stark prägend.
Religion würde durch diesen Vorschlag nicht austerben. Und in dem neuen gemeinsamen Ethikunterricht könnten trotzdem die schönen/moralischen Lehren aus Bibel, Koran, Tanach gelehrt werden. Ohne auf irgendwelche Konflikte eingehen zu müssen. Kirchengang (am Schulanfangjahr) freiwillig!

und noch folgendes
"Diese schleichende Rechristianisierung der Politik läuft unserer Verfassung zuwider. Ein weltanschaulich neutraler Staat muss zwischen religiösen Fragen einerseits, ethischen Fragen andererseits präzise unterscheiden. Erinnert sich noch jemand, dass die Demokratie gegen den erbitterten Widerstand der Kirchen erkämpft wurde? Menschenwürde ist eben keine Erfindung des Christentums, sondern geht auf die antiken Stoiker zurück. Und die Menschenrechte wurden in der Französischen Revolution gegen eine »gottgewollte« Monarchie durchgesetzt. Noch bis in die 1950er Jahre nannten deutsche Kleriker die Menschenrechte eine »liberalistische Verirrung«, und Papst Benedikt spricht von einer bloßen »Lehre«."
http://www.zeit.de/2010/44/Das-ist-mir-heilig

PS: Ansonsten möcht ich mich noch allen Religionskritikern anschließen. Und sagen: Die Kirche war schon immer der Feind der (modernen) Wissenschaft.

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fâni 18.12.2010, 11:13
5. .

Die Muslime nennen die Zeit des Propheten "Asr-saadat" - "Zeit der Glückseeligkeit".
Islamische Gesellschaften brauchen sich der Moderne nicht anzupassen. Sie müssen sich auf ihre islamischen Wurzeln besinnen, auf die reine Lehre des Quran und der Hadithen. Sie müssen sich ihrer Diktatoren entledigen, natürlich auch die Besatzungsmächte loswerden, sich vom Wahabbismus distanzieren und endlich dem Rat des Propheten, sich nicht aufzuspalten (oder aufspalten lassen), sondern sich zu einen, folgeleisten.

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Kontra 18.12.2010, 11:43
6.

Zitat von fâni
Die Muslime nennen die Zeit des Propheten "Asr-saadat" - "Zeit der Glückseeligkeit". Islamische Gesellschaften brauchen sich der Moderne nicht anzupassen. Sie müssen sich auf ihre islamischen Wurzeln besinnen, auf die reine Lehre des Quran und der Hadithen. Sie müssen sich ihrer Diktatoren entledigen, natürlich auch die Besatzungsmächte loswerden, sich vom Wahabbismus distanzieren und endlich dem Rat des Propheten, sich nicht aufzuspalten (oder aufspalten lassen), sondern sich zu einen, folgeleisten.
Grusel, Islam ist Diktatur oder werden in Ihren islamischen Gesellschaften der Glückseeligkeit auch Ungläubige leben können, wer sich nicht anpasst geht unter, Sie könnten Ihren glückseeligen Stuss hier nicht verbreiten wenn es die Moderne und den Westen nicht geben würde, keiner bräuchte euer Erdöl, keine Autos, keine Flugzeuge , kein Internet nur in Armut lebende, früh sterbende ungebildete Glückseelige.

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fâni 18.12.2010, 11:54
7. .

Zitat von Kontra
Grusel, Islam ist Diktatur oder werden in Ihren islamischen Gesellschaften der Glückseeligkeit auch Ungläubige leben können, wer sich nicht anpasst geht unter, Sie könnten Ihren glückseeligen Stuss hier nicht verbreiten wenn es die Moderne und den Westen nicht geben würde, keiner bräuchte euer Erdöl, keine Autos, keine Flugzeuge , kein Internet nur in Armut lebende, früh sterbende ungebildete Glückseelige.
Das Erdöl hat den Muslimen nichts als Unglück gebracht. Armut ist eine große Tugend. Diesen Gedanken kann man natürlich nicht verstehen, wenn man nichts anderes als Konsum, Konsum und nochmal Konsum kennenglernt hat.
Zum Früh sterben: ein Muslim glaubt, dass sein Todeszeitpunkt schon vor seiner Geburt feststeht. Sie überschätzen die Werke, die von Menschenhand gemacht werden, wenn sie denen Eigensachaften wie "Hinausschieben können des Todes" andichten.
Sie werden die Tiefe des Islams nicht mit der eurozentrischen Denkweise erfassen können.

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muhareb 18.12.2010, 13:15
8.

Zitat von fâni
Das Erdöl hat den Muslimen nichts als Unglück gebracht. Armut ist eine große Tugend. Diesen Gedanken kann man natürlich nicht verstehen, wenn man nichts anderes als Konsum, Konsum und nochmal Konsum kennenglernt hat. Zum Früh sterben: ein Muslim glaubt, dass sein Todeszeitpunkt schon vor seiner Geburt feststeht. Sie überschätzen die Werke, die von Menschenhand gemacht werden, wenn sie denen Eigensachaften wie "Hinausschieben können des Todes" andichten. Sie werden die Tiefe des Islams nicht mit der eurozentrischen Denkweise erfassen können.
Ogottogott. Armut ist also ein große Tugend. Das ist ja gerade das Elend, dass dieser Satz, der direkt aus der islamistischen Elendsverwaltung stammt, auch im Westen mehr und mehr an Einfluss gewinnt. Es ist ja nicht nur so, dass den islamistischen Organisationen hier immer mehr an Einfluss gegeben wird, auch die Inhalte werden unauffällig, nach und nach übernommen.

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elli pirelli 18.12.2010, 15:27
9. Reform

Natürlich ist theoretisch jede Religion reformierbar – ob das mit einer Religion klappt, die wie der Islam den Koran und die Scharia als „göttlich” und damit über jede Kritik erhaben und vom Menschen unantastbar betrachtet darf man doch sehr wohl bezweifeln.

Insbesondere, wenn diesbezüglich kein Druck auf die öffentlichen Vertreter des Islams, die Islamverbände, ausgeübt wird, die Religion so zu reformieren, dass sie z. B. mit dem Grundgesetz, den Menschenrechten und der Gleichberechtigung zu vereinbaren ist, was leider in Europa nicht passiert.

Interessant in diesem Zusammenhang sind die
10 Fragen an den Islam von Rainer Grell:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.p..._an_den_islam/

und ein Artikel über den Rassismus der Antirassisten:
und http://www.perlentaucher.de/artikel/3594.html

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