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So war der ESC: Lederjacke douze points
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Deutschland ist erster von hinten, die Ukraine gewinnt. Zu Recht? Die Show im Überblick.

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ahoiiiiiiii 15.05.2016, 13:30
130. Der Siegertitel 1944 war nicht günstig für Deutschland.

Zitat von Ishibashi
...hat den ersten Platz absolut verdient. Wenigstens nicht der übliche Einheitsbrei sondern innovativ. Dass man den Text größtenteils nicht verstehen konnte sehe ich eher als Vorteil.
Im Gegenteil, wer den Text nicht verstehen konnte hat bei dem Jahr 1944 wohl eher an die Nazis gedacht als an die Stalinisten. Das war schon von daher kein guter Tag für Germany.

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dasAndi 15.05.2016, 13:49
131. Ikea und H&M

Ich kam mir vor wie bei Ikea und H&M.
Viel antiseptische teflonbeschichtete Songs aus schwedischer Produktion. Aufgeblasen mit optischen und musikalischen Effekten. Glaubwürdig war fast kein Vortrag für mich.
Nur:
Jamala für die Ukaine
Amir für Frankreich
Zoe für Österreich
Barei für Spanien
Justs für Lettland

Die Luftnummer des Abends war für mich Schweden. Sowas haben Firmen in der Warteschleife damit die Kunden auflegen.

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Bürger Icks 15.05.2016, 17:09
132. Armes Mädchen...

...musste sich zum Asia-Pop Clown machen in der englischen Sprache, um für Deutschland beim EUROvision Song Contest anzutreten. Irgendwie absehbar, oder?

Diese Auswahl hat übrigens den leichten Beigeschmack von 70jährigen hat, die partout nicht erwachsen werden wollen.

Aber wahrscheinlich hat man einfach keinen erwachsenen Menschen mehr gefunden, der sich nach letztem Jahr das noch antun wollte, vor allem wenn man mitbekommen hat, wie die letztjährige Teilnehmerin danach vom tollen Team fallengelassen wurde.

Keine Punkte, keine Kekse...

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tu.felix.austria 16.05.2016, 23:23
133. Jamie-Lees Abschneiden

Zitat von fördeanwohner
Entschuldigung? Aber natürlich sind viele andere EU-Staaten unsolidarisch. Und wir dürfen das auch sagen, denn wir haben sehr viele Flüchtlinge aufgenommen. Österreich ja auch. Sie haben wir eigentlich nie gemeint, wenn wir uns über diese Unsolidarität gemeckert haben, obwohl es jetzt doch politisch leider unschöner wird in Ihrem tollen Land. Schade. Soll man Ihren Beitrag nun als repräsentativ bezüglich Jamie-Lees Abschneidens betrachten? Ja? Dann wäre das ziemlich unfair. Zeigt aber dann auch, wie viele Menschen in der EU so drauf sind. Und zwar nicht konstruktiv.
Solidarität ist etwas, das aus freien Stücken gegeben wird: Man "erklärt sich mit jemandem solidarisch", und nicht "wird solidarisch erklärt" - die Anzahl der selbst aufgenommenen Flüchtlinge hat damit nichts zu tun. Das gilt innerhalb Deutschlands (wo die Bevölkerung ja auch nicht gefragt wurde), genause wie zwischen Deutschland und den anderen EU Staaten.
Deutschlands Verhalten in der Flüchtlingskrise zeigt, daß man fest überzeugt sein kann, das Richtige zu tun, und trotzdem alles falsch machen kann (die DDR läßt grüßen). Das ist der Unterschied zwischen Real- und Gesinnungspolitik.
Bzgl. des Song Contests und des deutschen Beitrags: Ich wollte zum Ausdruck bringen, daß wohl beide Erklärungen zusammen den erneuten letzten Platz erklären: Ja, Beitrag & Auftritt waren nicht besonders, und ja, Deutschland hat seit 2010 wohl eher keine Bonuspunkte bei seinen Nachbarn gesammelt. Wie sehr manche Poster hier beides negieren, macht mehr Sorge, als das Ergebnis der ersten Runde der österreichischen Bundespräsidentenwahl...

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fördeanwohner 16.05.2016, 19:03
134. -

Zitat von tu.felix.austria
Solidarität ist etwas, das aus freien Stücken gegeben wird: Man "erklärt sich mit jemandem solidarisch", und nicht "wird solidarisch erklärt" - die Anzahl der selbst aufgenommenen Flüchtlinge hat damit nichts zu tun. Das gilt innerhalb Deutschlands (wo die Bevölkerung ja auch nicht gefragt wurde), genause wie zwischen Deutschland und den anderen EU Staaten. Deutschlands Verhalten in der Flüchtlingskrise zeigt, daß man fest überzeugt sein kann, das Richtige zu tun, und trotzdem alles falsch machen kann (die DDR läßt grüßen). Das ist der Unterschied zwischen Real- und Gesinnungspolitik. ...
Warum man nicht sagen darf, dass viele europäische Länder nicht solidarisch mit Flüchtlingen aus z.B.Syrien sind, verstehe ich nicht.
Realpolitik ist machbare Politik. Und Europa ist reich, d.h. es kann sehr viele Flüchtlinge nach wirtschaftlicher Situation der einzelnen unter seinen Staaten aufteilen. Es war keineswegs falsch, eine Millionen Menschen in Deutschland aufzunehmen. Aber natürlich konnte es nicht endlos so weitergehen, da es ja daraufhinauslief, dass wir quasi alle Flüchtlinge hätten aufnehmen müssen, da andere Staaten gegenüber Muslimen ja eine geradezu paranoide Einstellung aufweisen.
Das werde ich auch in Zukunft laut sagen. Es ist unsolidarisch und unchristlich. Und diejenigen, die sich auch noch auf ihre ach so christlichen Wurzeln berufen, sind am übelsten.
Wir sind nicht fehlerfrei, aber wir haben es immerhin versucht.

Im Moment macht mir Europa Sorgen. Dieses "Patriotische" ist der Weg zurück in die Vergangenheit. Es geht uns eben zu gut, da machen wir uns wohl unsere eigenen Probleme, wozu dann u.a. seltsame Abstimmungen beim ECS gehören. Ich habe mir das anders vorgestellt: MEHR Europa.
Und da würde man dann einfach für den Song beim ESC abstimmen, der einem am besten gefällt. Das werde ich in Zukunft auch weiterhin tun.

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Roland70 17.05.2016, 19:12
135. Nichts gegen Jurys, aber ...

Grundsätzlich finde ich die Idee, das Voting eines Landes zur Hälfte aus dem reinen Publikumsgeschmack und zur Hälfte aus dem Urteil einer Jury aus musikalischen Fachleuten (!) zusammen zu setzen, gut.

Wer aber in den letzten Jahren mitbekommen hat, wer z. B. in den deutschen Jurys saß, und was für musikalische Geschmacksverirrung da vorherrschte, muss an dem Konzept zweifeln.

Wieso z. B. kam bei den Jurys in der Regel das enervierende, harmonisch eintönige, schrille Gekreische des australischen Rauschgoldengels (SILENCE!!!!!!) so gut an, wieso das Geschrei der armenischen Kandidatin, die wirklich kaum einen Ton traf?

Über die Qualitäten des sauber gesungenen, aber auch langweilig-glatten russischen Beitrags kann man sich durchaus streiten - das schwedische Siegerlied vom letzten Jahr war auch nicht besser.

Insofern waren wir schlicht erleichtert, dass weder Australien noch Russland gewonnen haben, sondern die musikalisch höchst anspruchsvolle, sehr gut gesungene ukrainische Nummer - wenn auch der Wohlfühlfaktor gering war.

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JoachimFranz 18.05.2016, 05:23
136. Miss Sophie was amused

Same procedure as last year? Same procedure as every Contest, James!
Miss Sophie hat mir gerade erzählt, es ist jedes Jahr mit dem ESC das Gleiche. Zwei Dutzend Interpreten treten an, Deutschland verliert und anschließend wird im Spon über das Voting gemeckert.
War auch wieder die deutsche Politik schuld. Diesmal Merkel mit ihrer Flüchtlingspolitik, mit der sie unser Ansehen in Europa und der Welt ruiniert hat. Was waren wir 2010, im Lena-Jahr, in Europa noch so beliebt. Dabei fällt auf, dass Deutschland in Europa und der Welt immer dann angesehen war, wenn gerade Stefan Raab beim ESC am Werk war. Erstaunlich. Der Mann hätte Botschafter oder Außenminister werden sollen. Kommt vielleicht noch. Raab tut ja alles.
Der ESC hat sich aber schon verändert. Früher gab es beim reinen Televoting wenigstens noch klare Verhältnisse. Die serbische Minderheit in Kroatien rief für das Mutterland Serbien an, die russische Minderheit in Lettland für Väterchen Russland, unsere Deutschtürken wussten auch wo ihre Wurzeln sind, und unsere Mallorca-Urlauber taten ebenfalls ihre vaterländische Pflicht. Und dann kamen die Jurys, damit dieses Punktegeschiebe keine so große Rolle mehr spielt. Aber nun zeigt sich, wie politisch indoktriniert diese Jurys sind. Vielleicht sogar von russlandfeindlichen Mächten bestochen. Unsere Sarah, Namika, Boss und Hoss, allesamt.
Miss Sophie meint allerdings, es hat lediglich der beste Beitrag gewonnen. Die Ukrainerin habe eine viel stärkere Stimme gehabt als unsere Jamie. Miss Sophie war von dem Lied so ergriffen, dass sie sogar Gänsehaut bekommen hat. Den deutschen Beitrag dagegen hat sie nicht so ganz verstanden. Warum trug Rotkäppchen denn blau? Und warum trat der böse Wolf nicht aus dem Wald? Dabei habe ich eher mit einem Werwolf gerechnet. Immerhin es war Vollmond.

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