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Sonnenbrillen-Design: Mal was Schönes fürs Auge
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Eine Sonnenbrille ist eine Sonnenbrille, unverbesserbar, perfekt. Denkt man. Doch der Sommerklassiker wird von Designern immer weiter veredelt. Alles Wichtige über die dunklen Gläser - hier bekommen Sie den Durchblick.

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01099 25.07.2012, 12:10
1. Man(n)

kauft sich doch sowieso jede Saison eine neue Sonnenbrille, die dann wieder irgendeinem blöden Trend entsprechen muss. Leider bildet sich aber immer noch jede(r) ein, extragroße Sonnenbrillen seien schick und man ist von Horden von Holly Golightlys oder Stubenfliegen umgeben. Für mich hat sich diese Mode längst erledigt.
Diese Flexibrillen sind doch wieder nur ein neues Gadget für die Generation " iphone", die beim Essen spart, aber auf jeden Hype hereinfällt. Anstatt sich mal am Riemen zu reißen und achtsam durch die Welt zu gehen, damit die Brille nicht durch Daraufsetzen zerstört wird, arbeitet man der Bequemlichkeit noch zu. Ich habe mich genau EINMAL auf meine Alain Mikli-Sonnenbrlle gesetzt und danach nie wieder auf irgendeine. Wer noch eine Vorstellung von "Wert" - ideell wie materiell - hat, dem passiert so etwas nicht.
Überdies möchte ich nicht wissen, wie die Kunststoffgläser nach einer Woche aussehen, wenn ich ständig in die Arschtasche stecke und wieder herausziehe. Das machen nicht einmal Lunettes mit echtem Glas lange mit.
Ich sag's ja: überteuertes Gadget für eine Saison.

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cobobka 25.07.2012, 12:32
2.

Zitat von 01099
.... und man ist von Horden von Holly Golightlys oder Stubenfliegen umgeben. Für mich hat sich diese Mode längst erledigt.
Ich denke immer, wenn ich Leute mit den Monsterbrillen sehe, an Puck, die Stubenfliege, aus "Biene Maja". Mit Sonnenbrillen halte ich es wie mit Klamotten: zeitlose Eleganz, die man unabhängig von der jeweiligen Mode tragen kann. Das schont die Ressourcen und man macht sich nicht zum Sklaven der Modekasper. Wenn ich sehe, dass Leute 200 Euro für eine Jeans ausgeben, die aussieht, wie von der Müllhalde, frage ich mich, warum sie sich nicht eine für 2 Euro in der Kleiderkammer kaufen, sie noch ein bisschen im Dreck wälzen und mit der Drahtbürste rübergehen, wenn Löcher in den Hosen gerade Mode sind.

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deSelby 25.07.2012, 12:37
3. Sonnenbrillendesign...

...erscheint mir eine Designsparte zu sein, in der noch vieles zu tun ist. Ich habe trotz Suche in fast jedem Sommer noch nie eine Sonnenbrille gesehen, von der ich bereit gewesen wäre, sie mir aufzusetzen.

Brillen die entspiegelt oder so dunkel sind, daß man die Augen des Trägers nicht sieht, gehen gar nicht. Ich empfinde solche Brillen, gerade in einer Gesprächssituation, als schlicht schlechtes Benehmen: Augenkontakt ist eine der Grundlegenden Rückmeldefunktionen in der menschlichen Kommunikation, diese mit einer Sonnenbrille zu unterbinden ist in hohem Maße unhöflich.

Und nahezu alle "Pilotenbrillen" sind Designtechnisch einfach peinlich...

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01099 25.07.2012, 12:54
4.

Zitat von cobobka
Ich denke immer, wenn ich Leute mit den Monsterbrillen sehe, an Puck, die Stubenfliege, aus "Biene Maja". Mit Sonnenbrillen halte ich es wie mit Klamotten: zeitlose Eleganz, die man unabhängig von der jeweiligen Mode tragen kann. Das schont die Ressourcen und man macht sich nicht zum Sklaven der Modekasper. Wenn ich sehe, dass Leute 200 Euro für eine Jeans ausgeben, die aussieht, wie von der Müllhalde, frage ich mich, warum sie sich nicht eine für 2 Euro in der Kleiderkammer kaufen, sie noch ein bisschen im Dreck wälzen und mit der Drahtbürste rübergehen, wenn Löcher in den Hosen gerade Mode sind.

Jean Cocteau hat einmal gesagt: "Mode ist heiliggesprochene Dummheit" und das trifft die beschriebenen Phänomene recht gut.
Ich bleibe lieber bei Modemachern wie Jil Sander und Paul Smith und eben z.B. bei klassischen Schuhen aus England, weil die einfach gut für die Füße sind und bei guter Pflege fast ein Leben lang halten. Das ist kein Geiz, sondern Sinn für Qualität, Nachhaltigkeit und Traditionskultur. Wahrscheinlich gehöre ich damit aber einer langsam verschwindenden Form von Mensch an.
Für mich ist Kleidung und die dazugehörigen Accessoires eben auch etwas das zu mir gehört und in erster Linie dazu da, mir ein Wohlgefühl zu erschaffen. Wenn ich eine Jeans oder ein Hemd gefunden habe, dass mir steht und angenehm zu tragen ist, dann bleibe ich dabei und fange nicht an, etwas noch viel besseres oder irgendeiner obskuren Mode entsprechendes zu finden. Zudem macht man sich doch mit Achselbeutel, großer Sonnenbrille und skinny Jeans doch eher lächerlich und eine ordentliche Frau bekommt man(n) so auch nicht ab; eher infantile Kichermädchen.
Wer's braucht...

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irgendwer_bln 25.07.2012, 12:57
5. Spitze, Anne

Zitat von sysop
selbst der bebrillte ultraleichtflieger tom cruise in "top gun" konnte dem image der aviator nichts anhaben.]
knüller!!!!!!

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01099 25.07.2012, 12:59
6.

Zitat von deSelby
...erscheint mir eine Designsparte zu sein, in der noch vieles zu tun ist. Ich habe trotz Suche in fast jedem Sommer noch nie eine Sonnenbrille gesehen, von der ich bereit gewesen wäre, sie mir aufzusetzen. Brillen die entspiegelt oder so dunkel sind, daß man die Augen des Trägers nicht sieht, gehen gar nicht. Ich empfinde solche Brillen, gerade in einer Gesprächssituation, als schlicht schlechtes Benehmen: Augenkontakt ist eine der Grundlegenden Rückmeldefunktionen in der menschlichen Kommunikation, diese mit einer Sonnenbrille zu unterbinden ist in hohem Maße unhöflich. Und nahezu alle "Pilotenbrillen" sind Designtechnisch einfach peinlich...

Eine Sonnenbrille gehört vis-à-vis sowieso abgesetzt.
Hießen die "Pilotenbrillen" nicht mal "Schweinezüchter-Brillen"? Ich finde auch, das von dieser Form nur die relativ kleinen z.B. von Ray Ban nach etwas aussehen. Alles andere macht die Menschen zu Gestalten, die an Zuhälter erinnern und eben an Tom Cruise. Beides für mich modisch wie moralisch nicht vertretbar.

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mixolydisch 25.07.2012, 13:02
7.

Zitat von deSelby
Und nahezu alle "Pilotenbrillen" sind Designtechnisch einfach peinlich...
Na na, Herr Designer, kommt drauf an wer sie trägt und halte sie daher für designtechnisch gelungen.

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spatenheimer 25.07.2012, 13:09
8.

Zitat von sysop
Eine Sonnenbrille ist eine Sonnenbrille, unverbesserbar, perfekt. Denkt man. Doch der Sommerklassiker wird von Designern immer weiter veredelt. Alles Wichtige über die dunklen Gläser - hier bekommen Sie den Durchblick.
Ich bleibe bei meiner Zwölf-Dollar-Pornobrille aus NYC. Damit eckt man zwar ab und zu bei Leuten an, die das Leben zu ernst nehmen, aber wen interessiert das schon.

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mixolydisch 25.07.2012, 13:09
9.

Zitat von cobobka
Ich denke immer, wenn ich Leute mit den Monsterbrillen sehe, an Puck, die Stubenfliege, aus "Biene Maja". Mit Sonnenbrillen halte ich es wie mit Klamotten: zeitlose Eleganz, die man unabhängig von der jeweiligen Mode tragen kann. Das schont die Ressourcen und man macht sich nicht zum Sklaven der Modekasper.
Sehe ich genauso. Mein jetzige habe ich auch schon wieder ca. 15 Jahre, die davor ca. 25 Jahre. Jeder findet (und fand), dass mir meine Sonnenbrillen gut stehen - zeitlos Modelle eben. Man hat eben einen guten Geschmack oder nicht.

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