Forum: Kultur
Sozialdrama "Zwei Tage, eine Nacht": Was bin ich dir wert?
Alamode

1000 Euro Prämie kassieren oder die Kollegin kündigen? Im belgischen Sozialdrama "Zwei Tage, eine Nacht" der Dardenne-Brüder werden Arbeitnehmer mit den Härten des Neoliberalismus konfrontiert. Marion Cotillard brilliert als Angestellte in Existenznot.

Seite 1 von 4
Fred Widmer 02.11.2014, 11:43
1. Wie soll das Haus bezahlt werden ...

"Wie soll das Haus bezahlt werden ..."

Da habe ich aufgehört, weiterzulesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Blickensdörfer 02.11.2014, 11:47
2. Jeder an sich

"Der Mensch wäre lieber gut anstatt roh, aber die Verhältnisse sind nicht so".
Wer und warum macht diese Verhältnisse?
Woher kommt und wer ist der "gesellschaftliche Zeitgeist", der "moralischer Werte verfallen" lässt? Warum nur?
Ist "Neoliberalismus", ist das , weil jeder "auch ein Schwein" sei, Ursache oder Resultat der Verhältnisse?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Fred Widmer 02.11.2014, 12:01
3.

Zitat von Blickensdörfer
Warum nur? Ist "Neoliberalismus", ist das, weil jeder "auch ein Schwein" sei, Ursache oder Resultat der Verhältnisse?
Siehe hier: Ich: Der Einzelne in seinen Netzen.

Eigendynamik also, unstoppable ...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
blauervogel 02.11.2014, 12:26
4. Der Film wird sicher ein Zuschauermagnet

Wahrscheinlich wird er locker Teenage Mutant Ninja Turtles vom ersten Platz der Kinocharts in Deutschland verdrängen.
Leider werden wohl überwiegend Menschen sich diesen Film ansehen, bei denen die Gefahr für sozialen Absturz relativ gering ist.
Solidarität setzt Bildung und oder Empathie voraus. Beides wird in unsere Gesellschaft zunehmend bewusst verarmt. Es ist politisch so gewollt. Das Wort von der spätrömischen Dekadenz erfüllt sich so, wenn auch anders als damals gemeint.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 02.11.2014, 12:32
5. Egoismus ist nicht kapitalismus

Was hat Egoismus mit Marktwirtschaft zu tun?
Egoismus ist ist in der Natur weit verbreitet und hat mit Kapitalismus nicht das geringste zu tun.
Die Marktwirtschaft regelt Nachfrage und Angebot, aber nicht das menschliche Zusammenleben. Wieviele Mitarbeiter eine Firma zu welchen Löhnen bezahlen kann, ist allein Sache der Verbraucher. Wenn sich der für das Produkt B statt A entscheidet, ist dies eine rationelle und keine soziale Entscheidung.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
roithamer 02.11.2014, 12:50
6.

Also Männe verdient genug, um die Familie zu ernähren und Frauchens Geld wird lediglich für das Abbezahlen des Häuschens benötigt? Also niemand, der hungern muss, und die Bildung der Kinder scheint auch nicht gefährdet? Nach solchen Verhältnissen hätte meine Oma sich gesehnt. Trotzdem ist es natürlich blöd, wenn die Kollegen einen links liegen lassen. Und das für lumpige tausend Euro!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000540048 02.11.2014, 12:52
7. Langweilig

So habe ich meine Festanstellung
verloren.
Mir und meinem älteren (!) Kollegen wurde
gekündigt, danach wurde allen mitgeteilt, er könne bleiben, wenn ich "freiwillig" gehe...
Keiner machte den Mund auf.
Ich ging, weil ich alleine war.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
digger 02.11.2014, 12:58
8.

Wir sind hier nicht im Sozialismus wo man dauerhaft mehr Mitarbeiter bezahlen kann als gebraucht werden. Passiert das zu oft ist die Firma nicht wettbewerbsfähig und es sind plötzlich alle Arbeitsplätze in Gefahr.

Der richtige Weg wäre es zu überzeugen, warum gerade sie eben doch gebraucht wird und ihr Geld wert ist. Wenn man das nicht kann, dann sollte man gehen, anstatt auf die Tränendrüse zu drücken.
Zumal "Wie soll das Haus bezahlt werden ..." ein Luxusproblem ist, das nicht wirklich das soziale Herz anspringen lässt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
deepfritz 02.11.2014, 13:03
9.

Zitat von digger
Wir sind hier nicht im Sozialismus wo man dauerhaft mehr Mitarbeiter bezahlen kann als gebraucht werden. Passiert das zu oft ist die Firma nicht wettbewerbsfähig und es sind plötzlich alle Arbeitsplätze in Gefahr. Der richtige Weg wäre es zu überzeugen, warum gerade sie eben doch gebraucht wird und ihr Geld wert ist. Wenn man das nicht kann, dann sollte man gehen, anstatt auf die Tränendrüse zu drücken. Zumal "Wie soll das Haus bezahlt werden ..." ein Luxusproblem ist, das nicht wirklich das soziale Herz anspringen lässt.
Naja, eine Immobilie ist für mich ehrlich gesagt kein Luxus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 4