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Soziale Medien: Das Klick-Vieh, das sind wir
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Wir starren in Endgeräte, laufen vor Bäume, sind abhängig von schlechter Grafik und miserablen Codes. Statt relevanter Inhalte sind da Katzen, Babys und Bibis. Warum es das demokratische Internet nicht mehr gibt.

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xxgreenkeeperxx 14.09.2019, 17:29
30. Sehe ich anders.

Ohne soziale Netzwerke würde ich bestimmte Informationen (Musik, Filme, Konzerte, ja und auch Politik) überhaupt nicht erhalten und wäre für Bildung und Unterhaltung auf die öffentlich rechtlichen Medien angewiesen. Manchen mag das genügen, ich bin froh dass mir das nicht mehr genügen muss. Von daher für mich ein geben und nehmen, habe ich bis jetzt noch kein Problem damit. Am Ende kommt es immer darauf an was man sich wo ansieht. Die Auswahl trifft jeder für sich, somit liegt die Verantwortung wie weit man sich "verdummen" lässt auch bei jeden selbst. Das ist für mich wie beim Essen, da kaufe ich ja auch nicht alles ein was in den Discounter-Regalen so vor sich hin gammelt und ich bin mein eigener Koch. Sich dabei ab und zu mal den Magen zu verderben gehört für mich einfach dazu. No risk no fun.:)

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geschwafelablehner 14.09.2019, 17:30
31.

Zitat von hehnsascha
ja und nein. kommt immer darauf an, was man draus macht. ich habe durch youtube und wiki viele musiker kennengelernt, die ich vorher nicht kannte. meinen matheunterricht gestalte ich mit arbeitsboegen aus dem netz, dank facebook bin ich in taeglichem kontakt mit einem freund, 10 000 km von hier. viele wissenschaftssendungen, zb h lesch, sehe ich in youtube. bei werbeeinblendungen richte ich meine augen gen decke. was ich sagen will: wenn man das netz richtig benutzt , ist es eine echte bereicherung, kann mails austauschen, in skype mit freunden ueber riesige distanzen face to face telefonieren. ja, auch der blauhaarige, der mit fakten gegen die cdu wetterte oder gysi im interwiew, von fryday for future mal ganz zu schweigen.
Stimmt. Dem ganzen Datensammelkram kann man sich entziehen, indem man einfach nicht mitmacht - dann bleiben immer noch eine Menge Vorteile. Was ich mir wünschen würde, wäre ein Flatrate-Angebot, bei dem ich werbefreien Zugriff hab auf - alle Zeitungen, Zeitschriften, wissenschaftliche Publikationen, Musik jeden Genres, Bücher, ... Wenn ich dann Künstler etc. extra fördern will, kann ich immer noch zu deren Konzerten gehen, CDs oder Bluerays kaufen, ... Bücher würde ich mir sowieso in echt kaufen, die lesen sich so einfach entspannter.

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janfred 14.09.2019, 17:33
32. Das gr. soziale Experiment der Menschheitsgeschichte...

...ist ja voll in die Hose gegangen. Volksverblödung par excellence. Ich hab vor 3 Jahren meinen Facebook Account stillgelegt- löschen geht ja wohl nicht. Ich nutze auch die anderen Sachen wie Twitter usw. nicht. Das wichtigste dafür ist: nie permanent online zu sein. Ich geh nur online, wenn ich etwas zu erledigen oder nachzuschauen habe. Ich "like" absolut nichts mehr. Das Internet ist ein riesiges Geschäft, überall wird versucht dem User etwas Geld aus der Tasche zu ziehen.
Durch die Art wie ich das Internet nutze habe ich gefühlte mindestens 15Std die Woche für Sinnvolleres oder auch zum relaxen. Mir ist bewusst, dass ich zu einer Minderheit gehöre. Versuche, meiner Tochter oder Frau mein Internetverhalten als positive Sache vorzuleben, scheiterten bis jetzt kläglich. Ist mir langsam aber sicher auch egal. Die Süchtigen tun mir allerdings sehr leid. Suchtkranke verursachen gesellschaftliche und wirtschaftliche Schäden. Wie so oft hat ein Milliardengeschäft aber immer Priorität.

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meineidbauer 14.09.2019, 17:35
33.

Zitat von betaknight
Hier liegt der Trugschluß, es gab nie so etwas wie ein demokratisches Internet.
Das Usenet kam dem noch am Nächsten. Vorzugsweise in den Zeiten vor "AOL".

Doch, ich würde behaupten, das war demokratisch! Bzw. ist, denn ganz tot ist es ja noch nicht.

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ichliebeeuchdochalle 14.09.2019, 17:36
34.

Zitat von mrswednesday
Ach ja, schön wär‘s wenn Wikipedia etwas anderes wäre als ein kleiner Kreis überwiegend männlicher selbsternannter Wächter des „Wissens“. Ansonsten muss ich leider zustimmen.
Nennen Sie mal Zahlen. Wieviele schreiben da so ...? Und was ist passiert, daß Sie so böse auf Wiki sind? Sie haben was geschrieben und andere haben das gelöscht? Und Sie sind sicher, daß das nicht daran lag, daß Sie nicht der Wissens-Überflieger sind, für den Sie sich selbst halten?

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deepfield 14.09.2019, 17:36
35. Prinzipiell richtig

Frau Berg hat, wie fast immer, auch dieses Mal recht mit der grundsätzlichen Kritik eines modernen Phänomens. Aber es ist unsympathisch, sich an besagten Designs und Algorithmen zu stören, wenn man selbst nicht oder zumindest nicht besser programmieren kann. Es steckt mehr Arbeit in diesen Codes als die Frau anzunehmen scheint.

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ichliebeeuchdochalle 14.09.2019, 17:39
36.

Zitat von bn
"Warum es das demokratische Internet nicht mehr gibt." Bei diesem Aufmacher wuerde man Argumente vermuten: Wann und Warum das Internet frueher demokratisch war? Wann und inwiefern das heutige Internet nicht mehr demokratisch ist? Welche Gruende fuer die Transition vorliegen? Keine dieser Fragen wird beleuchtet.
Bei Wiki in die Suchmaske "Kolumne" eingeben ... lesen ... UND ...verstehen.

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HansHuckebein 14.09.2019, 17:41
37. Sucht

Der Artikel sagt zwar die Wahrheit, aber die ist ohnehin jedem bekannt. Ich frage mich nur, wo das enden soll. Dass die Dauernutzer solcher Medien auf Dauer völlig vertrotteln müssen, liegt auf der Hand: Man sieht und hört sich nur mehr das an, was man eh schon kennt oder denkt. Wenn ich mir die Leute ansehe, wie sie auf ihr Smartphone starren, egal, ob sie gehen, sitzen oder essen, egal, ob da noch jemand ist: Das, was auf dem Winz-Screen gezeigt wird, ist wichtiger als sonst alles! Ich für meinen Teil weiß es nicht und es wird sich mir niemals erschließen. Jedenfalls muss es ungeheuer kewl und wichtig sein, so interessant, das man sogar das Blinzeln einstellt. So, als würde jeden Augenblick die endgültige Erlösung erwartet. Das ist ärgste Sucht! Und das Schlimme daran: Es ist nicht so wie bei Alkohol oder Drogen, wo man die Betroffenen noch zählen kann, nee: Mit der Handy-Manie infiziert ist die Mehrheit! Kurz und gut: Ich halte diese Entwicklung für äußerst bedenklich. Die Auswirkungen werden wir in wenigen Jahren zu spüren bekommen, fürchte ich.

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menschklaus 14.09.2019, 17:41
38. Gefällt mir

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scherzischerzissimi 14.09.2019, 17:42
39. und jetzt? .....

.... Frau Berg, mal wieder der Untergang des Abendlandes? Hatten wir schon, als Johannes Gensfleisch zu Gutenberg seine Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern machte. Brachte uns deutschsprachige Bibeln für alle und Religionskriege.

Wer genau wird denn daran gehindert, "sich seines eigenen Verstandes zu bedienen"? Schließlich ist nichts so gerecht verteilt wie der menschliche Verstand, denn jeder ist überzeugt, genug davon zu haben.

Liebe Frau Berg, wie ertragen sie nur die ganze verzweifelte Lage der Welt, so ganz ohne Humor? ....

... - fragt ScherziScherzissimi

"Freßt Scheiße, Millionen Fliegen können sich nicht irren!" (Sponti-Spruch aus den 80ern des letzten Jahrhunderts)

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