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Soziales Engagement: Warum nicht mal freundlich sein?
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Es schadet sicher nicht, im Netz alles besser zu wissen und sich regelmäßig zu empören. Aber mal ehrlich: Ab und zu in die echte Welt hinauszugehen und anderen zu helfen, macht einfach glücklicher.

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zeichenkette 15.04.2017, 20:10
30. Uns geht es noch viel zu gut

Deshalb auch überall diese eifrige Gemecker im Netz über alles und jeden. Das ist reine Langeweile. Deshalb sehnen sich auch alle so sehr den großen Knall herbei, damit sie endlich wieder wissen, worum es geht: Um das nackte Überleben. Dann werden sie sich natürlich in die gute alte Zeit zurücksehnen, als noch alle Probleme nur im Fernsehen oder im Internet stattfanden oder auf jeden Fall eher abstrakt waren.

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Schweineschnitzel0815 15.04.2017, 20:50
31.

Ich gestehe, dass ich kein sogenannter Gutmensch bin. Die Politik trifft Entscheidungen, die an den Mehrheiten im Land vorbeigegehen. Gerade bei Thema Einwanderung. Früher haben Obdachlose die fifty.fifty Zeitung freundlich an den "Mann" gebracht. Heute stehen an jedem Discounter südländische Personen. In einer Kirche im meiner Nähe gibts die Tafel. Heute gehen dort viele südländische Familien hin, die durch Ihre Kinder bevorzugt werden. Für in altersarmut lebende Rentner, gerade alleinlebende, fällt deshalb immer weniger ab.
Nicht jeder der zu uns kommt ist als Bereicherung zu sehen. Wir haben auch einheimische Menschen in unserem Land, die am existensminimum leben. Die Frage ist doch wie lange der Kuchen für alle reicht. Ist es nicht besser die Milliarden vor Ort zu investieren, wo ich mit einem Euro noch was bewirken kann? Ich vage die Behauptung aufzustellen, dass man mit den Kosten eines Flüchlings in Deutschland vor Ort zwanzig Menschen besser versorgen könnte. Gleichzeitig sollte der Waffenhandel mit diesen Ländern verboten werden. Wie wäre es zum Beispiel wenn Thyssen, Diehl Defence oder Rheinmetall mal je 10.000 Flüchtlinge versorgt? Fragen Sie dort doch mal an Frau Berg.

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780 15.04.2017, 21:14
32.

Zitat von zeichenkette
Deshalb auch überall diese eifrige Gemecker im Netz über alles und jeden. Das ist reine Langeweile. Deshalb sehnen sich auch alle so sehr den großen Knall herbei, damit sie endlich wieder wissen, worum es geht: Um das nackte Überleben. Dann werden sie sich natürlich in die gute alte Zeit zurücksehnen, als noch alle Probleme nur im Fernsehen oder im Internet stattfanden oder auf jeden Fall eher abstrakt waren.
Zitat: "Uns geht es viel zu gut".
1. Das erinnert sehr stark an alte Religionslehrer und deren Äußerungen, uns müßte es so schlecht gehen, wie den Leuten nach dem Kriege, dann hätten wir das richtige Gottesverständnis. Und erkennen, wie gut es uns jetzt geht, können wir nur, wenn es uns bei einem Crash wesentlich schlechter geht, ja wenn es ums Überleben geht.
Daraus schließe ich, wenn wir diesen Vergleich brauchen, um zu erkennen, dass es uns jetzt gut geht, dass es uns jetzt unmöglich gut gehen kann.
2. Ich würde als dafür stimmen, dass Sie nur für sich und Ihre Erlebnisse sprechen, Verallgemeinerungen, uns geht es zu gut, dürften sich da schwer tun.
Ich kenne viele, denen es ganz schlecht geht, aber wer wagt in einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft schon zu sagen, wie schlecht es ihm wirklich geht.

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yorktonite 15.04.2017, 21:59
33. Immer mehr Menschen regen sich nicht auf.

Dahinter steckt die Ansicht, dass aus der Aufregung die Kraft erwaechst, Dinge positiv zu veraendern. Diese Ansicht ist falsch. Allein aus innerer Ruhe erwaechst Kraft, und zwar die Kraft, sich selbst zu veraendern, nicht mehr und nicht weniger.

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substanzlos12 15.04.2017, 22:57
34.

Zitat von Schweineschnitzel0815
Ich gestehe, dass ich kein sogenannter Gutmensch bin. Die Politik trifft Entscheidungen, die an den Mehrheiten im Land vorbeigegehen. Gerade bei Thema Einwanderung. Früher haben Obdachlose die fifty.fifty Zeitung freundlich an den "Mann" gebracht. Heute stehen an jedem Discounter südländische Personen. In einer Kirche im meiner Nähe gibts die Tafel. Heute gehen dort viele südländische Familien hin, die durch Ihre Kinder bevorzugt werden. Für in altersarmut lebende Rentner, gerade alleinlebende, fällt deshalb immer weniger ab. Nicht jeder der zu uns kommt ist als Bereicherung zu sehen. Wir haben auch einheimische Menschen in unserem Land, die am existensminimum leben. Die Frage ist doch wie lange der Kuchen für alle reicht. Ist es nicht besser die Milliarden vor Ort zu investieren, wo ich mit einem Euro noch was bewirken kann? Ich vage die Behauptung aufzustellen, dass man mit den Kosten eines Flüchlings in Deutschland vor Ort zwanzig Menschen besser versorgen könnte. Gleichzeitig sollte der Waffenhandel mit diesen Ländern verboten werden. Wie wäre es zum Beispiel wenn Thyssen, Diehl Defence oder Rheinmetall mal je 10.000 Flüchtlinge versorgt? Fragen Sie dort doch mal an Frau Berg.
Sie haben doch mit vielem Recht, was Sie sagen. Aber der Flüchtling, gerade der, der hier ist, kann dafür nichts. Sie können dem Menschen nicht vorwerfen, sein Glück zu suchen. Keine Ironie, kein Sarkasmus, kein Rat, keine Bevormundung, aber eine Empfehlung fürs Leben: Treten Sie nicht nach unten - das ist auf jeden Fall richtig. Ich habe das Gefühl, Sie können das verstehen.

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substanzlos12 15.04.2017, 23:02
35.

Zitat von 780
Zitat: "Uns geht es viel zu gut". 1. Das erinnert sehr stark an alte Religionslehrer und deren Äußerungen, uns müßte es so schlecht gehen, wie den Leuten nach dem Kriege, dann hätten wir das richtige Gottesverständnis. Und erkennen, wie gut es uns jetzt geht, können wir nur, wenn es uns bei einem Crash wesentlich schlechter geht, ja wenn es ums Überleben geht. Daraus schließe ich, wenn wir diesen Vergleich brauchen, um zu erkennen, dass es uns jetzt gut geht, dass es uns jetzt unmöglich gut gehen kann. 2. Ich würde als dafür stimmen, dass Sie nur für sich und Ihre Erlebnisse sprechen, Verallgemeinerungen, uns geht es zu gut, dürften sich da schwer tun. Ich kenne viele, denen es ganz schlecht geht, aber wer wagt in einer kapitalistischen Leistungsgesellschaft schon zu sagen, wie schlecht es ihm wirklich geht.
Was der Forist meint und was Sie meinen sind zwei paar Dinge. Die Menschen, die Sie meinen, denen geht es wahrscheinlich wirklich schlecht. Hier kann man vollkommen bei Ihnen sein, diese Menschen brauchen irgend eine Form von Ansporn um wieder auf die Beine zu kommen, irgendwas, was die verlorene Zeit nicht zurückbrignen kann, aber das Gefühl.
Der zitierte Forist dagegen meint Leute wie mich, die hier "gelangweilt" aus einer Position der noch vorhandenen Stärke schreiben, weil sie es sich leisten können. Das wird wohl nicht mehr lang gut gehen, aber er hat Recht, wie Sie auch.

Hört auf, ständig Gegensätze zu konstruieren - lest stattdessen diesen Beitrag von Berg. Unabhängig davon, was man von ihr hält, oder dem Beispiel - Sie hat Recht. Da draußen ist das Leben, nicht hier.

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Dark Agenda 15.04.2017, 23:29
36. Die meisten Dinge die von den Herrschern vergeigt werden

-werden von den kleinen Leute mit viel Einsatz offline wieder ausgeglichen. Sei dies nun Integration, Völkerverständigung, Speisung der Armen, Schulen streichen, mit Tierheimhunden ausgehen.
Man sehe es den Leuten nach, dass sie online einfach mal alles rauslassen müssen, früher hat man beim Pfarrer gebeichtet ohne "political correctness". Viele dieser Leute biegen auf der untersten Ebene wieder alles hin, ansonsten wäre die Welt schon lang vor die Hunde gegangen.

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boxofrain 16.04.2017, 03:02
37. Schon traurig, liebe Frau Berg

Dass man heute, ob bei Facebook oder im real Life nicht so sprechen darf wie man will, meine natürlich seine Meinung äußern ohne Mitmenschen zu verletzen. Metadaten, wer weiß für wen, für welche Regierung in der Zukunft. Ich finde dieses Daten sammeln richtig ekelig, ja fies. Wir können uns wehren indem wir unsere Klappe halten, traurig!

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thequickeningishappening 16.04.2017, 06:44
38. Ich bin heute ganz freundlich

obwohl unsere Meinungen oft auseinander gehen. Wir haben Kaiser Wetter (hier unten), Es ist Ostern und - genießen wir gemeinsam den Tag. Frohe Ostern Frau Berg+!

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ericstrip 16.04.2017, 07:35
39. So habe ich auch mal gedacht und gehandelt...

...das Problem ist nur, daß man am Ende weder Dankbarkeit (die ich nie erwartet habe!) noch Freundlichkeit dafür bekommt. Man wird ausgenutzt und fallengelassen, das ist die Regel. Ich wünsche dem Reverend alles Gute.

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