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Sparprogramm : Springer-Verlag baut Konzern massiv um
epd

Axel Springer richtet seine Mediengruppe mit "Bild" und "Welt" neu aus. Jobs in Verlag und Redaktionen fallen weg. Anderswo sollen neue entstehen. Die Geschäftsziele für 2019 werden nicht mehr erreicht.

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lozenz 30.09.2019, 15:01
1. Leider

ist auch die Welt beliebig geworden. Somit wäre ein Zusammenschluss aus Bild und Welt zu Weltbild das Angebrachte. Der Unterschied ist eh nur noch marginal. Schade, ich habe die Welt in den Zeiten des kalten Krieges sehr geschätzt. Auf Axel Springer konnte man sich verlassen, Auf Friede kann sich nur Merkel verlassen. Das ist für den Markt zu wenig.

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frank_w_abagnale 30.09.2019, 15:37
2.

Die Presse und insbesondere Springer hat in den vergangenen Jahren unfassbar viel an Vertrauen, Seriosität und Qualität eingebüßt. Daher ist der Einbruch konsequent und im Ergebnis auch sehr gut.

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WolfThieme 30.09.2019, 15:41
3. Tempi passati

Als wir uns bei den Osterunruhen 1968 in der belagerten Münchner Redaktion verbarrikadieren mussen, war ich nicht besonders stolz auf BILD. Viele engagierte Journalisten haben sich damals, lange her, für das Blatt den Arsch aufgerissen, mal Mist zusammengelogen, mal gut recherchiert. Ohne Handy, Smartphone, Navi, PC, Google, E-Mail und Chat und Messenger tagtäglich Kärrnerarbeit. Schwamm drüber. Dass die Kollegen heute als Verhandlungsmasse gehandelt werden, schmerzt. Damals haben sie auf Kosten ihrer Knochen einen Konzern groß gemacht. Friede ihrer Asche.

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Freifrau von Hase 30.09.2019, 15:59
4. @2

Die BILD war nie die Quelle der Wahrheit. Das Problem ist eher, dass Leser/User sich heutzutage Angebote suchen, die sie in ihrer Meinung bestätigen und sich in Nachrichtenblasen zurückziehen. Ich finde Trump gut/schlecht? Dann will ich nichts lesen, was etwas gegenteiliges behauptet. Das gleiche Spiel bei Asyl/Flüchtlingen, Impfstoff, Merkel usw. Darunter leiden die klassischen Angebote massiv.

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soerensen 30.09.2019, 16:10
5. @frank_w_abagnale

Springer ist es vollkommen egal, was print macht. Die machen fast 80 Prozent des Umsatzes mit digitalen Sachen. Dass die nun wieder print straffen, ist nur konsequent und voll im Plan.

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holzghetto 30.09.2019, 16:12
6. ich habe früher gerne viel

n24 geschaut. Seitdem das von "Welt" übernommen und umbenannt wurde habe ich das Schauen eingestellt. Teilweise laufen nachts 3x die gleichen Dokumentationen die es damals auch schon auf N24 gab. N24doku gehört ja auch zu "Welt" und ist nur ein Abklatsch davon.

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soerensen 30.09.2019, 16:14
7. @WolfThieme

AS ist immer noch gross. Nur print ist tot. Dafür kann der Konzern aber nichts. Ich finde sogar, dass AS es hervorragend machte. Die habe schon vor langer Zeit die richtigen Entscheidungen getroffen und die zeichen der Zeit erkannt. Gegenbeispiel: Gründer & Jahr. Der Laden ist bald platt.hat keine Strategie und setzt einfach weiter auf print.

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marclarsen 30.09.2019, 16:16
8.

Zitat von Freifrau von Hase
Die BILD war nie die Quelle der Wahrheit. Das Problem ist eher, dass Leser/User sich heutzutage Angebote suchen, die sie in ihrer Meinung bestätigen und sich in Nachrichtenblasen zurückziehen. Ich finde Trump gut/schlecht? Dann will ich nichts lesen, was etwas gegenteiliges behauptet. Das gleiche Spiel bei Asyl/Flüchtlingen, Impfstoff, Merkel usw. Darunter leiden die klassischen Angebote massiv.
Welche Zeitung ist das denn?
Fällt mir das "framing manual" ein....ich mag dann lieber mal die NZZ oder nachrichten.at..oder mal Times...oder....weil ich kann kein Italienisch....sich mit einem guten Freund aus Italien kurzschliessen.
Das wirkt Wunder!

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winterwoods 30.09.2019, 16:17
9. Die zwei schlimmsten Blätter des Landes...

"Leider ist auch die Welt beliebig geworden" - Finde ich nicht. Ich finde, die WELT hetzt immer noch erstklassig und bedient vor allem das rechte Klientel treu und loyal. So sehr, dass ich manchmal auf (weitere) Rügen des Presserates schiele... Aber schwere Zeiten für Zeitungen. Man muss sich halt seine Zielgruppe sichern...

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