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SPD-Krise: Warum Olaf Scholz noch da ist
REUTERS

Die siechende SPD kritisieren? Macht keinen Spaß mehr. Eins aber noch: Dass in der Politik Frauen in ausweglosen Situationen an die Macht dürfen, während Männer an ihren Posten kleben, entlarvt eine sexistische Doppelmoral.

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wjr69 04.06.2019, 18:12
100. Also Meli Kiyak bei ZON..

ideologisch eine Schwester im Geiste, war zu einer wesentlich differenzierten Betrachtung in der Lage. Sie hat z.B. die Frage gestellt, warum nicht die Spitzenkandidatin für die Europawahl noch im Amt ist und sich bis Dienstag auf Twitter nicht gerührt hat. Aber klar, Männer sind aus dem SPD-Vorsitz nie weggemobbt worden. Der "Herr badet gerne lau" 73 (Wehner über Brandt"), der Abgang von Brandt 87 wegen Mathiopoulos, der Putsch von Lafontaine gegen Scharping 95 und der Battle zwischen Lafontaine und Schröder 99, das Absägen von Müntefering durch Nahles 05, weil sie unbedingt Generalsekretärin werden wollte, der miese Umgang mit Kurt Beck - war natürlich nicht ansatzweise vergleichbar mit dem Umgang mit Nahles jetzt. Ich würde der Autorin einmal dringend raten, ihre linksradikale Blase zu verlassen und mal versuchen, die Welt aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Langsam bilde ich mir in männlicher Selbstüberschätzung ein, dass ich ihre Kolumnen auch verfassen könnte, so einseitig und festgefahren sind sie.

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k70-ingo 04.06.2019, 18:13
101.

Zitat von zayoo
Sorry, aber den feministischen Käse erträgt man kaum. Die armen Frauen, ach mir kommen die Tränen. Man muss ehrlich sein, Frau Nahles hat als Vorsitzende ein jämmerliches Bild abgegeben, das hat aber nicht viel damit zu tun, dass Sie eine Frau ist, sondern eher mit fehlender Persönlichkeit und fachlicher Inkompetenz. Und ihre Vorgänger, Beck, Platzeck, Gabriel, Schulz und wie sie alle hießen, waren doch auch alle nur bessere Konkursverwalter. Allesamt Männer, die antraten als man dachte der SPD Tiefpunkt sei schon erreicht. keiner davon kam zu "guten" Zeiten. Man Stelle sich vor was los wäre, hätten jetzt 3 Männer die Führung übernommen.
Nicht nur, daß der SPD-Vorsitz für Nahles mehrere Kragenweiten zu groß war, sie hat sich, was jahrzehntelange SPD-interne Strippenzieherei angeht, eigentlich immer auf der Täter- und nicht der Opferseite befunden.
Irgendwann schlägt das Pendel mal in die andere Richtung - das hat aber nichts mit dem Geschlecht zu tun.

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Verurteilt 04.06.2019, 18:14
102.

Nahles hat die SPD doch erst in diese Situation gebracht.
Schreibt der Spiegel Frauen in verantwortlichen Positionenauch mal Verantwortung für das Versagen zu, oder sind bereits zu viele Genderisten-Schwachsinn-Studentinnen dort eingestellt?

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cave68 04.06.2019, 18:15
103. eigentlich

hatte ich mir vorgenommen den billigen Stokowski-Clickbait nicht mehr zu kommentieren.
Aber unter dem Aspekt,dass Frau St. wohl dauerhaft keinen Vorteil von dieser Form des Journaismus haben wird sondern sie wohl immer unglücklich,depressiv und frustriert bleiben wird tue ich es nun doch.
Was muss diese Autorin eigentlich nachts träumen,wenn sie mittlerweile nahezu wöchentlich probiert in irgendeiner Art und Weise das andere Geschlecht runterzuputzen....

Warum hier plötzlich 2 Frauen den Karren aus dem Dreck ziehen sollen....na weil beispielsweise Frau Dreyer in ihrem Bundesland eine Sympathieträgerin ist.Aber anstatt sich darüber zu freuen wird natürlich wieder etwas negatives draus gemacht.
Warum ein Scholz noch da ist....na da müssen sie eben auch die männlichen und auch weiblichen Wähler fragen...er wirkt trotz der desaströsen Politik eben auf die meisten auch sympathisch.
Den dicksten Bock schiesst Frau Stokowski aber ,in dem sie den Namen dieser unsäglichen Sawsan Chebli nennt (na warum denn nur....na sie hat doch irgendwann mal einen Politiker wegen eines missglückten Kompliments angezickt).....man muss sich nur diverse Sequenzen dieser Abgeordneten (anscheinend Fachfrau für Twittern und sonstiger Kinderei)ansehen,dass diese Person überhaupt keine fachliche Kompetenz besitzt sondern nur eine Quotenfrau und Quotenmuslimin in dieser Partei ist.

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fritzberg1 04.06.2019, 18:17
104. Nicht reden, machen!

Zitat von
....Es ist nicht mal so, dass ich die SPD gern so weit nach links gerückt sähe, dass sie für mich wählbar würde, es wäre nur schön, wenn sie nicht wie jetzt so mächtig und unfähig zugleich wäre. .....
Nun, da die SPD händeringend eine neue Vorsitzende sucht, wie wäre es wenn Sie sich da mal bewerben würden. Die Chancen dass Sie genommen werden sind sicher sehr gut, da offensichtlich sonst niemand das Amt übernehmen will.
Dann könnten Sie die SPD auch Ihren Wünschen gemäß etwas weiter nach links rücken und sich fähige Leute aussuchen.
:-)

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noextreme 04.06.2019, 18:18
105. Nur konstruiert

Sehr geehrte Frau Stokowski! Was Sie da schreiben ist ausgedacht und konstruiert. Es sei Ihnen ja belassen, daß Sie Herrn Scholz nicht mögen. Aber aus dem Rücktritt von Frau Nahles eine Sexismusdebatte zu machen ist an den Haaren herbeigezogen. Vielleicht fehlte es Nahles zuletzt schlicht an parteitaktischem Geschick, abgesehen von Ihrer Poltrigkeit und fehlender Intellektueller Klasse, die die SPD im Moment mehr als nötig hätte. Sie war eine treue, gute Partei-Arbeiterin, sicherlich mit viel Kraft, Engagement und gutem Willen. Aber Charisma, Charme, Begeisterungsfähigkeit, gut gesetzte und authentische Sprache, intellektuelle Brillanz... , all das geht Ihr ab, das war Sie nie und wird Sie auch nie werden. Für den SPD-Vorsitz in der momentanen Situation ist das aber schwer von Nöten. Warum sind Sie Frau Stokowski so ideologisch verblendet hinter jedem Baum einen pissenden Hund zu vermuten?

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ray05 04.06.2019, 18:21
106.

Selten etwas gelesen, was so dermaßen mit Gewalt an den Haaren herbeigezerrt wirkt. Aber es liegt freilich an der Wahrnehmung: noch vor fünf Jahren wäre einem solchen Schrieb wohl einige Relevanz zugesprochen worden, aber die Zeiten haben sich seitdem in einem rasenden Tempo radikal verändert. Auch hartgesottenen Feministinnen wird auffallen, dass wir heute wahrlich bedeutend schwerwiegendere Probleme lösen müssen als das, was die Autorin oben idiosynkratisch ausbreitet. Feministische Befindlichkeiten in allen Ehren, aber der Feminismus wird wohl nicht drumherum kommen, intellektuell Anschluss zu finden an die akut-existenziellen Aufgaben, die alle[ Menschen angehen, und nicht nur Frauen in ihrem realen oder konstruierten Gegensatz zu Männern. Soll ich diese Aufgaben, für die wir - Männer & Frauen - nicht mehr allviel Zeit haben nochmals alle aufzählen?
Mittlerweile völlig antiquierte Kolumne.

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ex_berliner 04.06.2019, 18:29
107. No win

Wie es auch gemacht wird, ist es falsch. Kommen Frauen in Fiehrungsaemter, ist es nicht richtig, weil der falsche Zeitpunkt, zu schwierige Situation, an die Wand gefahren, etc. Kommen sie nicht in Fuehrungsaemter, dann wird ihnen offenbar nichts zugetraut. Fuer mich ist dieser Beitrag von Frau Stokowski total am Thema vorbei.

Vielleicht spielt es ja einfach mal keine Rolle, ob und wann Mann oder Frau eine Fuehrungsrolle uebernimmt und wer diese meistert oder eben auch mal versagt. Ist ja nicht so, dass nicht auch genuegend Maenner nicht erfolgreich waren.

Vielleicht hat ja die Misere der SPD ueberhaupt gar nichts damit zu tun, ob ein Mann oder eine Frau an der Spitze steht. Vielleicht fehlt der SPD nach Schroeder's Verrat an der Sozialdemokratie und den darauf folgenden gefuehlt Jahrzehnten als Juniorpartner in einer GroKo einfach die Glaubwuerdigkeit, die Partei des Durchschnittsbuergers, des Arbeitnehmers, des Rentners und der sozial Schwachen - all derer, die sie einmal vertrat - zu sein.

Vielleicht hat die SPD - ihre Maenner, wie auch ihre Frauen in den Aemtern und als Mandatstraeger auf Landes-, Bundes-, und Europaebene - vergessen, fuer wen sie da eigentlich sitzen. Vielleicht haben sie vergessen, wie man mit einem Durchschnittseinkommen oder darunter heute noch ueber die Runden kommt. Wenn sie es nicht vergessen haben, dann muss das wieder deutlich sichtbar werden und in der Politik, fuer die sie stehen, einen Ausdruck finden.

Als Teil der GroKo wird die SPD weiter absinken, egal, wer da an die Spitze kommt. Die Partei kann nur aus der Opposition heraus zu ihrem Profil zurueckfinden, sich realitaetsnah wieder den Anliegen der Menschen widmen und so letztlich auch das Vertrauen der Menschen wiedergewinnen.

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qjhg 04.06.2019, 18:30
108. Ich denke der Begründungsansatz,

dass Frau Nahles ihren Abgang in der abgelaufenen Weise hat hinnehmen müssen, hat überhaupt nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist. Der Fehler von Frau Nahlrs war der Gleiche wie bei vielen anderen Fällen in allen Berufsfeldern. Frau Nahles litt an einer Selbstüberschätzung. Schon bei ihrer Wahl in die beiden Leitungsämter bei Partei und Fraktion war sie überfordert. Und wenn man ehrlich ist, wird jeder wissen, dass sie sich noch nie dadurch ausgezeichnet hat, zukunftsweisende Gedanken in die politische Debatte eingebracht zu haben noch jemals strategische Ansätze aufgezeigt zu haben.Für einen Neuanfang war sie somit von Beginn an ungeeignet. Und das hat nichts damit zu tun, dass sie eine Frau ist.

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brandmauerwest77 04.06.2019, 18:31
109. Was

soll jetzt das Gerede über Gefühle oder angebliche sexistische Doppelmoral etc.
Fakt ist dass die Mitglieder dieser aktuellen Regierung, ob jetzt Mann oder Frau,
versagen oder versagt haben, wenn es darum geht, für das Land, dem sie
angeblich dienen, endlich mal etwas produktives zustande zubringen. Tatsache
ist, dass seit Jahren nur der Stillstand verwaltet wird. Das ist der eigentliche Skandal.

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