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SPD-Krise: Warum Olaf Scholz noch da ist
REUTERS

Die siechende SPD kritisieren? Macht keinen Spaß mehr. Eins aber noch: Dass in der Politik Frauen in ausweglosen Situationen an die Macht dürfen, während Männer an ihren Posten kleben, entlarvt eine sexistische Doppelmoral.

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Tiger19 04.06.2019, 18:35
110. Mir kommen die Tränen

Ich habe es leider nicht geschafft diesen Beitrag zu Ende zu lesen. Ich musste bitterlich weinen über das Unglück und das Elend der Frauen. Die Welt ist ja so schlecht zu den Damen der Schöpfung - mein Vorschlag: Überlasst doch die Drecksarbeit in dieser Welt wieder den Männern.

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Liberalitärer 04.06.2019, 18:35
111.

Zitat von ray05
Selten etwas gelesen, was so dermaßen mit Gewalt an den Haaren herbeigezerrt wirkt. Aber es liegt freilich an der Wahrnehmung: noch vor fünf Jahren wäre einem solchen Schrieb wohl einige Relevanz zugesprochen worden, aber die Zeiten haben sich seitdem in einem rasenden Tempo radikal verändert. Auch hartgesottenen Feministinnen wird auffallen, dass wir heute wahrlich bedeutend schwerwiegendere Probleme lösen müssen als das, was die Autorin oben idiosynkratisch ausbreitet. Feministische Befindlichkeiten in allen Ehren, aber der Feminismus wird wohl nicht drumherum kommen, intellektuell Anschluss zu finden an die akut-existenziellen Aufgaben, die alle[ Menschen angehen, und nicht nur Frauen in ihrem realen oder konstruierten Gegensatz zu Männern. Soll ich diese Aufgaben, für die wir - Männer & Frauen - nicht mehr allviel Zeit haben nochmals alle aufzählen? Mittlerweile völlig antiquierte Kolumne.
Was machen die? Anstatt sich mit den vorderster Front stehenden Genossen zu solidarisieren. Es wird gekämpft liebe Mädels, aber nicht so nur nach eurem Textbuch. Bsp.: Gott sei Dank, dass die Briten, Amerikaner und Franzosen da stehen, wo sie stehen. Für Rojava.

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Das Grauen 04.06.2019, 18:37
112. Ach, hat sich TSG jetzt geoutet? Demnächst Frau Schäfer Gümbel?

Oder was macht der sonst in dem Trio, das sich freiwillig zu aufräumen gemeldet hat? Quotenmann?

Das ausgerechnet der grüne Präsident Österreichs die Bestellung einer Frau als Kanzlerin als Strafarbeit gemeint hat, halte ich auch für unwahrscheinlich. Ich vermute eher, es war als Ehrung gemeint, für ein starkes Lebenswerk zum Wohle des Landes.

Die Kritik an der fragwürdigen Einschätzung "die Verwundung der Seele" würde ich aber unterschreiben. Da meint man wirklich, die macho-gönnerhafte Meinung "ach, das arme zarte Frauchen" herauszulesen. Eine völlige verzerrte Charakterisierung der robust auftretenden und sich nicht sonderlich sensibel gebenden Andrea Nahles, finde ich. Allerdings, man steckt nicht drin im Menschen. Aber schon die Spekulation, zu der es angesichts Nahles' gefaßten Abgang gar keinen Anlaß gibt, ist daneben. Kister tut so, als wäre Nahles in Reaktion auf das pöse pöse Mobbing als Häufchen Elend flennend aus dem Willy Brandt Haus geflüchtet. Völliger Quatsch.

Und was Scholz als möglichen SPD-Vorsitzenden angeht, da stimme ich Stokowski auch zu. Bitte nicht! Aber aus anderen Gründen. Naja, egal, man kann seine Mitstreiter nicht immer aussuchen.

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dislozierter 04.06.2019, 18:39
113. Dem was @3 sagt,

ist nichts hinzuzufügen. Genauso sehe ich das auch.
Und dass Scholz dieses Thema persönlich bei Anne Will aufmacht, ruft bei mir nur Unentschiedenheit zwischen kreativer Verdrängung oder perfidem Ablenkungsmanöver hervor.

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parisien 04.06.2019, 18:40
114. Interessante Frage

Zitat von danielrand
Sehr geehrte Frau Stokowski, warum führen Sie denn in von Ihnen anscheinend kritisierten Kommentaren die Namen nur an, wenn sie von Autoren stammen (wie bei Kurt Kister bzw. Jasper von Altenbockum)? Bei Autorinnen verwenden Sie Formulierungen wie 'schrieb die "Bild"' (Autorin: Ulrike Zeitlinger) bzw. 'hieß es neulich in der "Welt"' (Autorin: Andrea Seibel) ohne Name oder auch nur Geschlecht zu nennen.
Darf ich mich dieser Frage anschließen, denn sie interessiert, glaube ich, nicht nur mich.
Weiter oben hat schon jemand geschrieben, dem das aufgefallen war.
Vielleicht könnte die Redaktion dies , nach Erkundigungen bei der Autorin , verifizieren.
Es würde dem Glauben an die Objektivität sehr helfen.

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cup01 04.06.2019, 18:40
115. Am Sessel kleben können Frauen auch..

Frau Merkel klebt schon viel zu lange und nun rührt sie auch noch den Kleister für ihre Nachfolgerin an.

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mightypudel 04.06.2019, 18:44
116. Wenn Frauen sich verbrennen lassen, um ...

... um überkommene Machstrukturen zu erhalten (Nahles = May).
... tragen sie dazu bei, die bestehenden Seilschaften zu erhalten, in denen sie ein Stück weit gedeihen konnten. Kein Wunder, wenn sie dann in Flammen aufgehen, und ihre Asche von den feige überlebenden Männchen gediegen in einer verzierten Urne zu Grabe getragen wird.
Frauen wie Männchen von der SPD: Macht Platz für Leute (junge wie alte), die einen Wechsel ansagen ("Systemwechsel"! Buhuuh!) anstatt des Bewahrens von Pfründen und Gewohnheiten.
Echt mal: Der sozial-demokratische Gedanke ist tot, tot, tot, seit "Pappi" Schröder zum Kanzler gemacht wurde ...

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fluxus08 04.06.2019, 18:54
117. Frau Stokowski,

Ihre Beiträge sind ermüdend, weil extrem vorhersehbar.
In fast allen Ihren Artikeln stellen Sie die Frau als ewiges Opfer dar, wimmelt es von (männlichem) Sexismus, alten weißen Männern und natürlich Feminismus, was bei Ihnen eher wie ein Kampfbegriff klingt.
Jetzt erklären Sie der Welt also, "wenn Frauen in ausweglosen Situationen an die Macht dürfen" sei das männlicher "Sexismus" (eines Ihrer Lieblingswörter). Sicherlich können Sie dem geneigten Leser jetzt aufzählen, wie oft seit Konrad Adenauer Frauen in der Politik "in ausweglosen Situationen an die Macht durften".
Was, Ihnen fällt kaum jemand ein - dann waren die Männer früher gar nicht so sexistisch, wie sie es jetzt sind, weil sie unverschämterweise in "ausweglosen Situationen" den Karren selbst aus dem Dreck geholt haben?

Und abschließend noch eine Frage, Frau Stokowski, und ich bitte um eine kurze Antwort:

Warum sollen alte weiße Männer eigentlich schlechter sein, als alte weiße Frauen?

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Ein Stein! 04.06.2019, 18:57
118. Das sehe ich anders!

Zitat von spon_5711341
(...) Ja, Nahles wurden ihre Fehler und Unzulänglichkeiten sicherlich schärfer angekreidet, als dies bei einem männlichen Vorsitzenden der Fall gewesen wäre. Oder anders gesagt: die Erwartungen an eine Frau, alles anders und/oder besser zu machen waren so groß, dass kein lebender Mensch (Mann, Frau oder Divers) sie hätte erfüllen können. Nichtsdestotrotz war es Nahles selbst, die aufgegeben hat. Am Ende des Tages war es ihre Entscheidung, zu gehen und die kam für meine Begriffe früher, als es hätte sein müssen. Schade drum, aber nicht der Fehler des Patriarchats.
Frau Nahles wurden die Fehler nicht deshalb angekreidet, weil sie eine Frau ist, schärfer als bei einem Mann schon gar nicht
Bei Frau Nahles war es definitiv die Häufung.
"Steinmeiers Stinkefinger" war eine einmalige Entgleisung, medial ebenso verwurstet, wie die EntgleisungEN der Frau Nahles.
Schauen Sie sich einfach mal die Mediathek an, z.B. die Satiresendung "Wochenshow".
Es ist in diesem Jahr gefühlt nicht eine Sendung ohne A.Nales ausgestrahlt worden.
Von der BT-Sangeseinlage über "auf die Fresse" und "Bätschi" bis "Mindestlohni" hat sie wohl wirklich nichts ausgelassen, was sie unmöglich gemacht und der SPD geschadet hat.
Und auch bei "normalen" Auftritten hat sie Beratungsresistenz bewiesen.
Ihre unangenehme Stimme, für die sie NICHTS kann (!), ist mit Sicherheit innerparteilich angesprochen worden.
Jedes mal, wenn sie engagiert (und somit laut) wurde, hat sich diese Stimme auch noch überschlagen, wie im Stimmbruch!
Da muss es doch Berater gegeben haben, die ihr aufgetragen haben, Engagement anders als durch Lautstärke zu demonstrieren (?)!
Frau Nahles war vor allem eines: Peinlich. Bierkutscherniveau.
Und dafür danke ich, denn jedes mal, wenn innerbetrieblich Forderungen für "mehr Frauen in..." (egal in welchem Bereich) laut werden, bringt die Erwähnung ihres Namens, ergänzt duch Roth, von den Laien, KGE, Bär/Baer (gibt zwar beide, ich meine aber Frau Flugtaxi) ... und verbunden mit der Frage, was genau diese Personen jetzt besser machen als ihre männlichen Vorgänger, die Feministinnen (nur weiblich, männliche sind mir nicht bekannt) zum peinlich berührten Verstummen.
Ich komme allerdings nur noch sehr selten in solche Gesprächsrunden ;-) (woran das wohl liegen mag?)

Hat sich Frau Stokowski mal mit dieser Sichtweise Beschäftigt?
Wenn, dann haben auch hier die Männer Schuld, haben die Damen bestimmt durch hinterhältige Verabreichung die freie Willensbestimmung beeinträchtigender Substanzen zu diesen Ausfällen

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lanzarot 04.06.2019, 18:57
119.

Langsam aber sicher geht mir das Geschwätz mit dem Sexismus und mit dem MeToo auf die Nerven. Und ich bin selbst eine Frau.

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