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SPD-Krise: Warum Olaf Scholz noch da ist
REUTERS

Die siechende SPD kritisieren? Macht keinen Spaß mehr. Eins aber noch: Dass in der Politik Frauen in ausweglosen Situationen an die Macht dürfen, während Männer an ihren Posten kleben, entlarvt eine sexistische Doppelmoral.

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Alles klar1 04.06.2019, 16:04
10. Ein Zeichen von Schwäche

Hier sieht man doch nur wieder, dass Frauen eben psychisch und physisch dem Mann unterlegen sind. Wer in der Politik nicht mit harter Kritik umgehen kann und sich seelisch angegriffen fühlt, hat dort wenig zu suchen. Frau Merkel hat da ein deutlich dickeres Fell.

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philemajo 04.06.2019, 16:04
11. Dass Olaf Scholz nicht die Zukunft ist ...

scheint wohl allen klar zu sein. Stimme zu, dass er einem Neuanfang ebenfalls nicht im Wege stehen sollte. Das Muster, dass Frau Nahles als armer Frau wieder Unrecht getan wird, kann ich nicht erkennen. Das Geschwaller von der Bild zählt dabei für mich nicht. Und dass die Verwundung der Seele eine Rolle spielen soll, ist für mich nicht weibliche Schwäche, sondern ein Beleg von Rückgrat und Anstand. Das Gespür für den richtigen Zeitpunkt zu gehen ist ein Zeugnis von Größe, nicht von Schwäche! Sollte es Herr Scholz es ihr gleichtun, will ich auch nichts über männlich / weiblich lesen, sondern über Anstand, Parteiwohl etc.

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cremuel 04.06.2019, 16:06
12.

Frau Stokowski war schon mal bei Herrn Scholz und er war irgendwie so gar nicht wie Varoufakis oder wenigstens ein bisschen wie Judith Butler. Das ist natürlich ein Headliner allererster Kajüte.

Und noch eine kleine Stilkritik: Ständig eigene Texte zu verlinken wirkt ein bisschen....naja, Sie wissen es ja selbst. Aber jetzt auch noch in Klammern hinterherzuschieben "Habt Ihr es auch wirklich gelesen?" wirkt geradezu verzweifelt.

Nicht, dass hier demnächst noch eine Frau in auswegloser Lage aufräumen muss.

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hatrecht 04.06.2019, 16:06
13.

Das ist doch komplett an den Haaren herbei gezogen.
Alle 6 Stellvertreter, 3 Frauen darunter, machen doch 'viel zu gerne einfach weiter wie bisher .'
Malu Dreyer, Natascha Kohnen, Thorsten Schäfer-Gümbel, Olaf Scholz, Manuela Schwesig und Ralf Stegner

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ghdh 04.06.2019, 16:07
14. Na ja

Frau Nahles ist nicht gescheitert, weil sie eine Frau ist und als sie Vorsitzende wurde, war die Situation nicht ausweglos. Aber sie hatte bereits bei Beginn ihrer Amtszeit einen fatalen Fehler gemacht, als sie nicht Vizekanzlerin wurde sondern Fraktionsvorsitzende, und mit ihrer gossensprachähnlichen Ausdrucksweise hatte sie ihren Ruf schnell ruiniert. Und als sie letzte Woche massiv und teilweise unfair kritisiert wurde, hat sie nicht die unfairen Kritiker kritisiert sondern ist davongelaufen. Führungsqualitäten hat sie nicht gezeigt.

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chrissie 04.06.2019, 16:07
15. Naja, Scholz ist jetzt nicht der Burner,

aber er hat auch keine schweren Fehler gemacht. Er ist einfach nur langweilig und versucht das als staatstragend zu verkaufen, sein Abgang wird kommen. Nahles hat schon die Maaßen-Affaire unsäglich verbockt und hätte eigentlich zurücktreten müssen. Sie hat auch auf dem Parteitag zur Groko eine Runderneuerung der Partei versprochen und NICHTS geliefert. Ihre Auftritte sind meistens peinlich und das würde ich bei einem Mann auch sagen! Aber Scholz sagt eben nicht, "ab morgen gibt´s auf die Fresse".

HG

C: Rosenbaum

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weltverbesserer75 04.06.2019, 16:07
16.

Vielen Dank für diesen Beitrag, Frau Stokowski. Die Doppelmoral der Männer ist wirklich nur schwer zu ertragen. Es braucht nicht nur in der Wirtschaft feste Quoten für Frauen (>50%), sondern auch in der Politik, wir Herr Scholz (und mit ihm die ganze SPD) eindrucksvoll beweist.

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severus1985 04.06.2019, 16:07
17. SPD-Verschleiß

Wie die Autorin richtig schreibt, hat die SPD in den letzten Jahren einen enormen Verschleiß an Vorsitzenden gehabt. Nach jedem "Tiefpunkt" musste wieder einer gehen, ausnahmslos Männer (Steinbrück, Gabriel, Schulz). Nun hat es eben auch mal eine Frau erwischt und schon ist das sexistisch. Diese Logik verstehe ich nicht. Ganz unabhängig vom Geschlecht geht jeder unter, der sich vor den Karren SPD spannen lässt. Gehört auch zur Gleichberechtigung, dass auch Frauen mal richtig ins Klo greifen dürfen.

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klaxklix 04.06.2019, 16:10
18. Selbstverständlich

Merkel, die reife Avocado....Herrlich.
Spass beseite. Frauen sind in Führungspositionen immer noch nicht selbstverständlich. Wenn sie es wären, würde kaum gesagt werden: Sie ist zurückgetreten, weil sie eine Frau ist, weil sie eine verwundete Seele hat. Martin Schulz ist auch ziemlich schnell verschwunden aus den Führungszirkel, Friedrich Mertz auch. Nun kann man spekulieren, ob Schulz zu weich ist und Mertz auch (wobei ich letzteres nicht glaube).
Es sollten viel mehr Frauen überall (!!) Führungspositionen anstreben. Klar, man kriegt dabei u.U. einiges ab (wie Nahles und Schulz), aber das ist nicht geschlechtsspezifisch. Dann wird kaum mehr gefargt, ob das ein Mann anders gemacht hätte.

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josho 04.06.2019, 16:11
19. Liebe Frau Stokowski,

ich teile ihre Ausführungen hinsichtlich Herrn Scholz. Nicht nur er, sondern der gesamten männliche Vorstand hätte nach den desaströsen Wahlergebnissen der letzten Zeit ihren Hut nehmen müssen. Nicht konform gehe ich mit den Ausführungen zu Frau Nahles. Deren Abgang und die Art und Weise, wie er geschah, hat nichts mit Frau oder Mann zu tun. Sie ist offensichtlich daran gescheitert, wie sie mit dem von ihr geführten Gremium umgegangen ist. Die Geschichte hat gezeigt, dass es sehr wohl Fraktionsvorsitzende gibt, gleich ob männlich oder weiblich, die großen Respekt genießen und über Jahre hinweg erfolgreich gearbeitet haben. Anscheinend hatte Frau Nahles hierfür keinerlei Gespür. Mitleid hat sie jedenfalls keines verdient.

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