Forum: Kultur
SPD-Mitgliederentscheid: Das leere Spektakel
Getty Images

Der SPD-Mitgliederentscheid zur Großen Koalition ist nicht der Energieschub, den unser politisches System braucht. Er verdeckt vielmehr, wie gewaltig und nachhaltig der Schaden an der Demokratie ist.

Seite 16 von 18
tiggowich 04.03.2018, 12:19
150. 10%

Here we come! Die SPD tut wirklich alles um in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden; gut so. Die 10% werden sie hoffentlich demnächst knacken. Seit Schröder und dem kompletten Verrat der SPD an ihren Grundprinzipien ist diese Partei doch nur noch eine macht-/ und postengierige Polit-Maschine.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Listkaefer 04.03.2018, 12:40
151. Danke für Ihren Beitrag, ...

Zitat von Das Pferd
Da ist was dran. Ich habe 1997 den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt. Klein, klein, ohne richtige Rücklagen, ständig absturzgefährdet. Und ich hatte, zumindest in den ersten 10 Jahren, natürlich hin und wieder durchgeplant, was ich bei einer Pleite mache, was mich in diesem Land auffängt. 2003, als Schröder die Agenda vorstellte, habe ich das als bessere soziale Absicherung als die Systeme davor erkannt. Erst mal sind die Leistungen etwas höher, zum anderen, was viele Kritiker als Zumutung empfinden, wäre das Amt verpflichtet gewesen mich bei der beruflichen Wiedereingliederung zu unterstützen. Zum anderen hat natürlich die Agendapolitik die Grundlage dafür geschaffen, daß wir nicht mehr der Kranke Mann von Europa sind, sondern, wirtschaftlich und politisch, ein Stabilitätsanker.
... und auch für den Beitrag, den Sie kommentieren. Dann sind wir ja schon 3, die Hartz4 nicht für alles Übel in unserem Land verantwortlich machen. Wundern Sie sich, wie auch ich, nicht darüber, dass die SPD schweigend ihre damaligen Schröder-Reformen in der breiten Öffentlichkeit als miserabel hinstellen lässt? Da kommt auch überhaupt nichts zur Verteidigung der Agendapolitik, die damals im Parlament ja die Mehrheit fand, und auch von der Union unterstützt wurde. Nicht wenige sind der Meinung, dass damals Schröder den Grundstein für die heutige Wirtschaftskraft Deutschlands legte, und dass Merkel unverdienter Weise davon profitierte. Nun gilt es, Nachjustierungen vorzunehmen. Wenn es stimmt, dass in unserem Land derzeit 1,5 Millionen Menschen von den Tafeln ernährt werden, dann muss jetzt etwas getan werden. Das soziale Thema steht jetzt ganz oben, und dafür sehe ich in der neuen Regierung die Kompetenz der SPD.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
womoshadow 04.03.2018, 13:00
152. Demokratie

Nun sind wir so langsam da, wo die Wende nicht mehr zu leugnen ist.
Jeder weiß, das die Gesellschaft sich verändert und es was Neues geben wird. Nur die Sozialdemokratie und auch die anderen Parteien haben es noch nicht geschnallt.
Aber so sind wir von der Urgesellschaft bis heute gekommen. Demokratie ist nicht das Letzte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pombaer 04.03.2018, 13:10
153. Spd

Ich schreibe der SPD seit Jahren, wenn sie sich in der Migrationsfrage nicht um 180 Grad dreht,
wird sie keine Wahlen mehr gewinnen. Leider ist diese Partei beratungsresistent.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dr._seltsam 04.03.2018, 13:10
154. Ohh, mitnichten...

...stirbt das Alte. Denn alle Parteien arbeiten wie in der Medizin daran, dem Alten den würdevollen Abgang -sprich die absolut notwendige Erneuerung- zu versagen! Aus meiner Sicht ist das beständige Versagen aller beteiligten sog. Eliten das eigentliche Problem. Über Dekaden hat man der Globalisierung der Wirtschaft z. B. tatenlos zugeschaut. Und nicht erst seit dem allzu offensichtlichen Diseselskandal hätte man erkennen können, dass klar ein Gegengewicht zur Steuerung fehlt. Dass Parteien keine eigene Identität mehr finden ist auch so ein Symptom des Problems. Und wenn sie denn eine haben, dann ist sie voller Extremismus oder Verachtung. Eine Entwicklung, die schon seit Jahren anhält. Im Prinzip muss man von Polikern erwarten, dass sie solche Entwicklungen stoppen. Doch weit gefehlt... uns und damit auch denen geht einfach noch viel zu gut. So jedenfalls die vielfach kolportierte Darstellung. Wir leben im sog. Informationszeitalter. Doch sind die meisten Informationen, die verteilt werden, geradzu toxisch für die Demokratie. Mindestens so toxisch wie die übersteigerte Angst vor Veränderungen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flux71 04.03.2018, 13:18
155.

Zitat von womoshadow
Nun sind wir so langsam da, wo die Wende nicht mehr zu leugnen ist. Jeder weiß, das die Gesellschaft sich verändert und es was Neues geben wird. Nur die Sozialdemokratie und auch die anderen Parteien haben es noch nicht geschnallt. Aber so sind wir von der Urgesellschaft bis heute gekommen. Demokratie ist nicht das Letzte.
"Demokratie ist nicht das Letzte"? -- Aha, was denn dann? Gewalt, Hass, Spaltung, Vernichtung? -- Oder was?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mmengi 04.03.2018, 13:29
156. Die Mehrheit

der hier diskutierenden kennen keine schwere Krise, keinen Krieg und hoffen darauf, daß es so bleibt.
Wie heißt noch dieses aufschlussreiche Buch über den Ausbruch des ersten Weltkriegs:
DIE SCHLAFWANDLER. Werden wir bald die Fortsetzung schreiben?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
flux71 04.03.2018, 13:35
157.

Zitat von mmengi
der hier diskutierenden kennen keine schwere Krise, keinen Krieg und hoffen darauf, daß es so bleibt. Wie heißt noch dieses aufschlussreiche Buch über den Ausbruch des ersten Weltkriegs: DIE SCHLAFWANDLER. Werden wir bald die Fortsetzung schreiben?
Was soll denn das heißen? Dass wir uns Ihrer Meinung nach lieber einen Krieg wünschen sollen? So ein Schmarrn!

Diejenigen, die Spaltung und Hass betreiben und lieber hetzen und beleidigen, oder diejenigen, die sogar lieber "Hure Justizia" sagen, als demokratische Institutionen anzuerkennen, diejenigen wünschen sich wohl eine "schwere Krise" oder sogar einen Krieg. Deshalb reden sie so etwas ja auch herbei.

Es ist die Sehnsucht nach Zerstörung, nicht nach Verbesserung. Und wenn man sie widerspruchslos lässt, würden sie das alles auch durchsetzen. Dafür gibt es inzwischen unzählige Beispiele, PiS z.B. Ist gar nicht so weit von Deutschland entfernt.

Bevor Sie sich hier also von einem Krieg Heil und Segen versprechen, denken Sie vielleicht nochmal nach.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
comment58 04.03.2018, 14:03
158. Nur bedingt tauglich

Die Analyse mag noch zutreffend sein. Sie mit dem Mitgliederentscheid negativ in Verbindung zu bringen: ist daneben.
Aber es musste wohl eine SPD-kritische Überschrift her.
Inhaltlich stimme ich Papazaca http://www.spiegel.de/forum/member-1034020.html vollkommen zu.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
joejoejoe 04.03.2018, 14:14
159.

"SPD-Mitgliederentscheid ........... verdeckt vielmehr, wie gewaltig und nachhaltig der Schaden an der Demokratie ist"

Das Problem der Spd besteht u. a. darin, dass führende Leute die Partei in erster Linie als persönliches Karrierevehikel ansehen. Die Entwicklung von Zukunftsvisonen ist da nur hinderlich und deswegen gibt es da nur Fehlanzeigen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 16 von 18