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SPD-Mitgliederentscheid: Das leere Spektakel
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Der SPD-Mitgliederentscheid zur Großen Koalition ist nicht der Energieschub, den unser politisches System braucht. Er verdeckt vielmehr, wie gewaltig und nachhaltig der Schaden an der Demokratie ist.

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mail2stehle 04.03.2018, 08:07
10. Nur eine Frage der Zeit

Ich denke, das ist nur eine Frage der Zeit. Unser demokratisches System ist im Prinzip nicht fähig auf richtige Krisen zu reagieren. Für den Klimawandel, Digitalisierung und vll. auch Globalisierung sind harte Entscheidungen notwendig und die werden so lange vertagt, bis der Druck von außen oder innen so groß ist, dass das System einfach teilweise kollabieren muss. Und teilweise sind Krisen ja auch systemimmanent, wie z.B. dass in regelmäßigen Zyklen die Schulden in unserem Geldsystem aus den Büchern radiert werden müssen und damit auch eine massive Umverteilung passieren muss. Ich bin gespannt, welche radikale Veränderung unser politisches System als erstes umkrempeln wird. Wenn wir Glück haben, passiert alles drei gleichzeitig.

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Palmstroem 04.03.2018, 08:09
11. Bad News are Good News

Weder Armut noch Kriminalität sind ein großes Problem in Deutschland. Und immerhin an die 80% der Deutschen sind mit ihrem Leben zufrieden. Wenn die Leute trotzdem mit der Politik unzufrieden sind, liegt das an den medialen Darstellung . Während man die eigene Lebenswirklichkeit selbst erfährt, haben wir unser Bild von der Welt durch die Medien und die leben von schlechten Nachrichten.

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intelligenzbestie22 04.03.2018, 08:10
12. Gute Analyse,

wenn man von einigen handwerklichen Fehlern (IMF statt IWF) einmal absieht.
Warum konfrontieren Journalisten wie Herr Diez nicht einmal Politiker verschiedener Parteien mit diesen Thesen, anstatt immer nur im täglichen KLein-Klein bei Interviews zu verharren?

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wamserjens 04.03.2018, 08:12
13. Der Legitimator

"...die AfD , deren vorrangige demokratische Legitimierung das Wahlergebnis ist...". Gibt es eigentlich noch eine andere?

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robho 04.03.2018, 08:12
14. Tragödie ?

In einer Demokratie kann Verantwortung nicht so einfach nach oben delegiert werden. Insofern macht das groko-Votum eben schon Sinn. Wenn die SPD Mitglieder die groko wollen, dann stehen sie genauso in der Verantwortung wie die Parteileitung. Wer jetzt für die groko ist, unterstützt weiterhin neoliberale Agendapolitik , schwarze Null, Privatisierung von Rendite versprechenden öffentlichen Infrastrukturen etc. etc. und soll sich anschliessend auch nicht darüber beklagen.

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gerd.lt 04.03.2018, 08:12
15. Punkt und Komma

An dieser Kolumne braucht nicht nur kein Punkt und kein Komma verändert oder ergänzt werden, sie bedarf auch nicht der Ergänzung und Kommentierung - sie enthält alles, was zu diesem Thema gesagt werden kann, und vor allem gesagt werden muss!

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michaelneiss 04.03.2018, 08:14
16. Ein "Nein" gegen die GroKo ist ein "ja" für die Demokratie

Hoffentlich erstattet die SPD-Basis eine Absage an die GroKo! Allein so können die Genossen die korrupte Führungsriege entmachten und zu ihren Grundwerten zurückfinden. Eine verjüngte SPD ist dem ganzen Lande zuträglich und wird langfristig dazu führen, dass die Deutschen wieder "mehr Demokratie wagen"! (O-ton Willy Brandt).

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neptun680 04.03.2018, 08:14
17. Zwangssterben

Für viele Menschen fühlt es sich als ein Zwangssterben an während man sich, wiederum zwanghaft, am Alten festhält. Das erzeugt natürlich eine enorme Spannung. Vielleicht sollte die SPD ihre GroKo Abstimmung gewinnen. Veränderungen sind wahrscheinlich wirklich dann erst nachhaltig, wenn wirklich absolut gar nichts mehr geht. Dafür könnten die Genossen durchaus noch ein paar Jährchen brauchen.

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itzenflitz 04.03.2018, 08:27
18. und was sind denn nun

die Antworten auf die ökonomischen Herausforderungen, die Globalisierung etc
?

Ich glaube ja, der Irrtum des Autors besteht in der Hoffnung, das mehr Umverteilung und staatliche Regulierung die Antwort seien. Das ist in einer globalen Welt allerdings mitnichten weder sinnvoll noch isoliert möglich.

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wkoch1960 04.03.2018, 08:27
19. SPD-Mitgliederentscheid: Das leere Spektakel

Selten einen so ehrlichen, konstruktiven Artikel über die Bestandsaufnahme und Demekratieverständis in der SPD gelesen

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