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SPD-Wahlkampf: Gerechtigkeit, später, vielleicht!
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Martin Schulz empfiehlt sich mit dem Slogan "Mehr Gerechtigkeit für alle" als Kanzler. Aber ausgerechnet bei zwei Gerechtigkeitsthemen stellt sich die SPD ignorant bis planlos an.

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didowo 30.05.2017, 15:28
30. Weshalb sollte man SPD wählen?

Wegen der Ehe für alle bestimmt nicht. Ich glaube die Mehrheit wählt gerade deshalb CDU (auch wenn sie es niemals öffentlich zugeben), weil die das so nicht wollen. Fragen sie mal hinter den verschlossenen Türen nach. Aber auch sonst ist SPD fragwürdig. "Gerechtigkeit" ? Welche, konkreter bitte, was gehört alles dazu? Und wo sind die gerade aktuellen Themen, Flüchtlingszahlen übers Mittelmeer nehmen zu, Eoropafragen? Aber bitte nicht nur allgemeines Blabla, sondern konkrete Vorschläge und Visionen.

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jan07 30.05.2017, 15:30
31. Ein Popanz

Ehe für alle? Bauen wir da nicht einen Popanz auf, denn wer hat hier wirklich gravierende und unzumutbare Nachteile? Erstmal geht es der Autorin nicht um 'Ehe für alle', sondern um Ehe für Schwule. Denn ich glaube nicht, das künftig Geschwister heiraten dürfen oder die Vielehe erlaubt wird. Wer wirklich die 'Ehe für alle' will, der sollte die eingetragenen Lebensgemeinschaften um solche Lebensformen erweitern. Und man sollte endlich das Ehegattensplitting zugunsten eines Familiensplitting ändern. Dann hätte man wirklich eine saubere Trennung: die Ehe für heterosexuelle Paare (immer noch mit weitem Abstand das gesellschaftlich präferierte Umfeld, um Kinder großzuziehen) und Lebenspartnerschaften für andere Lebensformen. Aber der Autorin geht es ja auch nicht um pragmatische Lösungen, sondern um Ideologie. Dagegen ist schwer anzudiskutieren.

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regit 30.05.2017, 15:31
32. Wow!!!

Selten treffenderes gelesen. Und dazu noch unterhaltend! Respekt!

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a.klotz 30.05.2017, 15:32
33. Genau!

Zitat von grommeck
Es ist vorbei - hoffentlich. Leere Versprechungen bekommen die Bürger aus erster Hand von der CDU. Das genügt.
Endlich jemand, dir nicht vergessen hat, was die CDU vor den letzten Wahlen immer versprochen hat und was danach geschehen ist. Highlight war ja Schwarz-Gelb 2009-2013.

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haarer.15 30.05.2017, 15:33
34.

Zitat von Jérôme1F
Ehe für Alle, ist kein Gerechtigkeitsthema. Selbst, wenn es 87% der Bevölkerung untertsützen (das heisst richtig, keine Einwände gagegen haben) ist nur eine verschwindent keline Minderheit davon betroffen. Das Zusammenleben ......
Sehe ich ähnlich. Wir leben in einer auseinanderdriftenden Gesellschaft und genau da und nur da greift das Thema Gerechtigkeit. Mit der Ehe für alle kann doch keine Partei einen Blumentopf gewinnen.

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post.scriptum 30.05.2017, 15:35
35. Die schöne Metapher ...

... von dem in Bayern liegen gebliebenen Zug, den die Fahrgäste durch Anschieben wieder ins Rollen brachten, kann für den Martin-Schulz-Zug nicht gelten. Der steht nämlich im SPD-Schuppen Nr. 100 und ist nie losgefahren. Und wenn er losfährt, bleibt er am 24. September mit Totalschaden liegen.

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yaakov 30.05.2017, 15:38
36. Frau Stokovski hat den Knall nicht gehört!

In NRW hat die SPD 310 000 Wähler an die CDU verloren, insbesondere ältere Leute. Für die ist die Ehe für alle kein Gerechtigkeitsproblem. Mit rechtlicher Gleichstellung von Schwulen haben die aber kein Problem. Aber mit Einbrüchen, Rentenabsenkung, globalen Schengen-Raum, ...
Die Ratschläge für die SPD sind aus meiner Sicht vergiftet.

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brotfresser 30.05.2017, 15:43
37. Wer sagt denn, dass alle

Zitat von Helmetzer
Dass dies nicht passiert (ist), sagt doch alles über die SPD aus.
Dunkelroten und alle Grünen das wollen. Glauben Sie wirklich, dass die realos das tun werden?

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alternativloser_user 30.05.2017, 15:45
38. Spd ...

Es ist erbärmlich wie die SPD sich selbst zum Wurmfortsatz der CDU degradiert.
Und die Hinweise der SPD, nicht gegen den Koalitionspartner zu agieren sind lächerlich. Genau das macht die CDU doch schon die ganze Zeit über, nur anscheinend ist die SPD zu blöd es zu merken!
Oder aber, die SPD und CDU haben sich beide so Richtung "Mitte" bewegt, dass es gar keine Unterschiede mehr gibt.
Dann stellt sich allerdings die Frage, wieso man die SPD überhaupt wählen sollte.
Wenn ich aktuell "Mitte" wählen will, dann doch direkt das Original CDU und nicht eine sich selbst verbiegende und alle Prinzipien über Bord werfende SPD.
Und wenn ich "Sozial" wählen will, dann direkt die Linkspartei, die im Gegensatz zur SPD noch die Bedeutung des Wortes kennt.
In dem Zusammenhang auch lustig, dass die SPD eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausschliesst, obwohl die beiden eigentlich natürliche Verbündete sein müssten.

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Strichnid 30.05.2017, 15:47
39.

Zitat von defabc7
Nämlich der SPD die schon länger zurück liegende Agenda 2010 bis ans Ende der Tage nachzutragen. Während Merkels Entscheidung bezüglich der Flüchtlinge schon vollkommen vergessen ist. Sagt einiges aus, wie in der hiesigen Gesellschaft und Medienlandschaft in extremster Weise mit zweierlei Maß gemessen wird.
Na, da wird ja auch zu Recht mit zweierlei Maß gemessen.
Die Flüchtlingsherausforderung ist in erster Linie eine organisatorische Aufgabe für die Verwaltungen gewesen, betraf aber nur wenige Bürger direkt.

Die Gerechtigkeitsfrage geht uns alle an.

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