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SPIEGEL exklusiv: Gurlitt will kein einziges Bild freiwillig zurückgeben
REUTERS

Cornelius Gurlitt, der Besitzer des Schwabinger Kunstschatzes, äußert sich im SPIEGEL erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn. Sein Vater habe die weit mehr als tausend Kunstwerke "rechtmäßig erworben", Beweise dafür habe er der Staatsanwaltschaft geliefert. "Freiwillig gebe ich nichts zurück", sagt der 80-Jährige.

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skeptiker007 17.11.2013, 10:38
10. ja sicher

Sein Vater hat alle Bilder rechtmäßig erworben. Deshalb hat er auch nach dem Krieg erklärt, dass alle Bilder verbrannt sind.

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götzvonberlichingen_2 17.11.2013, 10:38
11. Wenn schon denn schon

Ok, Raubkunst zurück an die rechtmäßigen Besitzer. Dann bitte aber nicht nur bei Herrn Gurlitt Engagement zeigen, sondern auch die Deutschen Museen von Beutekunst befreien - denn dort lagern noch diverse Schätze die eigentlich zurückgegeben werden müssen.
Dann bitte auch die Kunstwerke zurückgeben, die zu Zeiten Schliemanns und Co "rechtmäßig" erworben wurden.
Aber es ist wie immer - befindet es sich in öffentlicher, staatlicher Hand, dann ist Beutekunst nicht gleich Beutekunst....

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meinsenf1 17.11.2013, 10:41
12.

Zitat von toormaschine
Es mag ja sein, dass er meint, diese Bilder einfach geerbt zu haben. Aber interessant wäre zu erfahren, wie "rechtmäßig" die Bilder in den Besitz des Vaters gekommen sind. Und ich bin kein Jurist, aber (auch gutgläubiger) Erwerb von gestohlenen Sachen ist nicht möglich - wie sieht's bei Erbe aus ?? Und einfach "gesammelt" hat sowas kein Mensch.
Ich habe in der SZ gelsen, dass die Museen rein rechtlicht keinen Rückgabeanspruch haben, weil die Bilder vom damaligen Staat aus staatlichen Museen entfernt wurden und die Bundesrepublik Rechtsnachfolger des damaligen Staates ist.
Von daher ist alles "rechtens".

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ebensolchen 17.11.2013, 10:41
13. damit wird er zum teil sogar auch recht haben

nicht alles was in damaligen zeiten von jüdischen familien verkauft wurde wurde auch unrechtmässig erworben. mein grossvater, nicht jüdischer herkunft, hat zu damaligen zeiten auch alle sich im familienbesitz befindlichen wertgegenstände zu geld gemacht - und sie weit unter, nach heutigen masstäben gesehenen, wert verkauft - um zu überlben und sich eine neue existenz aufzubauen. ein recht auf rückübertragung gibt es hier auch nicht.

hier muss stark differenziert werden, zwischen einem verkauf und kauf der der damaligen zeit geschuldet ist, oder einem verkauf und kauf der der jüdischen herkunft, oder aber auch politischen gesinnung geschuldet ist.

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carlitom 17.11.2013, 10:41
14. Rechtmäßig?

Zitat von sysop
Cornelius Gurlitt, der Besitzer des Schwabinger Kunstschatzes, äußert sich im SPIEGEL erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn. Sein Vater habe die weit mehr als tausend Kunstwerke "rechtmäßig erworben", Beweise dafür habe er der Staatsanwaltschaft geliefert. "Freiwillig gebe ich nichts zurück", sagt der 80-Jährige.
Wie kann der Vater von Gurlitt mehr als tausend Kunstwerke dieser "Güteklasse" und unter der Zeit der Naziherrschaft rechtmäßig erworben haben? Welches Vermögen hätte er dann haben müssen, um alle diese Kunstwerke gekauft und bezahlt zu haben? Und wenn er sie nicht gekauft hat, was sollte daran "rechtmäßig" sein?
Hier spricht ein alter, verwirrter Mann, der sich seine Legende gebastelt hat. Nichts davon ist glaubwürdig. Der einzige, der das wohl inzwischen glaubt, ist er selbst.

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joachimfalkowski 17.11.2013, 10:43
15. .....

mag ja alles sei, aber ich frage mich doch, was müssen das für Scheiß Bilder sein, mit denen man 50 Jahre in einem Raum ist und die nicht mal einen Hauch eines Sinneswandels bewirken???
Eine geballte Ladung Zeitgeist auf Leinwand ohne jede Kraft.
Hier Versagen nicht nur Politik
und Menschen sondern auch die Kunst an sich.

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PassauerJung 17.11.2013, 10:43
16. Naja

Da kann der nette Herr das Testament und eine Million Quittungen der Staatsanwaltschaft liefern oder sogar die halbe Verkäuferkette vor Gericht laden - sobald die Bilder abhanden gekommen sind, ist gutgläubiger Erwerb UMMÖGLICH, § 935 BGB. Spannend ist eher, ob diese Norm oder eine vergleichbare rückwirkend oder sonstwie anwendbar ist.

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dynan 17.11.2013, 10:44
17. Problematisch

Selbst wenn man Gurlitt nachweisen sollte, die Gemälde nicht gutgläubig erhalten zu haben, so liegt das Problem doch woanders. Er ist in diesem Fall zwar lediglich Besitzer der Kunststücke und nicht etwa Eigentümer, da jedoch aufgrund von Verjährung ein Herausgabeanspruch nicht mehr geltend gemacht werden kann, ist es durchaus möglich, dass die Werke in seinem Besitz verbleiben.

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alverna 17.11.2013, 10:45
18. Komisch

Zitat von sysop
Cornelius Gurlitt, der Besitzer des Schwabinger Kunstschatzes, äußert sich im SPIEGEL erstmals zu den Vorwürfen gegen ihn. Sein Vater habe die weit mehr als tausend Kunstwerke "rechtmäßig erworben", Beweise dafür habe er der Staatsanwaltschaft geliefert. "Freiwillig gebe ich nichts zurück", sagt der 80-Jährige.
Ist es schon wenn jetzt 70 Jahren nach dem Krieg immer noch wieder derartige Funde gemacht werden. Irgendwie kommt mir so etwas doch eher duester vor. Aber Okay jetzt ist diese Sammlung ins Rampenlicht gerueckt worden und stellt sich irgendwie automatisch auch die Frage wo kam sie ursprunglich her. Denn mit dem was ihr vorsteht moechte ich mich nicht befassen, das sei dem Herrn GURLITT ueberlassen.

Und dann kann es leider jedoch nicht anders sein als das man sich da tatsaechlich fragt wie kam dieses Konvolut ueberhaupt zu Stande denn von einer Sammlung kann man kaum noch sprechen.
Diese Frage verdient jetzt jedoch eine Antwort und auch wenn die nur recht schlicht sein kann: "Alles ist in Ordnung denn....", wenn eine solche Antwort jedoch nicht gegeben werden kann einfach weil es sie nich gibt, ja dann sollten die Instanzen sich einschalten um die Wahrheit ans Licht zu bringen.

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MaxMeier123 17.11.2013, 10:48
19.

Zitat von toormaschine
Es mag ja sein, dass er meint, diese Bilder einfach geerbt zu haben. Aber interessant wäre zu erfahren, wie "rechtmäßig" die Bilder in den Besitz des Vaters gekommen sind. Und ich bin kein Jurist, aber (auch gutgläubiger) Erwerb von gestohlenen Sachen ist nicht möglich - wie sieht's bei Erbe aus ?? Und einfach "gesammelt" hat sowas kein Mensch.
Sollten die Bilder gestohlen sein, die Betonung liegt auf sollte, dann würde der Herausgabeanspruch nach 30 Jahren verjähren. Bedeutet: Er wird zwar nicht der Eigentümer, aber der Besitzanspruch wurde "ersessen". Egal welcher Vorwurf im Raum liegt, (Steuerhinterziehung etc., alles verjährt).

Ich bin auch kein Jurist. Aber bis jetzt sehe ich keine juristische Grundlage dafür, warum der Mann enteignet werden soll. Bis jetzt vertrete ich den Standpunkt, dass Herr Gurlitt vom Staat bestohlen wurde.

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