Forum: Kultur
Spielberg-Drama "Die Verlegerin": Ansteckende Krawall-Lust
Universal Pictures

In Rekordzeit drehte Steven Spielberg seinen neuen Film "Die Verlegerin" mit Meryl Streep und Tom Hanks. Vor dem Hintergrund des Vietnamkriegs zeigt der Oscar-Anwärter, wie unverzichtbar eine freie Presse ist.

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femdoc 22.02.2018, 15:29
1. Ja

Eine freie Presse, JA, frei von politischen Einflüssen, von rechts und links, sachliche, auf Fakten basierende Recherche und Analyse. Kommentare, die klar als subjektive Meinungen gekennzeichnet sind. JA, das können wir in Deutschland auch dringend gebrauchen, eine objektive, freie Presse.

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solna 22.02.2018, 15:53
2. Stereotyp

Ich finde es sehr charmant, wenn ein 'Kraut' einen 'typischen Ami-Film' ansieht. Schade, dass auch in der Gegenwart derart hässliche Worte zu finden sind. Zugegeben, 'US-Amerikaner' ist sehr lang, aber 'Ami' geht echt nicht, Ihr Krauts.

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ChrisBlessing 22.02.2018, 16:01
3. Ja, freie Presse ist immer gut

Aber was versteht man unter "freier" Presse? Kaum ein Journalist ist "frei" und präsentiert Fakten ungeschönt oder im Sinne seiner eigenen Weltanschauung verzerrt. Es gibt nur ganz selten einfach Fakten. Normalerweise wird dem Leser eine Mischung aus populär-- modischen Ideen - je nach Zeitgeist und Gusto der Journalisten - und einer der aktuellen Tagespolitik verpflichteten Denkweise vorgesetzt. Mit Bildern und Worten wird manipuliert, dass sich die Balken biegen, je nachdem soll auch die Leserin "umerzogen" werden und die Medien agieren dabei ganz samtpfotig, so dass man es nicht merken soll. Die Leute merken es aber doch, man merkt die Absicht und ist verstimmt. Wenn Sie schreiben: "So wollen wir debattieren", sagt das eigentlich schon alles, denn Sie, eine bestimmte Zeitung oder eine bestimmte Sendung usw, will eben genau immer nur "so debattieren" wie es ihr in den Kram passt. Die einen versuchen von links Einfluss zu nehmen, die anderen von rechts. Gelogen wird sowieso und Tag für Tag. Meist entlarven sich die Lügner selbst, oder es kommt irgendwie heraus. Seit neuestem spricht man ständig von Fake News und tut so, als ob früher nicht gelogen wurde. Sehen Sie sich nur Ihr obiges Beispiel an: Politiker haben schon immer gelogen und tun es auch heute immer noch im grossen Stil. Und die Medien helfen eifrig mit, denn ohne Lügen könnten sie ja auch nichts "aufklären" und als Helden dastehen.Als Leserin muss ich mir die Perlen heraussuchen aus dem grossen Misthaufen der Lügen , Halbwahrheiten und Verdrehungen. Und das natürlich auch nur in meinem Sinn, denn meine "Perlen" sind jemand anderes Misthaufen.

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noalk 22.02.2018, 16:03
4. Ami-Film

Bei solchen Filmen drängt sich mir immer die Frage auf, was davon der Realtität entspricht und was als "spielfilmtaugliche Dramatisierung" erfunden wurde. Wenn ich an die vernichtendeSpOn-Kritik zu Akins "Aus dem Nichts" denke, wundere ich mich schon über diese Kritik zu "The Post". Wohlwollend, weil hier die - nicht nur in einer Demokratie wichtige - journalistische Arbeit glorifiziert wird?

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El_Brain 22.02.2018, 16:30
5. The Post

Ich präferiere den amerikanischen Titel 'The Post', welcher die gesamte Zeitung in den Fokus rückt und es nicht auf Merly Streeps Rolle der Verlegerin reduziert.
Dafür haben andere Charaktere zu viel Screentime.

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kael 22.02.2018, 17:05
6. Richtig

Zitat von El_Brain
Ich präferiere den amerikanischen Titel 'The Post', welcher die gesamte Zeitung in den Fokus rückt und es nicht auf Merly Streeps Rolle der Verlegerin reduziert. Dafür haben andere Charaktere zu viel Screentime.
Sie haben Recht. Aber ein Film muss sich auch "verkaufen". Für viele (vor allem jüngere) Zuschauer dürfte ein Titel wie "The Post" vermutlich nichtssagend sein. Denn wer von denen kennt schon die "Washingten Post" und ihre ebenso investigative wie dramatische Hauptrolle bei den Pentagon Papers und dem Watergate-Skandal? Und wer von ihnen weiß schon, dass die "Post" einen amerikanischen Präsidenten gestürzt hat?

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Bernhard.R 22.02.2018, 17:21
7. Formell haben wir eine freie Presse

Die Realität sieht anders aus. Zu oft werden amtliche Sprachregelungen übernommen, z. B. Die "völkerrechtswidrige Annexion der Krim", werden Sachverhalte nicht hinterfragt und wichtige Informationen verschwiegen. Z. B. wie geht es den Affen oder Menschen, die Stickstoffabgase geatmet haben? Die Gefälligkeit gegenüber hohen Mandatsträgern wirft ein zweifelhaftes Licht auf unsere Medien. Z. B. als die Journalistin Sabine Rau am 17.03.2017 den Großen Zapfenstreich zu Ehren von Joachim Gauck moderierte. Sie erwähnte dabei zweimal, daß wir keine Hochzeit mit der "First Lady" Daniela Schadt im Schloß Bellevue erlebt haben. Rau hat nicht erwähnt, daß Gauck seit 1959 mit Gerhild verheiratet ist.

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kael 22.02.2018, 17:21
8. Auch stereotyp

Zitat von solna
Ich finde es sehr charmant, wenn ein 'Kraut' einen 'typischen Ami-Film' ansieht. Schade, dass auch in der Gegenwart derart hässliche Worte zu finden sind. Zugegeben, 'US-Amerikaner' ist sehr lang, aber 'Ami' geht echt nicht, Ihr Krauts.
Nun schimpfen Sie mal nicht derart pauschal über uns ("Ihr Krauts"). Da hat wohl eine einzelne dumme Person ihre Stimme erhoben und Sie formulieren daraus einen hässlichen Rundumschlag gegen alle. Auch das ist stereotyp.

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ortwin Loewa 22.02.2018, 18:16
9. Den wahren Helden nicht vergessen

Es ist schade, dass in der Rezension der Name Daniel Elsberg nicht genannt wird. Ihm vor allem und seiner Mut ist es zu verdanken, dass sich Times und Post dazu aufrafften, der Nixon Regierung die Stirn zu bieten. Sein genialer Einfall, einen Senator dazu zu bringen,in einem Ausschuss so lange aus den Papieren zu zitieren, bis er nur noch alleine übrig war und eine grosser Teil der Papers dann zu Protokoll genommen wurde, war ein Highligt. Elsberg gehört der Ruhm. Ohne den Verdienst der Post zu schmälern - die Journalisten haben nur ihr Arbeit gemacht. dass dies heute schon bemerkenswert ist, sagt eigentlich alles.

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