Forum: Kultur
S.P.O.N. - Der Kritiker: Al-Dschasira der Wutbürger

Medien sind böse, Macht ist böse, Krieg ist böse, und*nur er selbst ist gut - so*schlicht denkt der linke Kulturbolschewist. Diesen Typus*kann man derzeit*in der*"Kulturzeit" auf 3sat studieren, denn dort steht einer seiner*Vertreter*vor der Kamera.

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eugencluster 01.04.2011, 17:18
1. Ernst Grandits hat Recht

im Gegensatz zu Ihnen, Herr Diez. Mir ist jeder linke "Kulturbolschwist" lieber als verkrampfte Neoliberale, die leider nicht verstanden haben, worum es in der Welt geht: Um Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit. Und das ist mit dem Kapitalismus sicher nicht zu schaffen.

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avollmer 01.04.2011, 17:21
2. Ungutes Gefühl

Zitat von sysop
Diesen Typus*kann man derzeit*in der*"Kulturzeit" auf 3sat studieren
Ich hatte das zweifelhafte Vergnügen ebenfalls diese Sendung zu sehen und hatte mir schon die Frage gestellt ob es eine Schnittmenge von Redaktion und Westerwelles Beraterkreis gibt oder gar das Auswärtige Amt als Sponsor auftritt.

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spon-tan100 01.04.2011, 17:37
3. Hoppedietz Erwachen?

Also, mit Verlaub, Herr Dietz, den Kalauer mit der Rampensau hätten Sie sich besser verkniffen. Dann wäre Ihr unbändiger Zorn gegen den Herrn Grandits nicht gar so arg ausgefallen. Unter Verzicht auf eine Retourkutsche (wobei ich nicht weiß, ob ich Sie mit "Kutsche" verletzten könnte, was ich keinesfalls möchte), gebe ich bei aller eigener Kritik gerade an dieser einzelnen Sendung doch zu bedenken, dass Herr Grandits Sarajewo hinter sich hat. Das scheint zu prägen, und zwar so stark, dass auch mal etwas daneben gehen kann. Daraus nun ein Recht auf Globalschelte herleiten zu wollen, ist recht nahe bei der Geschichte von der Mücke und dem Elefanten.

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IAdmitIAmCrazy 01.04.2011, 17:37
4. Was hat das mit Al-Jazeera zu tun?

Ich bin ein bisschen langsam und schwer von capé: Bislang habe ich die englische Version von Al-Jazeera als journalistisch professionell gemachten Sender kennen gelernt, sicherlich nicht unbedingt israel-freundlich, aber z.B. während der Ägyptenkrise sicherlich am nächsten "dran". Al-Jazeera muss sich vor unseren öffentlich-rechtlichen nicht verstecken, und vor der Meinungsmache bei Fox News und MSNBC alle mal nicht.

Was also haben der "Wutbürger" und Ernst Grandits mit Al-Jazeera gemein?

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steinaug 01.04.2011, 17:40
5. Guter Beitrag

Ein guter Beitrag. Diese Kritik trifft aber auf alle Nachrichtensendungen der öffentlich-rechtlichen Propagandasender zu . Wo ist der Unterschied zwischen Tagesschau, Tagesthemen, heute, heute journal und der aktuellen Kamera ?

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Sapientia 01.04.2011, 17:45
6. Interessant, und nun bilden Sie mal - falls nicht zu scher -

Zitat von sysop
Medien sind böse, Macht ist böse, Krieg ist böse, und*nur er selbst ist gut - so*schlicht denkt der linke Kulturbolschewist. Diesen Typus*kann man derzeit*in der*"Kulturzeit" auf 3sat studieren, denn dort steht einer seiner*Vertreter*vor der Kamera.
eine Analogie zur Berichterstattung in SPON, wo liegen denn da die Schwachstellen, wie Sie einem "seiner Vertreter der Kulturzeit vor der Kamera" anhängen; der jedoch steht nur weit im Hintergrund. Hier hingegen möchgte man immer ganz ganz vorne stehen, bietet dafür aber leider nur hohle Superlative - genauso einseitig, Medien toll, Macht toll, Krieg geil, geifer, geifer, geifer, wer bringt die besten Schlagzeilen?

Von investigativem Journalismus mit guter Allgemeinbildung Lichtjahre entfernt - daher der verlegene Verweis auf Kulturbolschewisten?

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tadamtadam 01.04.2011, 17:46
7. genau...

Zitat von eugencluster
im Gegensatz zu Ihnen, Herr Diez. Mir ist jeder linke "Kulturbolschwist" lieber als verkrampfte Neoliberale, die leider nicht verstanden haben, worum es in der Welt geht: Um Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit. Und das ist mit dem Kapitalismus sicher nicht zu schaffen.
... die welt wäre ein besserer ort, wenn man verrückte despoten in ruhe völker abschlachten lassen würde. richtig erkannt! logisches denken ist nicht so ihre stärke, oder?


wer die unterstützung aufständischer gegen einen wahnsinnigen als "neoliberal" bezeichnet, sollte sich schleunigst in ärztliche behandlung begeben, es ist nämlich das genaue gegenteil. der neoliberale würde sich bemühen, geschäfte mit dem diktator fürderhin zu machen, weil der nämlich die flüchtlingsströme aus afrika von europa fernhält. das neoliberale zugeständnis ist, ihn in ruhe zu lassen und nicht, ihn aus dem amt zu jagen. man sieht ja, dass die vorzeigeneoliberalen unseres landes von der FDP kein interesse an einer intervention haben.

nächstes mal hirn einschalten, bevor sie was schreiben.


gute besserung weiterhin.

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Zephira 01.04.2011, 17:53
8. Kommentar

Zitat von eugencluster
im Gegensatz zu Ihnen, Herr Diez. Mir ist jeder linke "Kulturbolschwist" lieber als verkrampfte Neoliberale, die leider nicht verstanden haben, worum es in der Welt geht: Um Frieden, Gleichheit und Gerechtigkeit. Und das ist mit dem Kapitalismus sicher nicht zu schaffen.
Gleichschaltung und Unterdrückung sind das Gegenteil von Freiheit und Gerechtigkeit. Aber Sie haben Recht, erstere sind nicht mit Liberalismus und Kapitalismus zu erreichen. Dafür braucht es schon dezidierte Herrschaftsideologien.

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taggert1977 01.04.2011, 17:58
9. Kritik tut nicht schlecht

Ich bin ein treuer Kulturzeit-Fan, aber ich finde diesen Kommentar so wunderbar böse, unangepasst und diskussionswürdig, dass ich ihn einfach ein wenig zu kurz finde. Ich hätte ja gerne noch den Brückenschlag zu dem iranischen Machthaber gelesen, wobei dies dann doch fast schon zu unangepasst und zu böse gewesen wäre.

Kulturzeit ist wirklich zu einer kulturellen Größe in Deutschland geworden. Es stimmt schon, dass Kulturzeit unantastbar geworden ist. "19:20 Uhr-3Sat" ist das Mantra des Bildungsbürgers geworden - ein klein wenig Kritik kann da nicht schaden.

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