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S.P.O.N. - Der Kritiker: Das Loch, das wir Gegenwart nennen

Was war 2012 für ein Jahr? Und welche Auskunft geben die Bücher, die 2012 erschienen sind, auf diese Frage? Ein Blick auf sieben Titel, die davon erzählen, wie wir in den vergangenen Monaten gedacht, geträumt, geliebt und gelogen haben.

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agua 14.12.2012, 20:26
10.

Zitat von Spiegelkritikus
Echt? Und was denken die Schnecken, wenn sie gestreichelt werden?
Untertitel:Was wir von Tieren ueber Physik lernen koennen .Die Autoren sind Puntigam,Gruber,Oberhammer Ich habe das Buch erst begonnen, aber bis jetzt gefaellt es mir....

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agua 14.12.2012, 20:32
11. In dem Moment

Zitat von Schizo-Gen
Wenn Sie einen Schlag auf den Kopf bekommen, dann erleben Sie das in dem Moment auch nicht bewusst. Entweder Sie fallen in Ohmacht, oder Sie erleben das "gespeicherte Echo" in Form von Schmerz, welches Sie dann bewusst geistig reflektieren können. Das Denken kann zukunftsgewandt sein, im Sinne des Vermeidens ähnlicher Erfahrungen. Gegenwart exisitiert natürlich schon, aber klar können wir mit ihr nicht unmittelbar etwas anfangen, also wird sie erst mal abgepeichert, bewertet und bei Irrelevanz entsorgt - wo auch immer, weil es ja sein kann, dass bestimmte Dinge erst rückwirkend an Relevanz gewinnen.
wo ich den Schmerz fuehle,ist der Schlag schon Vergangenheit.Der Schmerz bleibt gegenwaertig fuer die Dauer einer begrenzten Zeit...Ich kann planen, dass mir das nicht wieder geschieht,aber da keine Situation einer anderen gleicht,kann ich mir nicht sicher sein.

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Schizo-Gen 14.12.2012, 20:50
12. Sinn

Zitat von agua
wo ich den Schmerz fuehle,ist der Schlag schon Vergangenheit.Der Schmerz bleibt gegenwaertig fuer die Dauer einer begrenzten Zeit...Ich kann planen, dass mir das nicht wieder geschieht,aber da keine Situation einer anderen gleicht,kann ich mir nicht sicher sein.
Klar - der eine sucht Sicherheit in "Schmerzvermeidung", der andere darin im Geschehnis einen Sinn, bzw. "das Positive" zu erblicken. Genuso gibt es unterschiedliche Arten mit "Existenzangst" umzugehen, indem man sich "verbunkert" oder indem man die Todesangst überwindet. Frage ist, unter welchen Umständen aus ganzheitlicher Sicht welche Variante "gesünder" ist.

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caecilia_metella 14.12.2012, 20:51
13. Guter Artikel,

gute Empfehlungen. Vielen Dank.

Ich lese alles gern. Nur keine Interpreten von Interpreten von Interpreten. Am liebsten das Original.

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antirechthaber 14.12.2012, 21:00
14. Abstand

Zitat von sysop
Was war 2012 für ein Jahr? Und welche Auskunft geben die Bücher, die 2012 erschienen sind, auf diese Frage? Ein Blick auf sieben Titel, die davon erzählen, wie wir in den vergangenen Monaten gedacht, geträumt, geliebt und gelogen haben.
Ist doch noch viel zu früh! Sollte in 7 Tagen kein geophysikalisches oder kollektiv-psychisches Ereignis eintreten, was die Vernichtung der Menscheit zur Folge hat (ich glaube eher nicht), dann werden Berichte mit Abstand (mind. 5 Jahre) viel mehr Aussagekraft haben.

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agua 14.12.2012, 21:03
15.

Zitat von Schizo-Gen
Klar - der eine sucht Sicherheit in "Schmerzvermeidung", der andere darin im Geschehnis einen Sinn, bzw. "das Positive" zu erblicken. Genuso gibt es unterschiedliche Arten mit "Existenzangst" umzugehen, indem man sich "verbunkert" oder indem man die Todesangst überwindet. Frage ist, unter welchen Umständen aus ganzheitlicher Sicht welche Variante "gesünder" ist.
verbunkern und Schmerzvermeidung ist toedlich fuer das Leben.Die Ueberwindung von Angst,ist die Voraussetzung fuer Handeln, weil Angst ist laehmend.

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Schizo-Gen 14.12.2012, 21:40
16. Paradox

Zitat von agua
verbunkern und Schmerzvermeidung ist toedlich fuer das Leben.Die Ueberwindung von Angst,ist die Voraussetzung fuer Handeln, weil Angst ist laehmend.
Das Anhäufen von Milliarden ist ja nichts anderes als "Verbunkerung" und dies setzt schon auch ein gewisses "Handeln" voraus. Die Definition der "Vernunft" fußt auf der Todesangst, wobei man dann auch zwischen der egozentrischen und ganzheitlichen Perspektive differenzieren muss. Klar ist der Tod stärker als Liebe, weil man als Leiche unmöglich lieben kann, während man hingegen auch ohne Liebe vegetieren und sich am Markt orientierend betätigen kann.

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peeka 15.12.2012, 00:10
17. "Die zweite Hälfte des Himmels..."

Zitat von Spiegelkritikus
Ich würde mal ganz ketzerisch behaupten, daß diese Bücher herzlich wenig über das Jahr 2012 aussagen. Den meisten Bürgern dürften die Autoren schlicht unbekannt sein, lediglich Michael Jackson ist geläufig. Wenn Herr Diez sie gelesen hat, dann waren es für ihn natürlich Events in diesem Jahr, andere Menschen hatten andere. Schade, der Titel vom "Loch der Gegenwart" hätte zu einer philosophischen Analyse des Begriffs "Gegenwart" und generell der Zeit genutzt werden können. Kann der Mensch Gegenwart überhaupt bewußt (er-) leben, oder ist er sich in Wirklichkeit geistig immer entweder voraus oder hinterher, also in der Zukunft oder Vergangenheit? Läßt sich Gegenwart als Grenze zwischen beidem nur leben oder auch denken? Ist sie nur ein abstraktes Postulat unseres Verstandes? Das Jahr 2012 war genau genommen die Wegstrecke, die die Erde bei einer Umkreisung der Sonne zurückgelegt hat, so wie es schon seit etwa 4,7 Milliarden Jahren der Fall ist. Alles andere ist Wahrnehmungs- und Interpretationssache.
...könnt Ihr haben, das Hier und das Jetzt das behalte ich" (Peter Hein, das Buch des Jahres 1980 war bekanntermaßen das 1979 erschienene Album "Monarchie Und Alltag" von den "Fehlfarben" - passt hier zu gut auf Ihren Titel "wieder ein Jahr")

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ARIAGNI 15.12.2012, 10:49
18.

Zitat von sysop
Das Loch, das wir Gegenwart nennen[/url]
Ich bin der Meinung, dass die Vergangenheit eine Welt aus vergrößerten Ängsten und verschönten Erlebnissen ist, die kaum mit der wirklich erlebten Realität zu tun hat. Die Zukunft ist ein noch nicht erforschtes Land.
Uns bleibt die Gegenwart, aber wir sind meistens zu beschäftigt, um sie zu genießen und ihr bewusst zu werden.

Die empfehlenden Bücher kenne ich nicht, werde aber gern einige von ihnen lesen. Zurzeit lese ich an ein Buch, 1992 veröffentlicht, "Der Fuchs was damals schon der Jäger" von Herta Müller. Hermetisch und pessimistisch.

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Spiegelkritikus 15.12.2012, 11:01
19. Das Ende des Maya-Kalenders

Zitat von antirechthaber
Ist doch noch viel zu früh! Sollte in 7 Tagen kein geophysikalisches oder kollektiv-psychisches Ereignis eintreten, was die Vernichtung der Menscheit zur Folge hat (ich glaube eher nicht), dann werden Berichte mit Abstand (mind. 5 Jahre) viel mehr Aussagekraft haben.
Genau, zur Wintersonnenwende am nächsten Freitag endet der Kalender der Maya und Herr Diez hat die große Ehre, vorsorglich eine Abschiedskolumne zu schreiben. Ein Jahrtausende umfassender Zeitzyklus geht zu Ende, was jedoch mitnichten das Ende dieser Welt bedeutetn muß.

Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen hatte der vom Herrscher beauftragte Kalendar an diesem Tag das Pensionsalter erreicht und den Kalender nach Beamtenmanier pünktlich geschlossen. Aus Spargründen wurde die Stelle nicht neu besetzt, das kennen wir ja auch aus unserer Zeit.

Es beginnt einfach der nächste Zyklus, auch ohne Maya-Kalender. Ob sich die Menschheit dabei zu einer neuen Bewußtseinsform transformiert, wie von etlichen Leuten angenommen, darf nach den bisherigen Erfahrungen freilich mit Fug bezweifelt werden!

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