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S.P.O.N. - Der Kritiker: Der Krieg der Linken

Machen wir uns schuldig, wenn*deutsche Piloten Bomben auf Libyen werfen? Oder wenn sie es nicht tun?*Die Regierung Merkel*verhält sich*in dieser Frage mal wieder prinzipienlos. Ganz anders die Linke: Sie*verheddert sich gerne*in den Widersprüchen dieser Welt.

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Willie 25.03.2011, 15:50
1. -

"....Sie glaubt nicht an Wahrheit. Sie glaubt nicht an Richtig und Falsch. Aber sie bleibt deshalb nicht passiv, sie bleibt nicht teilnahmslos. Sie hat im Grunde nur eine Botschaft: Du musst tun, was du tun musst.
Alles andere ist Versagen. Alles andere ist Schuld....."

1. Wahrheit "ist".
Wer was anderes zu glauben vorzieht, gibt sich Illusionen hin.

2. Wer keine Wahrheit akzeptiert, kein Richtig und Falsch kennt, fuer den gibt es weder ein "was du tun musst", noch ein "Versagen" noch ein "Schuld".

Insofern ist das im Artikel dargelegte nichts als kompletter Unsinn.

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rockybalboa 25.03.2011, 15:59
2. Nicht Fisch und nicht Fleisch

Alles schön und gut. Doch was soll uns dieser Beitrag jetzt sagen?

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testthewest 25.03.2011, 15:59
3. Titel

Zitat von sysop
Machen wir uns schuldig, wenn*deutsche Piloten Bomben auf Libyen werfen? Oder wenn sie es nicht tun?*Die Regierung Merkel*verhält sich*in dieser Frage mal wieder prinzipienlos. Ganz anders die Linke: Sie*verheddert sich gerne*in den Widersprüchen dieser Welt.
Kennt unsere Moral und unser Anspruch diese durchzusetzten eigentlich noch eine Grenze?
Sind es wirklich WIR, die wir auf der gesamten Welt Kriege im Namen der Moral führen müssen?
Haben wir Gaddafi medizinisch versorgt? Haben wir eine Backe irgendwo hingehalten in Nordafrika?

Der gesamte Vergleich im Artikel hinkt. Er soll ein Lob auf den Pragmatismus sein, doch fordert er das Gegenteil.
Wir sollen also über Verhältnisse in Libyen urteilen und dann in einem Bürgerkrieg eine Seite wegbomben.
(natürlich sollen das nicht die aus moralischen Gründen Zivildienstleistenden Linken machen, sondern die dummen, rechten Bild-lesenden Soldaten der Bundeswehr)

Später, wenn das Disaster da ist, distanziert man sich dann vornehm wieder (so wie in Afghanistan - Stichwort Mädchenschulen).

Nein, es heisst ehrlich sein. Ehrlich ist einzugestehen, dass wir nicht wirklich wissen, wie gut diese "opposition" ist. Ehrlich sein heisst einzugestehen, dass wir auch militärisch gar nicht in der Lage sind, einen wirklichen Beitrag zu leisten. Ehrlich sein bedeutet auch endlich zu gestehen, dass wir nicht für Nordafrika zuständig sind.

Es ist sowieso seltsam, wie er hier überhaupt Moral finden kann, bei der franz-engl. Waffenshow.
Was als nächstes? Die Hamas wegbomben, wenn diese mal wieder einen Völkermord an den Juden ankündigt und versucht umzusetzen?

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dr.épernay-boiler 25.03.2011, 16:00
4. Ewig gestrig

Die alberne Untergliederung, die schon immer in Pseudoschubladen endete, in links und rechts et cetera - als hätte die Sitzordnung in der Frankfurter Paulskirche auch nur noch die geringste Bedeutung. Heute muß es vielmehr lauten, wenn man schon derat "gliedern und ordnen" will: vorne oder hinten, oben oder unten, vorhanden oder nicht vorhanden? Man kann lange sinnfrei diskutieren über derzeitige Themen - weil links- und rechts-Unterscheidung schon sehr lange nicht mehr greifen, in einer Zeit der Patchwork-Mentalität wird soetwas gar zur farce.

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Tastenhengst 25.03.2011, 16:00
5. Konsequentialismus: Pfui!

Das Problem ist der Konsequentialismus. Wenn man eine Tat nur nach dem erreichten Ausgang bewertet, weiß man immer erst hinterher, ob man richtig gehandelt hat. Wenn man zusätzlich nur sehr extreme Möglichkeiten einbezieht (Bombardieren vs. passiv bleiben) und einzig angemessene Wege ignoriert (etwa die Option einer reinen Flugverbotszone über Ostlibyen, wie sie General McPeak und McCain befürwortet haben), dann wird das ganze noch hoffnungsloser. Immerhin ist es richtig: Auf diese Weise wird man definitiv schuldig.

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Tastenhengst 25.03.2011, 16:03
6. Korrekt!

Zitat von Willie
Insofern ist das im Artikel dargelegte nichts als kompletter Unsinn.
Sehr richtig. (Soweit habe ich gar nicht mehr gelesen.)

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Manni Gerstenschloss 25.03.2011, 16:04
7. Das klassische Dilemma...

...besteht, wenn man sich entscheiden muss, ob man lieber den einen Fehler macht, oder doch lieber den anderen.
Ich erkenne meine Rot-Rot-Grünen Lieblingsfeinde nicht wieder, wenn sie für Lybien anstimmen "Auf, auf zum Kampf, zum Kampf sind wir geboren"

Aber, meine lieben Durchlauferhitzer, das verstehe wer will. Wenn wir in Afganistan dem kleinen Pflänzchen der Demokratie beispringen, dann ist das falsch, ja verbrecherisch. Wenn wir in Lybien nicht mit den "Revolutionären" in den Kampf marschieren, dann ist das auch falsch? Das soll plötzlich unser Ansehen beschädigen und unsere Glaubwürdigkeit?

Was würden Sie denn schreiben, wenn plötzlich die Lybischen Revolutionäre auf die Idee kämen - und das würden sie - ihren Unwillen über die Invasion der Ungläubigen in ihre Heimat mit Sprengfallen für Deutsche Streitkräfte zu reagieren und die ersten Särge zurückkommen. Wenn wir nicht mehr ausmarschieren könnten, weil sonst ein Massaker an der Bevölkerung droht?

Glaubt den irgendwer, wenn wir den Revolutionären in Lybien zum Sieg verhelfen, dass dann eine Demokratie aufgebaut wird? Dort herrscht Bürgerkrieg. Und wer immer dort einmarschiert wird zum Feind etikettiert und bekämpft.

Und die Linken würden ihr Geschwätz von gestern umgehend vergessen und die Rechten als Kriegstreiber und Imperialismus-Knechter denunzieren. Und die Journalisten, so fürchte ich, würden dabei rethorische Schützenhilfe leisten.

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Willie 25.03.2011, 16:06
8. -

Zitat von testthewest
Kennt unsere Moral und unser Anspruch diese durchzusetzten eigentlich noch eine Grenze? Sind es wirklich WIR, die wir auf der gesamten Welt Kriege im Namen der Moral führen müssen? Haben wir Gaddafi medizinisch versorgt? Haben wir eine Backe irgendwo hingehalten in Nordafrika? Der gesamte Vergleich im Artikel hinkt. Er soll ein Lob auf den Pragmatismus sein, doch fordert er das Gegenteil. Wir sollen also über Verhältnisse in Libyen urteilen und dann in einem Bürgerkrieg eine Seite wegbomben. (natürlich sollen das nicht die aus moralischen Gründen Zivildienstleistenden Linken machen, sondern die dummen, rechten Bild-lesenden Soldaten der Bundeswehr) Später, wenn das Disaster da ist, distanziert man sich dann vornehm wieder (so wie in Afghanistan - Stichwort Mädchenschulen). Nein, es heisst ehrlich sein. Ehrlich ist einzugestehen, dass wir nicht wirklich wissen, wie gut diese "opposition" ist. Ehrlich sein heisst einzugestehen, dass wir auch militärisch gar nicht in der Lage sind, einen wirklichen Beitrag zu leisten. Ehrlich sein bedeutet auch endlich zu gestehen, dass wir nicht für Nordafrika zuständig sind. Es ist sowieso seltsam, wie er hier überhaupt Moral finden kann, bei der franz-engl. Waffenshow. Was als nächstes? Die Hamas wegbomben, wenn diese mal wieder einen Völkermord an den Juden ankündigt und versucht umzusetzen?
Ich stimme ihnen im grossen und ganzen zu. Jedoch wenn wir dies alles nicht wollen und nicht koennen, dann sollten wir uns auch anstaendigerweise aus dem Sicherheitsrat der UNO verabschieden.
Aus der UNO auch.
Denn nur dann haben wir mit dem Rest der Welt nichts mehr am Hut.

PS.: Den Austritt aus dem Voelkerbund -dem Vorlaeufer der UNO- hat Deutschland ja auch schon mal fertiggebracht.

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rybap 25.03.2011, 16:17
9. oh Mann..

Der Krieg der Rechten ist eigentlich ein Krieg der Linken, weil...weil was?
Was sollte das denn mit diesem Artikel?
Krieg ist Krieg, man könnte noch zwischen Verteidigungs- und Angriffskriegen unterscheiden, aber ehe wir wieder mit der Haarspalterei beginnen, lasse ich es lieber.

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