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S.P.O.N. - Der Kritiker: Ja, wir schaffen das
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Der berühmte, der bleibende, der richtige Merkel-Satz, über den immer noch gestritten wird von Leuten, die Politik auf Prozentzahlen und Wahlumfragen reduzieren, ist tatsächlich der Schlüssel zu einer guten Gesellschaft.

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edelsenf 25.10.2015, 16:45
1. Ja wir schaffen das!

Ich hoffe inständig, dass sich die Balkanstaaten nicht weichklopfen lassen. Ja, wir schaffen das und ich bete jeden Tag aufs neue, dass die EU dabei gegen die Wand fährt.

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Peter. D 25.10.2015, 16:47
2. Das Gute schafft das Schlechte

wenn es ohne Verstand handelt. Und dieses "Wir schaffen das" steht genau dafür.

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udo.sowade 25.10.2015, 16:47
3. Man kann die Bundeskanzlerin,

und Ihre Politik in der GroKo mögen oder nicht. In Bezug auf die Flüchtlingspolitik gebührt ihr Hochachtung.

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kladderadatsch 25.10.2015, 16:51
4. Falscher Satz!

"Wir schaffen das!" war der Zweckoptimismus von Merkel aus reiner Verzweiflung nach dem Motto "Augen zu und durch"! Der entscheidende Satz viel früher Anfang September: "Deutschland kann und will Flüchtlinge aufnehmen!" Dieser Satz wurde in den arabischen Zeitungen immer wieder zitiert und führte dort zu dem Begriff "Mutter Merkel". Merkel war sich wohl der Dimension dieses Satzes wohl nicht bewusst und hat ihn nicht korrigieren wollen, um öffentlich keinen Fehler einzugestehen. Im europäischen Ausland sieht man es jedenfalls so:

Die litauische Parlamentspräsidentin Loreta Grauziniene hat die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kritisiert. Merkels Zusage zur Aufnahme von Flüchtlinge sei ein „Fehler in der öffentlichen Kommunikation von einigen führenden Politikern alter EU-Mitgliedstaaten“ gewesen, sagte Grauziniene. „Politiker sagen manchmal etwas ohne nachzudenken, dass dies woanders große Probleme verursacht.“ Man dürfe nicht Flüchtlinge einladen, dabei nur an sein Land denken und dann wieder die Tür zumachen. Nach Merkels „Einladung“ sei die Bewegung „unkontrollierbar“ geworden, sagte Grauziniene. (dpa)

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johndo89 25.10.2015, 16:51
5. Drei-Milliarden-Crowdfunding-Kampagne

interessant, ich wusste gar nicht das es noch staatenloses Land gibt.
Und wenn doch Menschen sich für einen eigenen Staat entscheiden, siehe Palestina oder der östliche Teil der Ukraine, wird es behindert wo es nur geht.

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holdost 25.10.2015, 16:51
6. Das Gute schafft sich ab

Die Frage ist "Was ist das Gute?" Bei der Beantwortung dieser Frage mögen sich die Journalisten irren. Helfe ich einen, kommen 10, helfe ich 10, kommen 100, helfe ich 100, kommen 10000, helfe ich 10000, kommen 1.000.000, helfe ich 1.000.000, kommen ? Was soll daran gut sein? Ich stelle fest: Das Gute schafft sich gerade ab. Die veröffentlichte Meinung ist noch weiter von Volkes Stimme entfernt als die Politik. Dieser Kommentar mag zwar das Gute wünschen, aber verkennt die geistigen und biologischen Grenzen der menschlichen Natur. Ich habe schon einmal auf Goethes Zauberbesen hingewiesen.

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view3000 25.10.2015, 16:53
7.

Warum gibt es noch kein Steuersparmodell für die private Aufnahme von Flüchtlingen? Klingt makaber ist aber wohl die effizienteste Möglichkeit schnell viele Menschen unterzubringen. Genauso könnte der Staat Ausbildungsplätze und Stellen stark subventionieren, damit die Arbeitswilligen egal welcher Nation endlich in Arbeit kommen. Der Staat macht zu wenig und verlässt sich ausschließlich auf die Ehrenamtlichen und die Wirtschaft. Wenn es aber gelingen soll, dann muss der Staat nachhelfen. Die schwarze Null war gestern, jetzt geht's ums Eingemachte.

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jjcamera 25.10.2015, 16:54
8. Verschieben der Verantwortung

Dieser Satz war dann doch wohl eher nur ein Eingeständnis einer gewissen Ratlosigkeit und der Unfähigkeit, mit angemessenen Mitteln auf ein drohendes Großproblem zu antworten.

Außerdem schiebt das "wir" die Verantwortung von der Politik auf die Bürger. Nicht "wir" müssen das schaffen, sondern die, die wir dafür gewählt haben. Wir sitzen ja nicht an den Schaltstellen der Macht...

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fredotorpedo 25.10.2015, 16:58
9. Danke für diesen positven Artikel -

alle, die derzeit bis an ihre Grenzen aktiv sind und helfen müssen auch über die Medien sehen, dass sie nicht allein sind.
Oft denke ich, die vielen Berichte über fremdenfeindliche Aktivitäten verstärken bei einer grossen Zahl von Bürgern die Angst.
Positive Berichte helfen, die Hoffnung aufzubauen, dass wir das tatsächlich schaffen.
Und vielleicht, wenn uns die Integration in einigen Jahren gelungen ist, werden wir von einigen Ländern um diese, oft hochgebildeten Menschen beneidet, die jetzt neu in unser Land gekommen sind.

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