Forum: Kultur
S.P.O.N. - Der Kritiker: Ja, wir schaffen das
Getty Images

Der berühmte, der bleibende, der richtige Merkel-Satz, über den immer noch gestritten wird von Leuten, die Politik auf Prozentzahlen und Wahlumfragen reduzieren, ist tatsächlich der Schlüssel zu einer guten Gesellschaft.

Seite 2 von 39
lachina 25.10.2015, 16:58
10.

wenn Frau Merkel das auch zu einem vernünftigen Mindestlohn, Abschaffung von Hartz IV und einer menschenwürdigen Grundsicherung, zu einem Marshalplan für die Griechen, zu einem Ausbildungsprogramm für Jugendliche, zur Integration der Migranten, die schon da sind, zum Kampf gegen Altersarmut, zur Behebung des Pflegenotstandes, zur ärztlichen Versorgung auf dem Land, zur Reparatur der maroden Straßen, gegen Schließungen von Bibliotheken, Schwimmbädern und Jugendhäuser, zu einer Erhebung der Vermögenssteuer , um das Einnahmeproblem des Staates zu beheben, gesagt hätte....so wars halt ein bißchen einseitig, nicht wahr?

Beitrag melden
wutbürger2010 25.10.2015, 16:58
11. Frau Merkel und Frau Özoguz schaffen uns

„Auch mit Blick auf die hohen Flüchtlingszahlen ist klar: Wir stehen vor einem fundamentalen Wandel. Unsere Gesellschaft wird weiter vielfältiger werden, das wird auch anstrengend, mitunter schmerzhaft sein.

Unser Zusammenleben muss täglich neu ausgehandelt werden.“

„Deutschland ist längst nicht mehr der ethnisch homogene Nationalstaat, für den ihn viele immer noch halten. Es wird Zeit, dass sich unser Selbstbild den Realitäten anpasst, davon profitieren wir alle.“

aus: Menschlich, ehrlich, gerecht – Eckpunkte für eine integrative Flüchtlingspolitik in Deutschland,
die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoğuz hat am 21.09.2015. http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/IB/Artikel/Allgemein/2015-09-21-eckpunkte.html

Beitrag melden
Untertan 2.0 25.10.2015, 17:00
12. Naivität

Es wäre sowohl für die Flüchtlinge als auch für Deutschland besser gewesen die Situation realistisch darzustellen. Helfen wollen ist nicht das gleiche wie helfen können. Und selbst wenn es uns irgendwie gelingt sämtliche Syrer bei uns aufzunehmen, wird uns das mit den Sudanesen, Jemeniten, Libyern usw. nicht mehr gelingen. Es ist also nicht die Frage OB es eine Obergrenze gibt, sondern nur wo diese liegt.

Beitrag melden
die_zukunft 25.10.2015, 17:01
13.

Es war schon überraschend zu hören wie Frau Merkel, die ja doch eher denen zuneigt, die den Staat eher als Problem sehen (um es mal freundlich zu formulieren), dies sagte. Dann hatte ich aber eine Einsicht: sie meinte gar nicht den Staat. Sie meinte nicht fähige Verwaltungen wie in München, die das mögliche Problem im Vorfeld erkennen, sich darauf vorbereiten und ihm dann effizient und würdevoll begegnen können. Nein, sie meinte Initiativen aus der Wirtschaft. Alles so wie immer also. Der Markt wird es schon regeln.

Beitrag melden
ronni123456 25.10.2015, 17:01
14. Eine Aussage

wird nicht glaubhafter, wenn man diese Tag für Tag wiederholt.

Beitrag melden
egonon 25.10.2015, 17:01
15. Wer schafft was?

Wenn der unüberlegte Ausspruch der Dame Merkel der Schlüssel zu einer guten Gesellschaft sein soll, dann graust mir jetzt schon vor der Zukunft unseres Landes.
Das Schaffen besteht derzeit doch nur im Brechen europäischer Verträge ( Dublin, Schengen, Maastrich),
und dem Bruch des Grundgesetzes uns vieler Gesetze durch die Bundes- und Landesregierungen. Das Schlimme ist, daß deshalb kein Aufschrei durch das Land geht, sondern alle, die vor den Folgen dieses verantwortungslosen Tuns warnen, gleich in die rechte Ecke gestellt und mir der angeblichen Nähe zum Faschismus mundtot gemacht werden, denn schlimm ist es heute nicht mehr Gesetze zu brechen, sondern dies anzuprangern!

Beitrag melden
peeka(neu) 25.10.2015, 17:01
16. Was schaffen wir?

Was mir fehlt, ist ein positives Ziel, welches als Ergebnis formuliert werden sollte. Was also "schaffen wir"? Schaffen wir die vernünftige Unterbringung, schaffen wir die Integration, schaffen wir es, neues Wirtschaftswachstum oder ein positives "Gesellschaftswachstum" zu generieren?

Natürlich wundere ich mich auch, dass es noch keine "babelfish"-App gibt, obgleich alle Einzelkomponenten funktionsfähig vorhanden sind.
Ich wundere mich, dass nicht alle leer stehenden Wohn- und Gewerberäume gesammelt werden können, um zu verdeutlichen, wo Flüchtlinge einfacher untergebracht werden können. Das funktioniert aber schon nicht, weil der "Asylkompromiss" die Unterbringung in Sammelunterkünften verlängern und damit die zu schnelle Integration verhindern möchte.

Ich hoffe ja immer noch auf eine echte Wende in der Politik, aber die bleibt trotz wolkiger Worte weiterhin aus.

Beitrag melden
strandperle 25.10.2015, 17:02
17. Während...

...man sich von diesem erbaulichen Text ergreifen lässt, beim Sonntagstee in der geräumigen Altbauwohnung,
geht die Sonne unter ...
von irgendwoher kommen die Klänge einer Blaskapelle, die spielt "Näher, mein Gott zu Dir"...
plötzlich spürt man Nässe an den Füßen....

To be continued.

Beitrag melden
rurik 25.10.2015, 17:02
18. Unglaublich

Ein der fatalsten Entscheidungen der bundesdeutschen Geschichte wird zur genialen Überidee umgedeutet. Die neoliberale Vollstreckerin der griechischen Tragödie ist nicht plötzlich zur Menschenfreundin mutiert..

Beitrag melden
paulpuma 25.10.2015, 17:02
19.

Solange die Grenze offen steht und immer mehr Menschen nachwandern, ist das "Das" in "Wir schaffen das" undefiniert. - Ist der Kommentar also ein Aufruf fürs Schließen der Grenze?

Beitrag melden
Seite 2 von 39
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!