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S.P.O.N. - Der Kritiker: Warum Literaturpreise sinnlos sind
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Eine schöne Summe Geld für Rainald Goetz? Wunderbar! Aber das macht den Georg-Büchner-Preis nicht weniger willkürlich und selbstgerecht. Wie das ist mit solchen Jurys, ließ sich beim Bachmann-Preis beobachten: das Grauen.

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KV491 10.07.2015, 16:12
1. Alles ... außer Georg

Wieder mal die bösen Kollegen. Egal welches Thema - immer "was erlauben ...?". Könnte Herr Diez vielleicht mal erwägen, dass es Kollegen mit anderen Meinungen und Verhaltensweisen gibt und wir hier draußen durchaus in der Lage sind, darunter das herauszusuchen, was uns gefällt? Das wir dafür vielleicht sogar Begründungen haben?

Was er in den letzten Wochen so schreibt, lässt drei Lösungsmöglichkeiten aufscheinen:
1. Es schreibt keiner mehr außer Herrn Diez. Wäre ich jetzt nicht so dafür (er bestimmt), aber ist sowieso unrealistisch.
2. Herr Diez klinkt sich aus. Wäre ich für, obwohl - ich will ja nicht genau so sein wie er.
3. Keiner schreibt mehr irgendwas. Zumindest für viele Feuilletons eine verlockende Vorstellung - auf Dauer aber auch keine Lösung.

Vielleicht schreibt Herr Diez einfach mal wieder was darüber, was er so denkt und für richtig hält (mit Begründung vielleicht sogar) und nicht darüber, was die anderen unverschämterweise alle falsch denken.

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Untertan 2.0 10.07.2015, 16:18
2. Und jetzt nochmal auf deutsch

Nach dem Lesen dieser Kolumne bewegt mich eigentlich nur eine Frage: Worum ging der Text?

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hubertrudnick1 10.07.2015, 16:37
3. Preisverleihung

Man sollte vielmehr zu andere Preisverleihungen sich kritisch äußern, so zum Beispiel über den Karlspreis, da werden aus politischen Gründen, also Personen, die man wohlgesinnt sein möchte ein Preis verliehen, die imgrunde kaum würdig wären.
Aber jede Preisverleihung sollte zu erst den Geehrten an einem binden und weniger für seine Leistungen darstellen.
Man hat schon immer gesagt, es war nicht derjenige, der es verdient hatte, aber das kommt wohl überall und zu jeder Zeit so vor.

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Das Grauen 10.07.2015, 16:40
4. @Untertan2.0 Das war durchaus verständlich.

Zitat von Untertan 2.0
Nach dem Lesen dieser Kolumne bewegt mich eigentlich nur eine Frage: Worum ging der Text?
Es ging offensichtlich allgemein um die Frage der Sinnhaftigkeit von Literaturpreise, insbesondere darum, ob die Juroren eigentlich für diese Aufgabe geeignet sind, und im speziellen um die Presiverleihung an Rainald Goetz. Ich fand, Diez hat seine Meinung dazu gut zu Papier gebracht.

Vergleichen Sie die doch mal mit dem Bericht bei der Zeit! Da fallen Sie vom Glauben ab. Dort hat ein Herr Hugendick den Anlaß mißbraucht, um seine eigene literarischen Ambitionen auszuleben. Das Ergebnis ist beinahe unlesbar, ein entsetzlicher Schwulst, ganz ohne Selbstironie vorgebracht. Da fühlt sich der Leser, der Informationen erwartet hatte, völlig vera.....!

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ecki in mexico 10.07.2015, 16:45
5. Der Buechner Preis ist in der Tat unnoetig....

aber ansonsten sind Literaturpreise wie MAN Booker und Pulitzer und Nobelpreis und deren Short und Longlists sofern veroeffentlicht fuer diejenigen, die anspruchsvolle Literatur ihr Hobby nennen, eine gute Orientierung.

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akagami 10.07.2015, 16:55
6. hinterher genauso schlau

ich habe das hier gelesen, weil ich spannend fand. Da ich mich sonst aber nicht mit derlei Preisen interessiere und lieber lese, was mich zu fesseln vermag, bin ich etwas verwirrt hier.
Das war eine enorme Aneinanderreihung von Plattitüden, die mir keinen nennenswerten Inhalt vermitteln konnten (bei meiner Wortwahl nicht verwunderlich).
Eins zwei essentielle Informationen wären vielleicht hilfreich gewesen.

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Harmvon Lintig 10.07.2015, 17:09
7. Schöner Text

Etwas besserwisserisch, ein so hartes Urteil zu fällen. Aber als ich Germanistik studiert habe, dachte ich auch oft, welcher Autor würde sich mit einem Literaturprofessor an einen Tisch setzen, um über Literatur zu reden?

Was für die einen existenzielle Erfahrung ist, ist für andere eine nur formalistische und oft genug ermüdende Betrachtung. Professoren leiden unter einer gewissen Arroganz der Bildung. Sie fragen nicht.

Ich habe nur den Erstling "Irre" von Goetz gelesen. Erstaunlich nah und schmerzhaft und in multipler Perspektive, ist es wahrscheinlich der beste Psychiatrie-Roman, den es gibt. Bereits diese Buch war preiswürdig.

Preise haben es so an sich, dass sie eher gegen Ende einer Schriftstellerlaufbahn verliehen werden. Schön, dass Götz das noch erleben darf, denn seine Gesundheit hat er inzwischen schon arg strapaziert.

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peeka(neu) 10.07.2015, 18:28
8. Im Vergleich

zu Musik- oder Kunstpreisen ist die Preisverleihung für Literatur doch wenigstens noch nachvollziehbar.
Aber ich gebe zu, dass das ein wenig wie "wenn Sie meinen, ich könnte nicht Auto fahren, müssten Sie mich erst einmal Tennis spielen sehen" klingt.

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adazaurak 10.07.2015, 18:30
9. zustimmung

man man, daß ich dem dietz mal zustimmen muß ...
Klagenfurts jury war zum fremdschämen. Ronja von Rönnes begabung liegt auf allerhöchstem niveau, sie hat die chance in einer reihe mit georg heym, jörg fauser, max goldt, sibylle berg ... zu stehen. wer spricht später noch von diesen mindertalentierten, fiesen, peinlichen juroren?

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