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S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Das Leben ein Geschenk? Ich bitte Sie!

Optimismus ist das Bekenntnis zu überbordendem Irrsinn. Nur Geisteskranke können jubeln angesichts der wöchentlich neuen Katastrophen: das Öl, das Atom, die Flut, der Vulkan - beginnt das Ende der Welt jetzt? Und sollte uns das tatsächlich beunruhigen?

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BlackWidow 21.06.2011, 12:22
1. :)

Ein schöner Text mal wieder. Danke für die Denkanstösse, und danke für das Wissen, nicht ganz alleine zu sein mit seiner Einstellung.

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Lionel Joseph 21.06.2011, 13:00
2. jaja

schon schlimm, die moderne welt. früher war alles besser.

barfuß gehen statt 200,- euronen für turnschuhe ausgeben, 15 km fußmarsch pro tag, bis man genug kleine nagetiere zusammengesammelt hatte, um nicht zu verhungern (die waren aber garantiert ehec-frei).

der nachbar, den man eh nicht mochte, wurde vom säbelzahntiger in den allerwertesten gebissen. und in der höhle war es immer schön trocken und warm (solang das feuer brannte).

man mußte auch nicht drüber nachdenken, was man in 20 jahren wohl macht, weil man mit 20 eh schon tot war.

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trehalose 21.06.2011, 13:10
3. Ich kann nicht zustimmen

Zitat von sysop
Optimismus ist das Bekenntnis zu überbordendem Irrsinn. Nur Geisteskranke können jubeln angesichts der wöchentlich neuen Katastrophen: das Öl, das Atom, die Flut, der Vulkan - beginnt das Ende der Welt jetzt? Und sollte uns das tatsächlich beunruhigen?
Neue Katastrophen ? Unsinn. Alles nur Ereignisse, die jeweils auf einen relativ kleinen Teil der Welt beschränkt sind. Keine Katastrophe für die Welt als ganzes. Alles im Endeffekt beherrschbar bzw. auf einen kleineren Bereich beschränkbar.

Ich bleibe optimistisch für mein eigenes Umfeld !

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jhartmann 21.06.2011, 13:12
4. .

Zitat von Lionel Joseph
man mußte auch nicht drüber nachdenken, was man in 20 jahren wohl macht, weil man mit 20 eh schon tot war.
Keine Ahnung, wie alt Nord- und Mitteleuropäer vor Einbruch der "Zivilisation" wurden, aber in (sub)tropischen Gegenden (also da, wo wir letztlich herkommen) lag die durchschnittliche Lebenserwartung vor Erfindung des Ackerbaus (mal abgesehen von Säuglingssterblichkeit, die möglicherweise gewollt war) jenseits der 70. Kein Wunder: die ganzen Zivilisationskrankheiten gab es ja noch nicht. (Dazu gehören auch die meisten uns heute bedrohenden Infektionen.)

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Einervondrei 21.06.2011, 13:14
5. Angesichts dessen,

Zitat von sysop
Optimismus ist das Bekenntnis zu überbordendem Irrsinn. Nur Geisteskranke können jubeln angesichts der wöchentlich neuen Katastrophen: das Öl, das Atom, die Flut, der Vulkan - beginnt das Ende der Welt jetzt? Und sollte uns das tatsächlich beunruhigen?
dass wir vermutlich nicht auf einer Wolke sitzend im Jenseits weiterleben und unserer Taten zu freuen und/oder zu schämen, scheint mir der Ansatz sich nicht zu sehr aufzuregen der richtige zu sein.

Leute, akzeptiert es, das Leben ist so wie es ist, einen zweiten Versuch gibt es nicht, und wenn vorbei, dann vorbei.
Warum also aufregen, in the long run........

Soweit die egozentrische Betrachtung. Bei altruistischer Betrachtung ist das sich Sorgen um die Umwelt sinnvoll. Unsere Verantwortung gegenüber den Mitlebewesen, ob Mensch oder Tier sollte unser Verhalten leiten. Dann ist die fatalistische Einstellung falsch und jeder Tote einer zu viel.

Was aber am Ende bleibt? Vermutlich trotzdem nichts. That´s life.

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5mark 21.06.2011, 13:19
6. Zwei Stile eine Meinung

Zitat von sysop
Optimismus ist das Bekenntnis zu überbordendem Irrsinn. Nur Geisteskranke können jubeln angesichts der wöchentlich neuen Katastrophen: das Öl, das Atom, die Flut, der Vulkan - beginnt das Ende der Welt jetzt? Und sollte uns das tatsächlich beunruhigen?
Finden sie den Unterschied zwischen:

"Das ist eine wunderbare Zeit jetzt. Theoretisch. Für uns in der westlichen Welt, die wir nach Indien schauen und auf die Massen von jungen Studenten, die Lebenserwartung im Sudan untersuchen, die irrsinnig gewachsene Toleranz. Bei uns dürfen Homosexuelle heiraten...Der Welt sind wir egal. Sie wird uns nicht den Gefallen tun, mit einem leisen Puff zu explodieren und im All zu verglühen. Wir werden die Sache aushalten, bis zum Ende. Die toten Gewässer, die stinkende Luft, die explodierenden Atomkraftwerke, das wird immer so weiter gehen. Wir werden Löcher flicken, und andere werden sich auftun, wir werden forschen und bauen, um in dem Dreck, den wir erzeugt haben, zu überleben. Und es wird uns gelingen...Also, bleiben Sie ruhig. Vermutlich wird die Welt irgendwann untergehen, kalt werden, die Meere werden tot sein, die Sonne ausgeschaltet. Die Chance, dass Sie das noch erleben, steht fünfzig zu fünfzig."

und

"glücklich der Mensch, der Sonntagabend mit Freunden Spaghetti essen war und Anne Wills Talkshow nicht sah. Ich war leider mit einer leichten Sommergrippe darniederliegend und habe mir die Gutmenschen-Talkshow angesehen: 'Sehnsucht nach einer besseren Welt – brauchen wir mehr Gutmenschen?'
O Gott, habe ich mich schlecht gefühlt. Ich bete nicht mit den Taliban in einem Zelt. Ich fühle nicht mit Mördern.
Was mir missfällt, ist, dass Frau Käßmann unseren Soldaten empfiehlt zu beten, wenn sie angegriffen werden. Was mir missfällt, ist, dass Frau Käßmann überhaupt keine Ahnung hat, was Leben und Tod ist.
Aus ihrem Mund kommen nur Phrasen.
Gott im Himmel, wer schützt unsere Soldaten? Doch nicht ihr Gutmenschen.
Frau Käßmann verkauft ihre Bücher in Talkshows. Sie hat inzwischen 1 Million Auflage."


Kleiner Tipp das eine ist Darth Wagner und das andere seine Schülerin Darth Berg. Zusammen versuchen sie mit willkürlich zusammengewürfelten Sätzen das Universum zu beherrschen.


ach ja das mit den zwei Stilen war natürlich ein Scherz.

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hördochauf 21.06.2011, 13:27
7. ..ja, die Frau Sibylle,

stellt sich die richtigen Fragen - so gut, wie sich die Bildungsbürger-Elite in besserer Wohngegend seitjeher den Problemen des Lebens zu nähern vermag.

Da muss es schon der Weltuntergang sein, um in sozial überversorgter Position mal eine schlaflose Nacht einzulegen.

Das ist soetwas wie die Kultur gewordene Grundhaltung der Grünen:

Ist die Natur erstmal gerettet und der Sudan ausreichend mit Opernhäusern versorgt, bleibt ggf. -sofern nötig- noch etwas Zeit, sich den Problemchen der Minderleister an der Supermarktkasse zu widmen.

..ach warum eigentlich - gibt ja gerade günstig auch Biogemüse und besser als in Bangladesh geht es denen allemal..

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Rauschgelb 21.06.2011, 13:28
8. Vor Langeweile sterben

Zitat von Lionel Joseph
schon schlimm, die moderne welt. früher war alles besser. barfuß gehen statt 200,- euronen für turnschuhe ausgeben, 15 km fußmarsch pro tag, bis man genug kleine nagetiere zusammengesammelt hatte, um nicht zu verhungern (die waren aber garantiert ehec-frei). der nachbar, den man eh nicht mochte, wurde vom säbelzahntiger in den allerwertesten gebissen. und in der höhle war es immer schön trocken und warm (solang das feuer brannte). man mußte auch nicht drüber nachdenken, was man in 20 jahren wohl macht, weil man mit 20 eh schon tot war.
Und heute: Autos, Flugzeuge, Raketen zum Mond, Fernsehen, Computer, iPhone, AKWs und alles nur, weil wir uns langweilen und nicht mehr mit 20 Jahren sterben. Selbst Kriege, die eigentlich gar nicht nötig wären, führen wir vermutlich unbewusst aus Langeweile. Trotzdem lebe ich natürlich lieber heute, denn ich langweile mich selten.

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Europa! 21.06.2011, 13:29
9. Ich verstehe diesen Text nicht

Earl Grey schmeckt doch scheußlich!

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