Forum: Kultur
S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Israel? Weiß ich Bescheid!

Zuverlässig findet jedes Jahr in Israel irgendetwas statt, was Europäer scheinbar persönlich betrifft. Warum haben alle so eine klare Meinung zu der Politik des Landes, das ja nicht einmal in unserer Nachbarschaft liegt?

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johny walker 06.09.2011, 20:24
80.

Zitat von Sozialist
Hat man der (weißen) südafrikanischen Regierung vor 1990 vorwerfen dürfen sie begehe Menschenrechtsverletzungen und diskrminiere einen Großteil der eigenen Bevölkerung, ohne das Land je bereist zu haben? Ich denke ja. Will mir irgendjemand erzählen, ich dürfe mir zu Gaddafi oder Assad oder Kim Jong-il erst dann eine Meinung erlauben, wenn ich Libyen, Syrien oder Nordkorea bereist habe? Wohl kaum. Darf ich mir eine Meinung zum Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan erlauben, auch wenn ich noch nie in Afghanistan war? ich denke ja. Insofern darf ich mir selbstverständlich auch eine Meinung zu Israel und der israelischen egierung erlauben.
Und was soll uns diese Liste beweisen, außer das Sie verzweifelt nach Belegen zur Bestätigung Ihrer Vorurteile suchen?

In der Uno sitzen 53 islamische geprägte Länder, zusammen mit der Sowjetunion und ihren Satelliten sowie einigen Drittweltländern, konnten man bis Ende der Achtzigerjahre, in der Uno jede Woche eine Resolution gegen Israel einbringen und verabschieden.

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JKStiller 06.09.2011, 20:25
81. Ich bewundere Israel,

weil dieser Staat von Überlebenden der Hölle Holocaust gegründet wurde und seine Menschen trotz so vieler Widerstände und Kriege den Glauben an einen Frieden in der Zukunft nicht verloren haben. Es ist müßig, die Geschichte dieses Landes von der Balfour-Deklaration über seine Gründung bis hin zum Jom-Kippur-Krieg und den Intifadas immer wieder zu rezitieren, denn es sind gerade die jungen Israelis, die genau das heute tun und ihre eigene Geschichte und den Status Quo offen diskutieren. Viele, ja sogar immer mehr, sind nicht glücklich darüber. So gesehen gebe ich Frau Sybille recht: Wir wissen alle etwas, aber alle nicht genug, um hier abschließend urteilen zu können. Das kann nur Israel selbst und tut sich schwer damit. Zum Glück.

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andynm 06.09.2011, 20:27
82. dann

Zitat von blutack
Sind Sie Historiker oder vielleicht nur Hobby-Ideologe? 1. Statt "Einwanderung" sollte es korrekter Flucht vor Pogromen in Polen/Russland heißen.
Um dann dasselbe mit den Arabern zu machen.

Zitat von blutack
2. Muslimischer Antisemitismus gibt es (übrigens nicht unähnlich wie im christlichen dominierten Raum) seit Jahrhunderten: man schmökere ein wenig im Koran (Umgekehrtes sucht man vergeblich im der Thora, und im Neuen Testament wird ebenso auf Hetze verzichtet).
Sie widersprechen sich selber. Denn woher kommt wohl der christliche Antijudaismus, wenn nicht aus dem NT. Auch wenn es oft mißbraucht wurde, aber das ist mit dem Koran genauso.

Zitat von blutack
3. Wann/wo haben denn nach Ihrer obigen Zeitangabe "Überfälle auf arabische Dörfer" stattgefunden? Haben Sie das aus "1001 Nacht" oder in einem der Agit-Prop-Blogs aufgegabelt?
Deir Yassin. Googlen Sie mal, bevor sie andere Foristen attackieren.

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andynm 06.09.2011, 20:28
83. noch

Zitat von Paul Newman
Was für armselige Agumente …
..die sie offenbar weder widerlegen können oder wollen.

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Layer_8 06.09.2011, 20:29
84.

Zitat von andynm
Naja wenn das ihr Muster ist, nach denen sie Länder beurteilen, dann sind Sie wohl auch ein großer Thailand- oder Philippinen-Fan, oder? Außerdem ist das neue Muster vieler vorbehaltoser Israel-Unterstützer weniger der Schuldkomplex, sondern ausgepräget Islam- und Araberfeindlichkeit.
Wie darf ich das jetzt verstehen?

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Arie van Osten 06.09.2011, 20:44
85. trittbrettfahrer

tja, frau sibylle, hier spiegelt sich deutlich der graben zwischen medienpublikation und des volkes stimme wider. natürlich haben sie recht. vielleicht hätten sie nur auf das sich(gründlich)informieren pochen sollen, anstatt aufs wissen, welches ohnmacht schafft.
fast niemand im forum ist bereit auf den ersten (wichtigeren) abschnitt ihres artikels einzugehen.
stattdessen wird nahezu unisono ihre meinungsbildung-kritik angegriffen. damit kann man sich auf ihre kosten als nicht-sympathisant des staates israel positionieren, ohne selbst angreifbar zu werden.
es handelt sich hierbei um die spezies der (zumindest latenten) trittbrettfahrern des sg. antizionismus.

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blutack 06.09.2011, 20:56
86. Expertenwissen.

Zitat von BMayerL
...Zum Ersten Bestand der Staat mitnichten "zum Großteil aus traumatisierten KZ-Überlebenden", das ist also schonmal falsch. Zum Zweiten war der entsprechende UN-Plan hochgradig ungerecht und brachte hunderttausende Araber um ihre Existenz. ... Über die Köpfe der Anwohner hinweg wurde entschieden, dass sie schlichtweg enteignet und vertrieben werden sollten... Selbst prominente Juden wie Noam Chomsky und Norman Finkelstein kritisieren Israel scharf ... Selbst der Leiter des UN-Berichts, bei dem Israel seitenweise Verbrechen gegen Menschlichkeit und Völkerrecht vorgeworfen wird, Richard Goldstone ist Jude und Zionist...
1. Waren wohl alles Touristen, wie?

2. Über den UN-Teilungsplan ließe sich freilich trefflich streiten. Die arabischen Flüchtlinge dürfen sich bei den Nachbarstaaten bedanken, die das frisch gegründete Israel überfallen haben. Dummerweise hat die arabische Propaganda ihnen zuvor eingeflüstert, dass die Sache schnell geritzt sei und folglich eine Rückkehr (nachdem sich der Rauch verzogen hat) easy going wäre. Das eigentliche Verbrechen liegt daran, dass die Verursacher/Verlierer-Staaten ihre Brüder/Schwestern nicht oder nur unter demütigenden Auflagen aufnehmen wollten: Mittlerweile sitzt ein Volk sozusagen auf Koffern - welches im Übrigen über Unmengen an Steuergeldern (darunter bundesdeutschen) alimentiert wird.

3. Chomsky, Finkelstein & Co. genießen in Israel soviel Anerkennung wie gewisse Vertreter der Partei "Die Linken" bei uns. Zu hohen Ehren sind diese nützlichen Idioten nur in Deutschland gekommen.

4. Goldstone? Da haben Sie wohl noch nicht sein Update gelesen (schon lange bei SPON berichtet). Die sog. Karikaturen, die in den arabischen offiziellen Medien über ihn verbreitet werden, könnten glatt aus dem "Stürmer" stammen.

Schönen Tag noch an Ihrem Stammtisch.

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Moritz Stein 06.09.2011, 21:02
87.

Zitat von SNA
Ich hatte auch eine Meinung zu Apartheid Südafrika, zu "Platz des Himmlischen Friedens"-China, zu Guantanamo-USA und zu Gulag-UdSSR und zu Steinigungs- Suadi Arabien - obwohl die alle nicht unsere Nachbarn sind. Und ob Sie es glauben oder nicht, Tante Sibylle: Ich darf das. Ich darf gegenüber Staaten, die - wie Israel - das Völkerrecht und Menschenrechte verletzen, Abscheu empfinden und dies äußern. Wenn Sie dagegen keine Abscheu empfinden ist Ihnen vielleicht der Kompass abhanden gekommen. Wenn Sie keine Meinung zu Völkerrechtsverletzungen und zu Menschenrechtsverletzungen haben... dann schreiben Sie doch einfach mal: Nichts.
Na wenn Sie es so sehen, dann müssten Sie den ganzen Nahen Osten und halb Afrika verabscheuen.

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Sozialist 06.09.2011, 21:03
88. Israelkritik? - Vorurteil!

Zitat von johny walker
Und was soll uns diese Liste beweisen, außer das Sie verzweifelt nach Belegen zur Bestätigung Ihrer Vorurteile suchen? In der Uno sitzen 53 islamische geprägte Länder, zusammen mit der Sowjetunion und ihren Satelliten sowie einigen Drittweltländern, konnten man bis Ende der Achtzigerjahre, in der Uno jede Woche eine Resolution gegen Israel einbringen und verabschieden.
Welche "Vorurteile" habe ich ihrer Meinung nach?

Die Un-Resolutionen zu Jugoslawien, Afghanistan, Irak und Libyen verabschiedet wurden, um anschließend einen US- oder NATO-Krieg gegen diese Länder zu führen, sind natürlich alle vollkommen vorurteilsfrei und maximal objektiv zustande gekommen, nicht wahr.

Hier von "zweierlei Maß" zu sprechen ist natürlich ein Stereotyp, schon klar.

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peterhausdoerfer 06.09.2011, 21:09
89. Wie schön könnte der Orient sein wenn

1.Israel sich aus den besetzten Gebieten zurückzieht auf die Grenzen von 1967, feierlich seine illegalen Siedlungen in den besetzten Gebieten den Palästinensern als Teil der Wiedergutmachung übergibt.

2.Israel der Beziehung zu Ägypten den selben Stellenwert einräumt wie seiner Beziehung zu den USA.

3.Israel und Ägypten zusammen die Schirmherrschaft für einen Marschallplan für
Palästina übernehmen für den alle Arabischen Staaten aber auch die USA Mittel beistellen.

4.Israel und Palästina eine gemeinsame Truppe ausbilden die die Grenze zwischen
den zwei Staaten überwacht.

5.Israel und Ägypten es Betrieben ermöglichen Investitionen in das jeweilige andere Land von der Steuer abzusetzen.

6.Israel in Zukunft Militärmanöver gemeinsam mit Ägypten durchführt

usw.

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