Forum: Kultur
S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Liebe Frauen, könnt ihr wirklich ohne?

Welche Frau braucht schon die Quote? Welche Frau will denn befördert werden, nur weil das Gesetz es so vorschreibt? Keine. Aber vielleicht gibt es ja doch gute Gründe, der größten Randgruppe der Welt ein wenig beim Aufstieg auf der Karriereleiter zu helfen.

Seite 1 von 30
holyfetzer86 02.04.2011, 10:16
1. Quoten und Politik...

An Quoten (seien es Frauen, Ausländer oder sonstwer, Behinderte ausgenommen) merkt man wie weit sich die Politik (und wohl auch ein Teil der Medien) von der Wirklichkeit der einfachen, arbeitenden Menschen entfernt hat. Die können über diesen Regulierungswahn nur den Kopf schütteln.
Ich weiß noch wie meine Biologie-Lehrerin vor vielen Jahren an der Schule gesagt hat: "Eine emanzipierte Frau braucht keine Quote!"
Besser kann man es nicht ausdrücken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
firem 02.04.2011, 10:18
2. Sie können ohne

Sie können ohne Männer leben.

Aber nicht ohne Quote beruflichen Erfolg haben. Wenn man den Befürwortern glauben will. Die ja wohl reichlich abwertend über die Fähigkeiten von Frauen denken.

Nur, warum sollen Sie? Wenn Leben für die nur berufliche Karriere ist, haben die nichts verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Christian Krippenstapel 02.04.2011, 10:21
3. Also bitte! Frauen ...

Zitat von sysop
Welche Frau braucht schon die Quote? Welche Frau will denn befördert werden, nur weil das Gesetz es so vorschreibt? Keine. Aber vielleicht gibt es ja doch gute Gründe, der größten Randgruppe der Welt ein wenig beim Aufstieg auf der Karriereleiter zu helfen.
... sind doch keine "Randgruppe"! Wer aufsteigen will, der muß die Möglichkiet dazu bekommen, völlig egal ob mit Schniedel oder ohne. Diesem Ziel muß unser Ehrgeiz gelten und daß Quoten da helfen, wage ich zu bezweifeln.

Als Mann sehe ich noch eine ganz andere, vielversprechende Perspektive: Frauen fordern ja lautstark die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wohlan! Ich bin immer wieder erstaunt wenn ich mir vor Augen halte, daß wir Männer uns von dieser eigentlich doch selbstverständlichen Forderung offenbar schon vor so langer Zeit verabschiedet haben, daß wir dieses Defizit schon gar nicht mehr bemerken.

Dabei sollte diese Forderung doch auch für uns Männer selbstverständlich sein: Leben und Arbeiten im Sinne von: Arbeiten um zu Leben und nicht umgekehrt. Der Mann, der auf Arbeit vegetiert, in der Familie aber nicht präsent ist, ist ein Auslaufmodell, das abgeschafft gehört. Ich als Mann will mein familiäres Umfeld, speziell meine Kinder, um mich haben, anstatt nur anonym für sie zu zahlen. Die hier bestehenden Defizite müssen ganz dringend beseitigt werden. Die Verienbarkeit von Familie und Beruifstätigkeit ist DIE Forderung der Stunde - für Frauen UND für Männer!

Nein, von Quoten halte ich nichts, aber wenn ein Einstieg in die echte Gleichberechtigung nicht anders zu machen ist, meinetwegen. Frauenquoten in der klassischen Männerdomäne Berufswelt gibt es ja bereits. Aber wie wäre es denn mal mit einer Männerqoute in klassischen Frauendomänen, etwa beim Sorgerecht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
karlauer 02.04.2011, 10:30
4. Die deutsche Wirtschaft

Die deutsche Wirtschaft ist nahezu in allen Bereichen führend in der Welt nur nicht beim Frauenanteil in Führungspositionen.

Ich finde das reicht als Argument gegen eine Quote.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
brunokoch 02.04.2011, 10:31
5. .

Zitat von sysop
Aber vielleicht gibt es ja doch gute Gründe, der größten Randgruppe der Welt ein wenig beim Aufstieg auf der Karriereleiter zu helfen.
Beim "Aufstieg auf der Karriereleiter", so so.
Und die Jobs in Müllabfuhr, Kanalreinigung, Gerüstbau etc. dürfen weiterhin nur die Männer erledigen, oder wie?

Ach, Frauenquote nur für die guten Jobs? Nein, dann lieber nicht. Ein paar Dutzend Vorständinnen und Aufsichtsratsmitgliedinnen helfen der "größten Randgruppe der Welt" übrigens absoulut nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
16cat 02.04.2011, 10:37
6. Lehrerin

Zitat von holyfetzer86
Ich weiß noch wie meine Biologie-Lehrerin vor vielen Jahren an der Schule gesagt hat: "Eine emanzipierte Frau braucht keine Quote!" Besser kann man es nicht ausdrücken.
Nun, immerhin hat sie es bis zur Lehrerin geschafft. Einer der wenigen Berufe, die schon früh emanzipierten Frauen offenstanden.
Ob sie jemals versucht hat, auch Schuldirektorin zu werden, und dabei womöglich ihre Ansichten leicht revidiert hat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KaWiDu 02.04.2011, 10:40
7. Ich denke, die Wurzel des Übels liegt woanders.

Es geht nicht um Männer oder Frauen ... zumindest nicht im Kern. Es geht um Menschen. Und faktisch ist für die kein Platz in unserem modernen Leben: Wir sind ja nur noch wertvoll als funktionierende Einheit, die sich möglichst bedingungslos "höheren" Werten wie Rendite und Konsum zu unterwerfen hat ("garniert" mit Nebenzielen wie Macht und Einfluss und Prominenz).

Leider ist es so, dass es den Männern leichter fällt, sich selbst und ihre eigenen Bedürfnisse zu verleugnen. Sie sind ja schon von altersher darauf konditioniert, sich für eine "höhere Sache" (sei es eine Religion oder eine Nation oder sonst etwas) zu opfern. Und genau das machen sie jetzt auch (zumindest ein namhafter Teil, die Mehrheit der Männer ist ja doch noch vernünftig geblieben).

Wenn wir Frauen das en Gros nachmachen, geht noch der letzte Rest an Menschlichkeit und Anstand verloren.

Könnte eine Frauenquote das ändern? Keine Ahnung.

Die Tatsache, dass darum so erbittern gestritten wird, ist für mich eher ein Indiz, dass sie sinnvoll sein könnte. Dennoch befürchte ich, dass dies auf eine einseitige Konzentration auf Erfolg und Karriere hinaus läuft. Und eine solche Welt ist nur nur hässlich, sondern schlicht auf Dauer nicht funktionsfähig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-tan100 02.04.2011, 10:47
8. Klasse Beitrag

Selten habe ich bisher einen Beitrag gelesen, der so elegant die amtierende Untermutti, Frau Schröder von, oder auch aus der CDU, derart lächerlich gemacht hat. Menschenwürde und Mutterschutz gebieten, auf tiefer gehende Beschimpfungen dieser überflüssigsten aller Ministerinnen dieser Bundesregierung zu verzichten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
frozen 02.04.2011, 10:47
9. Unterhalte ich mich ...

mit Menschen aus meinem Umfeld, dann höre ich immer wieder, wie unrealistisch und weltfremd die gemeinten Gesetzesänderungen sind. Verstehen tut sie keiner, sei es eine Quote für Frauen in Vorstandsprositionen, sei es Beim Unterhalt und bei der Steuergesetzgebung.
Männer werden als Bürger nicht wahrgenommen, aber gerade diese Gruppe darf und muss alle diese Maßnahmen bezahlen und gleichzeitig ALLE Nachteile hinnehmen.
Es sind wenige 10Tausende die sich mit ihrem Gutmenschendenken hinstellen und eine heile Welt kreieren wollen, obwohl bekannt sein dürfte, dass es die nie geben wird. Alles wird immer irgendwie vom Geld abhängig sein und wenn die Finanzströme andere Kanäle einschlagen und wir hier einfach nichts mehr zu Essen haben, dann brechen schon vorher die Sozialsysteme mit allen Ihren Ideen zusammen.
Deutschland profitiert noch immer von vielen Entscheidungen von vor 30 Jahren, aber das ist eine endliche Schleife.
Des weiteren kommen wir auch nicht damit weiter, wenn man sich klare Unwahrheiten gerade biegt, um sich selber besser zu fühlen. Solange Frauen und Männer unterschiedliche Studiengänge einschlagen kann eine Frauenquote nur dafür sorgen, dass eine Soziologin plotzlich im SiemensVorstand sitzt (um es überspitzt zu formulieren).
Im ürbigen kenne ich rein Frauengeführte Unternehmen, die ihre Angestelltinnen (alles Frauen, vom Chef bis zu den Angestellten) wirklich unbahrmherzig drangsalieren und zu Überstunden zwingen, die jenseits der 50 Stunden in der Woche liegen ... es kräht kein Hahn danach.

Vielleicht muss wirklich (wie so oft) erst alles den Bach runter gehen, um den Blick für die Ralität zu schärfen. Nur werden dann die Gutmenschen in dieser Republik natürlich die Verantwortung, soziologisch formuliert, ablehnen. Es ist dann wieder ein Gesellschaftliches Problem.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 30