Forum: Kultur
S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Liebe Frauen, könnt ihr wirklich ohne?

Welche Frau braucht schon die Quote? Welche Frau will denn befördert werden, nur weil das Gesetz es so vorschreibt? Keine. Aber vielleicht gibt es ja doch gute Gründe, der größten Randgruppe der Welt ein wenig beim Aufstieg auf der Karriereleiter zu helfen.

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Christian Krippenstapel 03.04.2011, 20:27
220. Das Problem ...

Zitat von KaWiDu
Ja, das sehe ich auch so. Allerdings denke ich auch (nehmen Sie mir diese Worte bitte nicht übel), dass von Natur aus die Funktion den Mannes darin liegt, sich um die Frauen und Kinder zu sorgen. Zur Fortplanzung brauchen wir nicht so viele Männer ... da reichen ja wenige, die quasi einen Harem hätten. ;-) Aber ich stimme zu: Männer fühlen sich ausgebeutet. Und sie haben Grund dazu. Nur ist der Umkehrschluss falsch, dass Frauen "Ausbeuter" wären.
... ist ja auch nicht, daß wir zu sorgen haben und insoweit "ausgebeutet" werden (Wer wird das nicht?) Irgendwer muß ja die Mammuts jagen, damit die Leute in der Höhle was zu mampfen haben. Wenn es denen gut geht, dann sind wir stolz, auch wenn uns die Jagd viel Schweiß und macnhmal sogar das Leben kostet. Und wenn schon! Dafür sind wir ja schließlich da.

Nur wenn wir dann dafür beschimpft werden, daß wir angeblich nur hinausgehen, um uns uns vor unseren Pflichten in der Nähe des Feuers zu drücken und unsere Frauen daran hindern, der so erbaulichen Mammutjagd nachzugehen, wenn wir nur noch die Mammutsteaks reinreichen und uns dann gefälligst wieder verdrücken dürfen - dann macht´s uns irgendwann keinen Spaß mehr. Dann genügt uns auch ein Kaninchen über dem Feuer und ein Platz unter dem Busch - aber dann können uns die Leute in der Höhle auch mal!

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dr.épernay-boiler 03.04.2011, 20:45
221. Liebe Frau Sibylle

ich bin keine Frau. Bitte schreiben sie doch zukünftig für alle LeserInnen. Mit einem Trick könnte dies gelingen: erklären Sie, wieso es nur von Vorteil sein kann,wenn man denn eine derartige Quote einführte!

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Tabris01 03.04.2011, 21:03
222. ...

@ KaWiDu
Ich finde es sehr gut, dass es in der Emanzipationsdiskussion es wenigstens noch einige Personen gibt wie Sie, die sich mit dem Thema, dass leider viel zu emotionsgeladen behandelt wird, befassen.

In der Tat halte ich eine Frauenquote für etwas sehr kontroverses.

Auf der einen Seite ist es natürlich erstrebenswert, wenn die Ungleichtheiten zwischen den Geschlechtern aufgehoben wird. Wie viele kluge Köpfe würden uns im Falle der Benachteiligung eines der beiden verloren gehen?

Andererseits muss man dabei betonen, dass diese Emanzipation nicht zu Gleichmacherei ausarten darf. Männer und Frauen sind nuneinmal unterschiedlich, ihre Gehirne abreiten jeweils auf andere Art und Weise (wobei kein unterschied in der Summe der Fähigkeiten sich ergibt, nur die Schwerpunkte sind unterschiedlich).
Außerdem sind, wie einige Vorredner schon treffend angesprochen haben, die jeweilige soziale Einnetzung, sprich die Rollenverteilung wichtig. Nicht umsonst formt das soziale Sein das Bewusstsein! Wie schon gesagt wurde ist dies eine Diskussion, die sich um die Rollenverteilung dreht, und die deshalb ein sehr vorsichtes vorgehen bedarf.
Eine Frauenquote indess wäre die rechtliche Keule, um die sozialen Entwicklungen (die ja durchaus ihre Zeit brauchen) im "Blitzkriegverfahren" mit Gewalt zu verändern. Sie ist demnach meiner Meinung nach fehl am Platze, zumal ich es demütigender finden würde, wäre ich nur einer Quote wegen auf einer hohen Position, als durch gezielte Hinderung davor gestopt worden zu sein.

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husker 03.04.2011, 21:06
223. ...

Zitat von favela lynch
Ja, seit wir Frauen in der Politik haben, geht es mit der Politik bergab. Früher gab es doch da höchstens mal eine handvoll Damen. Es ist ja aber noch viel schlimmer geworden mit all den Männern, die ja eigentlich gern eine Frau wären und hohe Ämter innehaben. Es ist alles so verwirrend geworden.
Es ist schon bezeichnend, das mein einziger unsachlicher Kommentar in diesem Thread kommentiert wird, aber meine, wie ich finde guten, Argumente, noch niemanden zum Nachdenken gebracht haben.

Anscheinend sind diese wohl so schlüssig, dass man lieber erst gar nicht darauf eingeht, bevor man womöglich noch merkt, dass die eigene Position die Falsche ist.

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Der Hofnarr 03.04.2011, 21:27
224. Also um den Vergleich mal aufzugreifen

Zitat von Christian Krippenstapel
Nur wenn wir dann dafür beschimpft werden, daß wir angeblich nur hinausgehen, um uns uns vor unseren Pflichten in der Nähe des Feuers zu drücken und unsere Frauen daran hindern, der so erbaulichen Mammutjagd nachzugehen, wenn wir nur noch die Mammutsteaks reinreichen und uns dann gefälligst wieder verdrücken dürfen - dann macht´s uns irgendwann keinen Spaß mehr.
Dann muss man schon feststellen, dass die Frauen neidisch auf die Mammutjagd sind und es schlimm finden, von den Mammutjägern abhängig zu sein. Und die wollen auch noch Sex (igitt) als Gegenleistung für die Mammutsteaks. Ganz fürchterlich.

Das die Frauen es als diskriminierend finden, das ihre gepflückten Beeren keinen vom Felsen hauen, ein erlegtes Mammut aber nicht nur Fleisch und Fell sondern auch noch Ruhm und Ehre den Jägern bringt.

Das die Jagd auch gefährlich ist, und von jeder Jagd weniger Männer zurückkehren als ausgezogen sind, lassen die Frauen nicht als Argument gelten.

Sie denken, sie sind viel intelligenter und besser als die Männer und ihnen würde so etwas nie passieren.

Das dumme ist nur, das Männer die sich darauf einlassen, die Frauen zur Jagd ziehen lassen und selber Beeren sammeln, am Ende nichts zum eintauschen haben. Sie werden verhöhnt und verachtet von den Frauen ("Beeren können wir selber pflücken, dafür brauchen wir keine Männer") und stehen ganz schön dumm da. Vom Sex will ich gar nicht erst reden.

Der Trost ist nur das Sex eh kein Spaß macht wenn man hungrig ist, denn die Mammuts waren schneller als die Frauen und Beeren alleine machen nicht satt...

;-)

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lazydogz 03.04.2011, 21:45
225. Warum Quote?

Warum soll man direkt eine Quote einführen ? Warum fängt man nicht erstmal bei einer Geschlechts- und Altersneutralen Bewerbung an ? Dann hätten sich wirklich die "besten" in der Bewerbung durchgesetzt und wenn derjenige 50+ oder eine Frau ist ist doch prima und wenn nicht dann halt nicht.

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kandary 03.04.2011, 22:11
226. We want YOU (Male)

Zitat von KaWiDu
Richtig. Was genau ist denn dann das Problem? Es ist doch nun mal so, dass wir in einer Gesellschaft leben, in der die materielle Anerkennung immer wichtiger wird: Reichtum, Konsum, Erfolg. Wenn Sie richtig schreiben, dass Frauen dort einen "leichten Nachteil" haben, dann heißt das, dass diese per se weniger gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Heutzutage sind Statussymbole so wichtig für die Akzeptanz, dass Frauen mithalten müssen. Fühlt sich zumindest so an.
Das Problem ist nicht, dass wir in einer materiellen Gesellschaft leben, sondern wir (gerade wir deutschen) stetig daran interessiert sind unsere Effizienz zu maximieren, das kann man mit maximaler Arbeitsauslastung und Integrität erreichen. Gewinnmaximierung, daran sind alle Unternehmen und im Prinzip jeder Mitarbeiter interessiert. Frauen sind ein Risikofaktor (ob sie was dafür können oder nicht spielt keine Rolle, der Mann kann ebenso nichts dafür), der sich im Gehalt und in der Relevanz niederzuschlagen hat.

Ein Mann ist weniger ausfallgefährdet, da er keine Kinder bekommen kann, ebenso sind die Sozialen Eigenschaften von Männern (wie z.B. Gnade oder Rücksichtnahme) weniger gut ausgeprägt als bei Frauen (bei Frauen ist dieser Mechanismus aufgrund der Tatsache entstanden, dass die Natur es wohl für intelligent erachtet hat, dass Frauen ihre Kinder nach deren Geburt nicht einfach sitzen lassen oder töten, einer der Nebeneffekte dieser angeborenen Eigenschaft ist wohl die Kommunikations-Bereitschaft). Ebenso das ist meist vorteilhaft in der Wirtschaft, da man oftmals Entscheidungen zu fällen hat, die zum wohl des Unternehmens und zum Nachteil eines Mitarbeiters sein kann.

Das ist mit "zu Weich " gemeint, Männer interessiert da nur ihre Gewinnmaximierung, weswegen man ihnen oft Kaltherzigkeit vorwirft. Das ist es zumindest was man von Managern oftmals sagt wenn man jemanden fragen würde "Was denken sie über Manager in einem großen Unternehmen?". Ich würde nicht behaupten das Frauen grundsätzlich inkompetenter als Männer sind, aber es gibt leider im Moment viele Beispiele die aufzeigen, dass Frauen in Führungspositionen einfach nur gnadenlos versagen oder eben nicht das Maximum aus der Situation schöpfen... gerade in der Politik, die Bundeskanzlerin ist ein wahres Paradebeispiel und sie ist sogar kinderlos. Natürlich gibt es Ausnahmen, die gibt es aber bei den Männern ebenso und diese sind dann wieder ebenso weniger risikobehaftet.

Unsere Wirtschaft ist, dafür das wir recht soziale Umstände hier haben (zumindest im Vergleich zu einem Land wie China die ihre Erträge durch die Reduktion von menschenwürdigem Leben der Mitarbeiter erreichen), weltweit auf den Top Plätzen vertreten und das auch oder vielleicht sogar gerade ohne Frauen. Grundsätzlich spricht dem allerdings nichts entgegen, dass Mann sowie Frau dieselbe Chancen haben, dies dann aber auch in allen Bereichen und nicht nur in Bereichen die den Frauen gefallen, dass muss dann auch für Müllabfuhr, Schmied, Soldat, Metzger und andere körperlich betonende Arbeiten gelten.

Die "Ausrede", dass Männer dafür aufgrund ihrer körperlichen Geschaffenheit besser geeignet sind, sollte hier nicht ausschlaggebend sein, sonst könnte die Männerwelt ja noch sagen, dass Frauen nicht in Führungspositionen dürfen, weil sie dafür sozial falsch Beschaffen sind.

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stimulus99 03.04.2011, 22:41
227. q.e.d.

Dass hier im Forum überwiegend Männer rumgreinen und angstbesessen gegen die Quote aufjaulen, bestätigt die Berg'schen Kernthesen. Gratulation, Experiment gelungen.

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Schacht 04.04.2011, 01:45
228. …

Zitat von KaWiDu
[...] Meinen Sie damit, dass ich als Frau bloss keine Grundsatzkritik äußern darf, weil dass nun mal zu Frauenhass führen könnte? Meinen Sie damit, dass das mal lieber Männner unter sich ausmachen sollten? Zumindest glauben Sie ja anscheinend, ich sei unsachlich - mit anderen Worten: nicht zu einer normalen Diskussion fähig. Wenn das so ist, zeigt es klar und deutlich, wo Sie stehen ...
Da haben Sie mich aber gründlich missverstanden. Es ist übrigens nicht fair, meiner Haltung ein paar Grotesken hinzuzufügen, um diese dann zu kritisieren. Ich habe für Differenzierung und Sachlichkeit plädiert und ein paar Argumente abgewogen und bin erstaunt, dass meine Äusserungen so immense emotionale Gereiztheit hervorrufen.

Wenn Sie überzeugt sind, dass unser Gesellschaftssystem einer grundlegenden Revolution bedarf, bitte sehr, versuchen Sie es ruhig. Während Sie sich abrackern probieren wir anderen aus, ob Teilhabe und Chancengleichheit für Frauen ein sinnvoller Beitrag zur Kultivierung dieser Zivilisation zu sein vermag und denken darüber nach, wie so etwas sinnvoll organisiert werden kann.

Falls sich herausstellen sollte, dass die soziale Marktwirtschaft nicht so übel ist, wie Sie denken, ist ja alles gut. Ansonsten werde ich Sie bitten, mir ein hübsches Plätzchen auf Ihrer Barrikade freizuhalten.

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respuesta 04.04.2011, 02:59
229. Etwas Substanz

Ich werde weiterhin meine Personalabteilung anweisen, nach QUALIFIKATION einzustellen und meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nach LEISTUNG entlohnen, nicht nach Quote bzw. Geschlecht.
Sollte das der deutschen Bundesregierung oder den entsprechenden EU-Verantwortlichen nicht passen, verschwindet eine weitere Technologie-Firma aus der Bundesrepublik Deutschland ins nichteuropäische Ausland.

Nämlich meine.

Dass Hormone wie Dihydrotestosteron (DHT; als durch die 5α-Reduktase gebildetes Testosteron-Derivat) auch am im für logisches Denken zuständigen Gewebe vorhandenen Androgenrezeptor wirken und dies simplifiziert zu einer höheren Leistungsfähigkeit bei den exakten Wissenschaften und in deren äquivalenten Wirtschaftzweigen führt, ist allgemein bekannt. Selbst nicht biochemisch inklinierte Diskussionsteilnehmer würden Testosteron nicht gerade dem weiblichen Geschlecht zuordnen.

Solcherlei Quoten sind demnach nur Instrumente zur Komplexkompensation.
Aber ebenso wie die Atomkraftlobby legt sich die Gleichstellungslobby mit Mutter Natur an. I already placed my bet.

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