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S.P.O.N. - Fragen Sie Frau Sibylle: Wenn schon sterben, dann vorher bitte leben

Wann wird Sie der Tod ereilen? Und wie? Haben Sie auch immer schön gesund gelebt vorher? Was mich das angeht? Alles! Denn der Gesundheitsterror wird immer stärker: Der Zustand des Körpers ist der Verantwortung des Einzelnen entzogen und der kollektiven Verantwortung zugeführt worden.

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wika 17.03.2012, 16:08
1. Wir schauen mal ins System …

Zitat von
… man kann eigentlich alles, solange man andere nicht belästigt damit und sein kleines Leben nicht über andere erhebt …
Das Zitat ist an sich die zutreffendste Feststellung in dem Artikel. Nur leider haben wir mal wieder die Rechnung ohne das System gemacht. man gibt sich größte Mühe bei der Normierung der Menschen und die weiteren Regulierungen möglichst schleichend herbeizuführen, dass die Betroffenen den Entzug von freiheitlichen rechten nicht so sehr wahrnehmen … sie Frosch und heißes Wasser … und es gibt doch glatt Leute und Nutznießer die hoffen, dass die Menschen die Erhitzung nicht bemerken.

Faktisch haben wir heute die Situation, dass der Mensch ugs. auch als Humankapital bezeichnet, mehr oder minder zum reinen Konsumgut des Kapitals verkommt … so eine Art Nutzvieh, wo man dann Wirtschaftlichkeitsberechnungen anstellt, wie dies für Maschinen üblich ist. Und solange man die Köpfe der Menschen noch mit dem Müll der GEZahlt Sender füllen kann, wird dies wohl auch noch eine Weile so weitergehen. Die einzige Frage ist, wacht der Mensch erst dann auf wenn er vollständig reguliert und es zu spät ist, oder gibt es eine Chance das Rad vorher wieder zurückzudrehen. Diese Frage muss sich wohl jeder selbst stellen und für sich beantworten.

Die Zeichen stehen schlecht, die aktuelle Politik zeigt dass die Sozialstaatlichkeit für Banken und Konzerne den Vorrang vor den Menschen hat. Das Humankapital als nachwachsender Rohstoff in Hülle und Fülle verfügbar ist und wie ein Wegwerfartikel behandelt werden kann. Jetzt fehlt uns nur noch die gesetzliche Verankerung im Staatswesen wonach der Staat (die Wirtschaft) einen Anspruch auf „Sozialverträgliches Frühableben“ gegenüber den Menschen durchsetzt die „unwirtschaftlich“ sind … dann erst sind wir perfekt (am Ende).

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artikel.5 17.03.2012, 16:40
2. Ersatzteillager

Zitat von wika
... Jetzt fehlt uns nur noch die gesetzliche Verankerung im Staatswesen wonach der … dann erst sind wir perfekt (am Ende).
Keine Angst, das kommt, und wir sind auf dem besten Weg dahin. Einstweilen müssen wir uns rechtfertigen, wenn wir nicht als wandelndes Ersatzteillager für die Medizinindustrie herhalten wollen.

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yogibimbi 17.03.2012, 16:48
3. Differenzierung

Zitat von sysop
Der Zustand des Körpers ist der Verantwortung des Einzelnen entzogen und der kollektiven Verantwortung zugeführt worden.
Naja, solange wir differenzierte Kosten für die Versicherung haben, sehe ich kein Problem damit, wenn sich einige Leute das Leben verkürzen wollen. Wenn dann aber das, was einige Leute "leben" nennen auf die Allgemeinheit umgewälzt wird, da hört der Spass auf.
Ich fühle mich in der glücklichen Situation, dass es mir Spass macht, 2-4 Stunden am Tag Sport zu treiben, dass ich es einfach brauche, um zu funktionieren und der Kørper auch mitmacht und Rauchen, Alk und Drogen schmecken mir einfach nicht, da ist keine grosse Moral hinter. Wenn aber denn jemand die Entscheidung trifft, (und es ist eine Entscheidung), dass sein/ihr Leben mit Alk und Rauchen und Kaffee und Drogen und viel Essen und Fernsehen und nur dem Minimum an Bewegung viel interessanter ist und die Statistik meint, dass es dann den Gesundheitskosten nach etwas teurer wird, dann soll er/sie dafür auch gerade stehen, auf die Allgemeinheit umwälzen ist nicht drin.

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Don Lucio 17.03.2012, 16:49
4. Sie sehen nur die halbe Wirklichkeit

Zitat von sysop
Wann wird Sie der Tod ereilen? Und wie? Haben Sie auch immer schön gesund gelebt vorher? Was mich das angeht? Alles! Denn der Gesundheitsterror wird immer stärker: Der Zustand des Körpers ist der Verantwortung des Einzelnen entzogen und der kollektiven Verantwortung zugeführt worden.
Es ist wohlfeil und billig, zu fordern, der Einzelne möge frei sein in seiner / ihrer Entscheidung für eine beliebig ungesunde Lebensweise. Es ist egoistisch, sich gegen den Druck des "Kollektivs" zu wehren, der einem bestimmte Regeln einer gesunden Lebensführung bzw. Ernährung aufzwingen will.

Ja, ich bin Mitglied dieses "Kollektivs" und ich bestehe auf der Einhaltung der anerkannten Regeln zu einer gesunden Lebensführung, weil ich - indirekt über meine Mitgliedschaft des Kollektivs - die Folgekosten zu tragen habe, die zwangsläufig entstehen, wenn andere Kollektiv-Mitgieder sich mit süßen Torten und fetten McDoof-Burgern vollstopfen und beim stundenlangen Abhängen vor der Glotze ihren Resthunger mit Kartoffelchips und Schokolade betäuben.

So einfach ist das: Freiheit will ich gern jedem gewähren, auch die Freiheit zu sterben wie er/sie es möchte, aber bitte nur im Gesamtpaket, enthaltend die Freiheit, die selbst verursachten Kosten auch selbt zu begleichen.

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OskarVernon 17.03.2012, 16:50
5. Seltsam eigentlich...

Zitat von wika
... die Rechnung ohne das System gemacht. man gibt sich größte Mühe bei der Normierung der Menschen und die weiteren Regulierungen möglichst schleichend herbeizuführen, dass die Betroffenen den Entzug von freiheitlichen rechten nicht so sehr wahrnehmen …
"Das System" hat ganz gewiß keinerlei Interesse, daß allzu viele Mitmenschen vom Auto aufs Fahrrad umsteigen, sich nur noch vegetarisch ernähren, ... ;-)

Im Gegenteil: Es sind in aller Regel erklärt system- bzw. gesellschaftskritische Zeitgenossen, die so'n Zeugs wie den "Veggie-Day" verfechten und nur allzugerne allgemeinverbindlich vorschreiben würden... oO

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prüderiegegner 17.03.2012, 16:54
6. "Gesundheitsterror"

Frau Berg, Spaß am Leben funktioniert nur, solange man fit und gesund ist. Der Erkenntnis, daß man am Leben, solange man gesund und fit ist, auch eine Menge Spaß haben kann, verweigern Sie sich offenbar hartnäckigst. Warum nur? MfG

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shokaku 17.03.2012, 16:58
7.

Zitat von OskarVernon
Im Gegenteil: Es sind in aller Regel erklärt system- bzw. gesellschaftskritische Zeit, die so'n Zeugs wie den "Veggie-Day" verfechten und nur allzugerne allgemeinverbindlich vorschreiben würden... oO
Bingo. Es sind die "Anderen" die mit ihrem Endziel Sanatorium das letzte bissel Leben aus diesem Land herauswutbürgern.

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yogibimbi 17.03.2012, 16:58
8. schon wieder die Zwangsjacke?

Zitat von Don Lucio
Ja, ich bin Mitglied dieses "Kollektivs" und ich bestehe auf der Einhaltung der anerkannten Regeln zu einer gesunden Lebensführung...
Na, da haben wir sie doch wieder, die gesellschaftliche Zwangsjacke. Das kann es nicht sein. Da müssen wir halt differenzieren (siehe meinen Beitrag weiter oben). Wer ungesund sein will, muss es sich leisten können. Dann kann jeder so sterben wie er will, und wir müssen nicht wieder ("typisch deutsch") alles über einen Kamm barbieren und mit dem nackten Finger auf angezogene Menschen zeigen.

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hasenfuss27 17.03.2012, 17:04
9.

Zitat von yogibimbi
(...)Minimum an Bewegung viel interessanter ist und die Statistik meint, dass es dann den Gesundheitskosten nach etwas teurer wird, dann soll er/sie dafür auch gerade stehen, auf die Allgemeinheit umwälzen ist nicht drin.
Im gegenzug erwarte ich natürlich auch, dass sie für Ihre Sportbedingten Verletzungen und deren Folgen selbst gerade stehen... War ja schliesslich Ihre Entscheidung, Sport zu treiben...

Sie sehen, die Grenzen sind fliessend und keineswegs so starr, wie sie das annehmen...

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