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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Das Karussell der Schuld

Ist es nicht schön: Wenn übermorgen Willem-Alexander seiner Mama Beatrix auf den Thron der Niederlande nachsteigt, ergeben sich die Medien ganz dem Rausch der Bilder. Dabei hat der Adel doch heute eigentlich gar keine echte Bedeutung mehr!

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_muskote 28.04.2013, 15:17
30.

schöner artikel. leider 100 jahre zu spät. :)

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goedeking1 28.04.2013, 15:44
31. Hoheit

Die merkwürdigen real existierenden Privilegien des Adels, z. B. im Namensrechtswirrwar oder den Sonderregeln beim Erbrecht, sind einer Demokratie nicht angemessen, eigentlich unwürdig. Wem nützen sie eigentlich?

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greywoody 28.04.2013, 15:46
32. Ach wärs doch möglich....

....die "Adligen" einfach so leben zu lassen. Die Klatsch- und Hochglanzpresse hält die Spezies am Leben - kein Tag vergeht, ohne dass über irgendeinen prinzesslichen Uterusinhalt oder über königlich-ausserhäusige Begattungsexkursionen berichtet, spekuliert, schwadroniert und, vor allem, gelogen wird. Und je länger desto heftiger suhlen sich auch sogenannt seriöse Medien (ARD, ZDF vorneweg) in all dem so degoutierenden wie irrelevanten Schlamm.

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panzerknacker51 28.04.2013, 16:13
33. Duden und Adel

Zitat von Ylex
Zitat: „...und an den ganz schlimmen Tagen auch noch zu denken, Du seiest an allem Schuld?“ Wird „schuld sein“ nicht klein geschrieben? Nicht beim Adel, meine ich, sondern beim Duden? Nebensächlichkeiten, sowieso, genauso wie der eine Name, der mir bei der Adligen-Aufzählung von Frau Burmester sofort ins Auge gesprungen ist: „Graf von Diez“ – Graf von Diez? Moment... Freiherr Carlo von Tiedemann hat auf den freien Herrn verzichtet, vielleicht Georg Diez auf den Grafen, wer weiß. Möglich wär’s, ja, die Kolumnen von Georg Diez haben etwas Aristokratisches an sich, so irgendwie, so vom Duktus her. Oder es ist nur ein Zufall, kann auch sein. Beim Adel sind Namen nicht Schall und Rauch, selbst wenn sie ermogelt sind, entscheidend ist der überzeugende Klang. Habe ich übrigens schon erwähnt, dass ich mich früher einmal in eine Adelstochter verliebt hatte, die meine Gefühle nicht erwiderte? Nein, wahrscheinlich nicht, es war schlimm, sozusagen null, sie ließ mich auf dem Mittelball eiskalt abblitzen, sie ließ mich gebrochen ganz links liegen, sie soll aber, wie mir später zugetragen wurde, mehr als sehr rundlich geworden sein, und sie hieß, jetzt kommt’s: Pförtner von der Hölle – wow, wenn das kein Name ist. Die diversen Vornamen lasse ich aus Diskretionsgründen weg. Wenn sie meine Liebe erwidert hätte, ja dann wären wir nun vielleicht verheiratet, ich hätte ihren Namen annehmen können und hieße „Pförtner von der Hölle“ – den Vornamen lasse ich aus Diskretionsgründen weg, er passt leider überhaupt nicht. Wie gesagt, die Adelsnamen müssen schon beeindrucken, manches geht gar nicht, etwa: Baronesse von Burmester, Graf von Fleischhauer oder Erbprinz von und zu Münchau. Es ist eben ein hartes Brot, bürgerlich zu sein.
zum Duden: schuld(ig) sein, Schuld haben - ganz einfach
zum Adel: ein guter Bekannter von mir hat sich einmal in einer Auseinandersetzung mit Offiziellen am Flughafen als Dr. von und zu Egel..... (den Rest des Namens lasse ich aus Diskretionsgründen weg :-) zu Erkennen gegeben; da öffnen sich Türen, die man mit Schmiergeld nicht aufbekommt, schon wegen der plumpen Anmache, die das Wedeln mit Zahlungsmitteln so mit sich bringt. Auch wenn der Name noch so scheiße klingt, Adel bringt's immer noch.

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sondevida 28.04.2013, 16:35
34. Die Politiker

Zitat von eigendenk
... Könnte man einen Artikel über den Bundespräsidenten und etwa 90 % der Politiker schreiben die auf Kosten des Steuerzahlers schmarotzen. Im Gegensatz zu gauck, Merkel und den anderen Konsorten sind Willem und Maxima wenigstens nett anzusehen.
schmarotzen nicht auf Kosten der Steuerzahler sonder machen Full Time Jobs mit viel Verantwortung zu Gehaeltern ueber die jeder Mensch aus der Wirtschaft lachen wuerde.
Nun gibt es unendlich viel, dass man an einzelnen Politikern, politischen Entscheidungen und dem politischen System insgesamt kritisieren kann aber Ihre Aussage ist nur dummes Gemecker.
Das wir einen Praesidenten und Representanten fuer 200.000 Euro im Jahr haben ist ja recht bescheiden.
Eine Famiilie Generation um Generation kuenstlich ueber die Bevoelkerung zu stellen und mit Millionen zu versorgen ist schon eine andere Kategorie. Zumal diese im Gegensatz zu Praesidenten keine Lebensleistung aufbauen mussten.
Hier in GB sah ich im Kiosk immer die Zeitschriften, die Willi und Kate bei der Hochzeitsreise zeigten. Beim Durchblaettern sah ich wunderschoene Eilande mit luxurioesen Hausern, coole Treckingtrips und Abenteuerurlaube praesentiert. Schoen fuer die, aber es kommt von meinen Steuern. Warum?

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sondevida 28.04.2013, 16:37
35. Die Mehrheit der Deutschen..

Zitat von dröhnbüdel
Liebe Frau Burmester, der Sinn Ihres Artikels bleibt für mich im Dunkeln. Was soll das Adels-Bashing? Ich kann die Gesichter auf den Titelseiten der Yellow-Press auch nicht mehr sehen, aber ich muss die Blättchen nicht lesen und mir das Königs-Brimborium im Fernsehen auch nicht ansehen. Die Mehrheit der Deutschen soll sich statt des Bundespräsidenten wieder ein Königshaus wünschen, habe ich neulich gelesen. Was ist dabei? Einer muss den Job des Grüß-Augusts schließlich machen, warum nicht ein König? Wirklich andere wichtige Funktionen haben die Monarchen in den Niederlanden, Spanien, Skandinavien und Großbritannien zum Glück nicht. Wir Deutschen könnten uns einen König oder gar Kaiser aber immer noch nicht leisten, weil der letzte Regent ein viel zu mächtiger Hohlkopf war und mit seinem Geldungsdrang unser Land und dazu fast die ganze Welt in Brand gesteckt hat. Aber warum sollen wir dann unseren Nachbarn ihre Könige, Prinzen und Prinzessinnen nicht gönnen? Wir sind doch immerhin so fortschrittlich, dass es bei uns entgegen dem Anschein in den bunten Blättchen seit 1918 keine Fürsten, Gräfnnen, Prinzen mehr gibt, die Titel sind nur noch Bestandteil des Familiennamens.
wuenscht sich einen Koenig? Wo haben Sie das denn gelesen? Ich habe mal gehoert, dass es 10 Prozent seien. Also der Sinneswandel kaeme ueberraschend.

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xehris 28.04.2013, 17:16
36. Märchen für frustrierte Hausfrauen

Adel ist ein Auslaufmodell, aber nicht für die Medien. Die Medien wiederum verdienen an dem Thema, denn es gibt scheinbar mehr als genug Frauen aus dem Nichtadel, die ganz heiß sind auf Geschichten aus dem Adel. Frauen träumen sich eben gerne in die Situation von Prinzessinnen, die von ihren Prinzen auf Händen getragen werden, weder eine langweilige Hausfrauenrolle noch einen schlecht bezahlten Job ausführen müssen. Der Medienhype um die Adelsfamilien wäre undenkbar, wenn es nicht so viele Frauen gäbe, deren Begabungen brach liegen und die in einem langweiligen Leben verkümmern.

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jetzt:hördochauf 28.04.2013, 17:18
37. ne,ne , so ist das nicht...

Zitat von artemis1
Mittlerweile denke ich, die heutigen Königshäuser, insbesondere die jüngere Generation, unterscheidet sich in nichts von Hollywood-Promis & Co, keine sinnvolle Aufgabe, viel Geld, zu viel Urlaube und sehr gewöhnliche Biografien...
Die Hollywood Besatzung hat ja wenigstens den Hauptjob Filme zu drehen oder sonst absichtlich den Kasper zu geben - und wenn's dumm läuft ist da auch Schluss mit lustig...völlig talentfrei ist es auch in Hollywood schwer.

Geboren werden, das hat jeder wohl hinbekommen.

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Steinwald 28.04.2013, 17:19
38. Un

Unabhängig davon, daß Frau B. anders als viele denke keine sonderlich große Denkerin und Schreiberin ist, hat sie hier doch nicht komplett Unrecht. Der Adel gehört tatsächlich abgeschafft.

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jetzt:hördochauf 28.04.2013, 17:26
39. Ist ja mal interessant...

Zitat von Spiegelkritikus
... Selbst ein Obama ist Teil dieser Genealogie, so wie unzählige andere hochrangige Persönlichkeiten....
Auch wenn ich nicht grundsätzlich widersprechen möchte....Obamas hochadelige Wurzeln würden mich mal interessieren...

Sicher - hier ist nicht unwahrscheinlich irgendwie mit Karl dem Großen verwand zu sein - aber sind wir nicht alle irgendwie Hochadel?

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