Forum: Kultur
S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Ein Tag Arbeit, 65.147 Euro

Bescheidene Manager - wo gibt es denn sowas? VW-Chef Martin Winterkorn will die 20 Millionen Euro, die ihm als Jahressalär zustehen, nicht haben. Ach, könnte der gute Mann doch auf windige Banker und gierige TV-Moderatoren einwirken!

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trompetenmann 10.02.2013, 10:20
1. Sehr schöner Artikel.

Wie heißt es so schön: geben ist seliger als nehmen.
Nun könnte man natürlich einwerfen, dass man im Besitz von 18 Millionen leicht auf weitere 20 Millionen verzichten kann. Geschenkt. Vielleicht gibt es ja irgendwann tatsächlich einen gesellschaftlichen Wandel hin zu mehr sozialem Denken, zu mehr miteinander.

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agua 10.02.2013, 10:50
2.

Sie haben es mit diesem Artikel sehr schoen anschaulich auf den Punkt gebracht,den Wahnsinn unserer Gesellschaft,was das Verteilen von Vermoegen betrifft.Eigentlich kein Artikel zum Diskutieren,sondern fuer die,die soviel mehr haben,ein Artikel ,der die Betroffenen zum Nachdenken anregen sollte.

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peeka 10.02.2013, 10:54
3. Abnehmender Grenznutzen

Es gibt da die Theorie eines Professors, der meint, mehr als 60.000€ pro Jahr würde keinem Menschen etwas bringen. Auch wenn man davon ausgehen sollte, dass jemand Sicherheit im Alter sich erkaufen und ein paar Kinder zu erähren hat, wären die 2 Mio. sicherlich schon das Ende der Fahnenstange.
Mehr Geld bringt nur Probleme - siehe der Dr. Oetker-Erbe, der entführt wurde.
Nur warum beschränkt sich Frau Burmester bei ihrer Armutsbeobachtung wieder auf Deutschland?
Die Gewinne macht VW in China und in anderen Schwellenländern. Also könnten sie auch dort in Schulen investieren. In der Hinsicht hat der Konzern in Mexico ja auch gar keinen so schlechten Ruf. Also bitte die 20 Mio. zurück in die Länder transferieren, in denen produziert wird.

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cfweber 10.02.2013, 10:57
4. Sie haben Recht,Frau Burmester,

aber (entschuldigen Sie bitte meine despektierlichen Nachfragen):
1. Wird Herr Winterkorn den Beitrag überhaupt lesen?
2. Und wenn er ihn (zufällig, oder nicht zufällig) liest, wie wird er entscheiden?
3. Und die anderen Manager - gleich wo sie arbeiten und wie hoch sie überbezahlt werden?
4. Und die Politiker?
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin weit entfernt vom Meckern. Ihr Beitrag ist richtig, notwendig aber: Was änderts am Universum? In unserer Welt, wo die Menschen eingeteilt werden in Prekariat auf der einen und VIP auf der anderen Seite? (VIP kann man auch werden als z. B. Weltmeister im Komasaufen, aber was nutzt das, wenn man nicht das Geld für den Alkohol hat...)
In mir kommt eine gehörige Portion Fatalismus hoch angesichts meiner (und Ihrer? Unserer?) Ohnmacht... Einzig Kraft gibt mir nur Konfuzius mit seiner Weisheit "Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als der Dunkelheit zu fluchen".
Alles, was Sie ausgedrückt haben, unterschreibe ich aus vollem Herzen. Aber, wie gesagt, was änderts am Universum?
Nur zu gern lasse ich mich eines Besseren belehren!
Mit aufrichtiger Hochachtung
Friedemann Weber

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arvin 10.02.2013, 10:58
5. guter artikel

Schöner Artikel über den sinnlosen Gehälter der Manager und Macher, dieser Republik.
Im Grund genommen kann man doch mit 3000 - 5000 € im Monat super leben, oder?
Und auf den dutzenden Galas und Benefizveranstaltungen wo sich dieses Volk ganzjährlich rumtreibt, kann man noch genüsslich umsonst saufen und fressen.

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anders 10.02.2013, 11:07
6. mal im ernst?!?

nehmen sie dem herren die begründung "mangelnde vermittelbarkeit" ab? wer die geistigen veranlagungen hat einen konzern wie vw zu lenken, wäre sicher von selbst auf die idee gekommen das "zu viel" zu spenden, wenn nicht zum selbstzweck, dann fürs gure image.
ich unterstelle hier einfach mal steuerliche gründe.... vermutlich würde dieser ausbund an bescheidenheit mit 18 mio. € mehr ende des jahres einfach finanziell schlechter dastehen als ohne. so einfach ist das.

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Pango 10.02.2013, 11:16
7. Unbequeme Wahrheit

In Wahrheit lebt jeder kleine deutsche Arbeiter, wie ein König, verglichen mit den von der Autorin benannten Bedürftigen. Und wie sieht da die Spendenmoral aus? Eben! Nur weil einer x-fach mehr verdient, entschuldigt das nicht das eigene Versagen. Wenn jeder Euro hilft, braucht sich keiner rausreden, nur weil ein anderer noch mehr geben könnte. Dieses Fingerzeigen ist scheinheilig. Wie sieht das wohltätige Engagement der Autorin aus?

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lanre 10.02.2013, 11:19
8.

Zitat von sysop
Bescheidene Manager - wo gibt es denn sowas? VW-Chef Martin Winterkorn will die 20 Millionen Euro, die ihm als Jahressalär zustehen, nicht haben. Ach, könnte der gute Mann doch auf windige Banker und gierige TV-Moderatoren einwirken!
Ich finde es genial wie die Neider hier wieder rauskommen. Als ob auch nur ein VW Arbeiter was davon hätte. Auf alle Mitarbeiter umgerechnet wären 20 Millionen Euro für jeden 50 Euro im Jahr. Wahnsinn, das bringt es wirklich...

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sappelkopp 10.02.2013, 11:24
9. Auch ich finde den Artikel wichtig...

Zitat von cfweber
aber (entschuldigen Sie bitte meine despektierlichen Nachfragen): 1. Wird Herr Winterkorn den Beitrag überhaupt lesen? 2. Und wenn er ihn (zufällig, oder nicht zufällig) liest, wie wird er entscheiden? 3. Und die anderen Manager - gleich wo sie arbeiten und wie hoch sie überbezahlt werden? 4. Und die Politiker? Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin weit entfernt vom Meckern. Ihr Beitrag ist richtig, notwendig aber: Was änderts am Universum? In unserer Welt, wo die Menschen eingeteilt werden in Prekariat auf der einen und VIP auf der anderen Seite? (VIP kann man auch werden als z. B. Weltmeister im Komasaufen, aber was nutzt das, wenn man nicht das Geld für den Alkohol hat...) In mir kommt eine gehörige Portion Fatalismus hoch angesichts meiner (und Ihrer? Unserer?) Ohnmacht... Einzig Kraft gibt mir nur Konfuzius mit seiner Weisheit "Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als der Dunkelheit zu fluchen". Alles, was Sie ausgedrückt haben, unterschreibe ich aus vollem Herzen. Aber, wie gesagt, was änderts am Universum? Nur zu gern lasse ich mich eines Besseren belehren! Mit aufrichtiger Hochachtung Friedemann Weber
...und richtig!

Aber bitte, Ihre Frage, was änderts am Universum, ist entweder aus einem Pessimismus heraus geboren oder aus Unwissen.

Schon, dass Sie darauf geantwortet haben, und ich Ihren Einwurf aufgreife, ergibt sich eine Diskussion, das ändert schon was am Universum. Ein ganz, kleines, vielleicht kaum wahrnehmbares Stückchen, aber es ändert etwas.

Das wissen auch zahlreiche Autoren, das wissen Minderheiten, dass wissen all jene, die gegen "Windmühlenflügel" ankämpfen. Und deshalb schreiben sie, reden sie und ändern ein kleines Stückchen der Welt, täglich.

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