Forum: Kultur
S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Ein Tag Arbeit, 65.147 Euro

Bescheidene Manager - wo gibt es denn sowas? VW-Chef Martin Winterkorn will die 20 Millionen Euro, die ihm als Jahressalär zustehen, nicht haben. Ach, könnte der gute Mann doch auf windige Banker und gierige TV-Moderatoren einwirken!

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sunnypluto 10.02.2013, 19:18
90. keinerlei Grundkenntnisse in Oekonomie, Preisbildung

Zitat von libertarian2012
Fantastisch. In diesem Artikel wird klar, woran das Land zugrunde geht: keinerlei Grundkenntnisse in Oekonomie, Preisbildung - und die Werte der modernen Menschlichkeit, in der das Individuum und seine natuerlichen Rechte im Zentrum stehen sind auch unbekannt. Stattdessen die alten marxistischen Umverteilungsparolen, die - selbst wenn man die Idee irgendwie moralisch richtig findet - in der Praxis nur zu noch groesseren Problemen fuehren....
Ihr Eintreten für unser Zins - und Schulden - Geld aus der Altsteinzeit ist typisch und
garantiert den Untergang unserer Zivilisation und Kultur in der hoffentlich nicht allernächsten Zukunft.
Nieder mit dieser Zins - und Schulden - Ökonomie !

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blödföhn 10.02.2013, 19:30
91. Mindestlohn

Traurig und schon seit Jahrzehnten überfällig nicht nur die Debatte sondern auch das gehandelt wird.
Denn die gleichen die an der oberen Gehaltsskala sitzen diktieren die Konkurrenz unter den Billiglöhnern.
Wenn ein Außenminister bei Hartz4 von Spätrömischer Dekadenz schwadronieren kann und seine Partei sich mit allen Schikanen gegen einen Mindestlohn stellt, sollte eigentlich klar sein welche Interessen vertreten werden.

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Hamada 10.02.2013, 19:31
92. Was nützt es....

Zitat von cfweber
aber (entschuldigen Sie bitte meine despektierlichen Nachfragen): 1. Wird Herr Winterkorn den Beitrag überhaupt lesen? 2. Und wenn er ihn (zufällig, oder nicht zufällig) liest, wie wird er entscheiden? 3. Und die anderen Manager - gleich wo sie arbeiten und wie hoch sie überbezahlt werden? 4. Und die Politiker? Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin weit entfernt vom Meckern. Ihr Beitrag ist richtig, notwendig aber: Was änderts am Universum? In unserer Welt, wo die Menschen eingeteilt werden in Prekariat auf der einen und VIP auf der anderen Seite? (VIP kann man auch werden als z. B. Weltmeister im Komasaufen, aber was nutzt das, wenn man nicht das Geld für den Alkohol hat...) In mir kommt eine gehörige Portion Fatalismus hoch angesichts meiner (und Ihrer? Unserer?) Ohnmacht... Einzig Kraft gibt mir nur Konfuzius mit seiner Weisheit "Es ist besser eine Kerze anzuzünden, als der Dunkelheit zu fluchen". Alles, was Sie ausgedrückt haben, unterschreibe ich aus vollem Herzen. Aber, wie gesagt, was änderts am Universum? Nur zu gern lasse ich mich eines Besseren belehren! Mit aufrichtiger Hochachtung Friedemann Weber
Vordergründig nützt es sicher nichts. Also sollten wir alles so hinnehmen wie es uns vorgesetzt wird.
Insofern kann man es mit diesem Tropfen Wasser halten der letztendlich bekannterweise einen Stein höhlt.
Durch Ihren Kommentar haben Sie den zweiten Tropfen Wasser auf den Weg gebracht. Ist das nicht toll?

Auf die Frage eines buddhistischen Schülers an seinen Meister, wo der Weg der Weisheit ist, antwortete der Meister: "Er ist vor Deinen Füßen."

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juliusf 10.02.2013, 19:40
93.

ja Frau Burmeister, echt nicht schö fremdes Geld zu zählen. VW-Konzern hätte natürlich auch Sie zum Manager wählen können, dann hätten Sie auch entscheiden dürfen, was Sie mit dem Geld machen. Nur müsste dann VW in ein Paar jahren eventuell dicht machen und zehntausende stellen Deutschlandweit streichen, aber was solls, oder?
Warum wird immer vermutet dass jeder einen Managerjob machen kann? die Konzerne wollen ja die besten haben, darum gibt es ja "managergehälter". die Leute haben schließlich die Entscheidungskraft über Milliarden und haben den Schicksal Tausender Menschen zu verantworten.
Warum regen Sie sich nicht über Gehälter der Popstars oder Fußballer nicht auf? Die schaffen tatsächlich keinen Gesellschaftlichen Mehrwert.

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Dubbel 10.02.2013, 19:41
94.

Zitat von Tamarind
Sie schreiben ganz richtig von "die", reden dann aber nur vom VW. Um Ihr Gedächtnis ein wenig aufzufrischen: Schrempp, Cromme, Esser, Middelhoff und wie sie alle heißen, wären nicht austauschbar gewesen? Und unmittelbar nach der Pensionierung des Superstars Ackermann sitzt die Deutsche Bank nun vor einem Trümmerhaufen, mit zwei Milliarden Verlust im letzten Quartal und 500 Mio. € Verbindlichkeiten, allein wegen diverser Gerichtsverfahren. Nicht austauschbar? lol
Naja, Sie selbst zeigen ja auf, was für große Leistungsunterschiede es in diesem Bereich gibt: Da ist es doch verständlich, dass VW Winterkorn halten will. So austauschbar sind sie also doch nicht, hm?

Wenn man sich über Manager aufregt, deren Gehalt weder durch Verantwortungsübernahme noch durch Leistung gerechtfertigt ist, dann habe ich damit kein Problem. Genauso darf man sich über Abfindungen von unfähigen Managern aufregen, ohne Frage.

Aber warum Winterkorn jetzt hier im Kreuzfeuer steht, weil er von sich aus auf einen Teil seines ohne Frage unglaublich hohen Gehalts verzichtet, während andere einfach stillschweigend weiterkassieren und nichts direkt abbekommen, kann ich nicht nachvollziehen.

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Übrigensnebenbeibemerkt 10.02.2013, 19:43
95. Leider ist es nicht so

Zitat von derjonny
Nun die Gehälter mögen zwar ein Niveau besitzen, wo bei vielen das Gerechtigkeitsempfinden überstrapaziert wird, die Diskussion lässt aber bestimmte Aspekte unserer modernen Gesellschaft einfach außer Acht. Die Frage nach der Gerechtigkeit solcher Jahresgehälter nährt sich doch bloß aus der Frage, ob die Arbeit eines einzelnen Menschen so viel Wert sein kann wie die von 100 Durchschnittsverdienern? Ich denke da kommen einem berechtigte Zweifel. Aber meine lieben Mitmenschen, in einer Marktwirtschaft selbst einer sozialen sind Fairness und Gerechtigkeit keine relevanten Maßstäbe. Diese exorbitanten Managergehälter sind die Antwort des Marktes auf einen grundlegenden Mangel an fähigen Managern in der Wirtschaft. Die Eigentümer von VW halten das Gehalt für ihren Manager offenbar für angemessen, insbesonderen wollen sie den Mann von möglichen Abwanderungsgedanken abbringen. Würde es dort draußen mehr Menschen mit vergleichbaren Fähigkeiten geben, dann wären die Managergehälter sicherlich nicht so hoch. Warum sollte VW einem Mann 20 Mio bezahlen, wenn da draußen noch vergleichbare Manager herumlaufen, die sich auch mit der Hälfte oder mit einem Viertel davon zufrieden geben würden? Anstatt immer nur auf dem Streber herumzuhacken, nur weil er gut ist, könnte man sich diese Personen ja auch zum Vorbild nehmen und selbst so viel wie möglich für den eigenen Erfolg tun. Wo ist denn der Wunsch so vieler in unserer Gesellschaft eigentlich geblieben, genauso gut oder gar besser sein zu wollen, wie die anderen? Ich wünsche mir eine Gesellschaft, wo mehr Menschen einfach auch mal sagen: "Der bekommt 20 Mio im Jahr? Cool, das will ich auch hinkriegen."
Es sei klargestellt, dass sich solche Erscheinungen nicht per Dekret/Steuern/Verboten verhindern lassen bzw. dass das nicht zielführend ist.

Ihre Argumentation ist zunächst nicht unschlüssig, beruht aber auf falschen Annahmen. Zunächst gehen Sie von Chancengleichheit aus, welche real nicht gegeben ist.
Karrieren sind nicht nur von Können abhängig, sondern neben Beziehungen und Glück, auch von Faktoren, welche der der einzelne nicht zu beinfussen vermag.
Ebenso gehen Sie davon aus, dass sich solche überhöhte Vergütungen aus dem Prinzip von Angebot und Nachfrage ergeben.
Das können Sie nicht wissen, ist auch kaum zu vermuten. Tatsächlich mögen andere Faktoren eine große Rolle spielen.
Es ist eine schöne Legende, dass nur diese wenigen Manager mit den angeblich überragende Fähigkeiten in der Lage sind, solch große Werke zu vollbringen.
Glauben Sie nicht, dass 20 vernünftige Leute, für jeweils 1 Millionen, nicht mehr leisten können?
Unsere Gesellschaft funktioniert arbeitsteilig aufgrund einer kollektiven Leistung. Keiner ist autark. Insofern ist auch der "Top-Manager" davon abhängig, dass jemand für Ihn Nahrung produziert und auch die Autos zusammenschraubt. Solch unglaublichen Einkommensunterschiede deuten schon für sich auf eine Schieflage im gesellschaftlichen Selbstverständnis hin.

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ihawk 10.02.2013, 19:44
96. Wohl bemerkt ...

... pro Jahr!
Und die Ruhestandsbezüge errechnen sich aus den Bezügen der letzten 3 Jahre schwerer Arbeit.
Wer das kritisiert ist nicht neidisch, der hat dem Wahnsinn in die Augen gesehen.

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Tamarind 10.02.2013, 20:12
97.

Zitat von ihawk
... pro Jahr! Und die Ruhestandsbezüge errechnen sich aus den Bezügen der letzten 3 Jahre schwerer Arbeit. Wer das kritisiert ist nicht neidisch, der hat dem Wahnsinn in die Augen gesehen.
Der kratzt aber nur an der Oberfläche. Das System steht unagetastet da, weil politisch gewollt, und diese Politik wird jedes vierte Jahr wieder gewählt. Deshalb finde ich die Kritik überflüssig.

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hfftl 10.02.2013, 20:14
98.

Zitat von lanre
Ich finde es genial wie die Neider hier wieder rauskommen. Als ob auch nur ein VW Arbeiter was davon hätte. Auf alle Mitarbeiter umgerechnet wären 20 Millionen Euro für jeden 50 Euro im Jahr. Wahnsinn, das bringt es wirklich...
Den Artikel nicht gelesen haben, aber einfach mal die Phrasendreschmaschine anschmeißen. Ein wahrer Kulturmensch!

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sestro46 10.02.2013, 20:16
99. Ach,dass musste ja kommen..

Zitat von lanre
Ich finde es genial wie die Neider hier wieder rauskommen. Als ob auch nur ein VW Arbeiter was davon hätte. Auf alle Mitarbeiter umgerechnet wären 20 Millionen Euro für jeden 50 Euro im Jahr. Wahnsinn, das bringt es wirklich...
Natuerlich,s`nur Neid,wer findet dass 20Millionchen ein bisschen zuviel ist fuer einen Der hat doch schliesslich25Stunden am tag Geschuftet

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