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S.P.O.N. - Helden der Gegenwart: Verehrte Brüder Kohl!
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Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann Söhne wie Sie zu haben! Vielleicht nicht in der Form aber im Format. Männer, die zwölf Jahre nach dem Tod ihrer Mutter dafür kämpfen, dass sie als das gesehen wird, was sie wohl nie war: eine autonome, emanzipierte Frau.

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Whitejack 03.03.2013, 12:38
20.

Zitat von rokitansky
Woher wollen Sie denn wisssen, dass sich Frau Kohl im Schatten ihres Mannes nicht wohl gefühlt hat? Vielleicht hätten Sie einen Blick in Wiki werfen sollen, bevor Sie ein Urteil über diese Frau, die so viel Leid erfahren mußte, abgeben.
Der Widerspruch in diesen beiden Sätzen ist Ihnen aber aufgefallen, oder? Soviel Leid im Leben (schließlich sogar der Suizid), und dann soll sie sich wohlgefühlt haben?

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Whitejack 03.03.2013, 12:42
21.

Zitat von helgamaus
Frau Kohl hat sich für die Familie entschieden na und? Fakt ist, dass sie in den letzten Jahren ihres Lebens von ihrem Mann vernachlässigt und betrogen wurde. Meiner Kenntnis nach hat sie selbst sich aber nie öffentlich beklagt. Sie hatte Charakter.
Ja, wenn eine Frau jede Demütigung des Ehemannes und des Lebens still und duldsam erträgt und mit sich ins Grab nimmt, dann hatte sie Charakter. Was für eine anständige Frau!

(Ganz im Gegensatz zu diesen charakterlosen und unanständigen Frauen, die sich über Missstände beschweren, statt sie wie eine Dame zu erdulden und zu lächeln.)

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juni0r 03.03.2013, 13:05
22. Von wegen Lichtallergie

Die Legende von der "Lichtallergie" wird noch immer gerne erzählt. Die Wahrheit ist schlicht, dass Hannelore Kohl schwere Depressionen hatte und sich deshalb hinter heruntergelassenen Rolläden verschanzte.

Da dies aber weder ins romantische Familienbild des Alten noch in die Heldenerzählung seiner Söhne passt, wird die Lüge noch immer weitererzählt.

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postmaterialist2011 03.03.2013, 13:11
23. Anderes Deutschland !

Zitat von spon-facebook-10000019935
Es liegt in der Seele der Deutschen ihre grossen Staatsmänner wegen den paar Fehlern zu verurteilen die sie begangen haben anstatt sie an dem Grossen zu messen das Sie geleistet haben. Alle Europäer wissen was Helmut Kohl in seiner Zeit geleistet hat, nur die Deutschen meckern nur rum an dem Mann der sich für sein Land aufgerieben hat. Dass Er in der Zeit auch noch Mensch war mit all seinen guten und vielleicht weniger guten Seiten, das scheint nicht zu interessieren. Die Devise in Deutschland scheint nur noch zu lauten "Lasst uns Monumente einreissen, an jedem Fundament kann man solange herumkratzen bis alles zusammenbricht". Wem nutzt sowas, als wäre Helmut Kohls Frau ein willenloses Püppchen gewesen das nicht selbst hätte sein Schicksal in eine andere Richtung führen können?
Sie müssen in einem anderen Deutschland gelebt haben als ich. 16 Jahre Kohl haben Deutschland zwei Jahrzehnte zurückgeworfen. Die Wirtschaft war am Boden, gesellschaftlich und kulturell war das Land gelähmt und der Mehltau, der sich über das Land gelegt hatte war unerträglich. Mit Kohl verbinde ich die CDU-Spendenaffäre, erzkonservative Politk, die geistig-moralische Wende, blühende Landschaften und einen bräsigen Politiker der immer beleidigt gewesen zu schein schien. Die Wahlkampfreden von Kohl waren an Damagogie und Schwarz-Weiss Malerei kaum zu überbieten (ok Strauss war schlimmer) und dass die Mauer während seiner Kanzlerschaft fiel, war nicht sein Verdienst, sonder ausschliesslich Zufall !

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lorn order 03.03.2013, 13:34
24. Belege

Zitat von juni0r
Die Legende von der "Lichtallergie" wird noch immer gerne erzählt. Die Wahrheit ist schlicht, dass Hannelore Kohl schwere Depressionen hatte und sich deshalb hinter heruntergelassenen Rolläden verschanzte. Da dies aber weder ins romantische Familienbild des Alten noch in die Heldenerzählung seiner Söhne passt, wird die Lüge noch immer weitererzählt.
Können Sie für diese Behauptung irgendwelche Belege anführen?

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sänfte 03.03.2013, 13:48
25. Emanzipation?

Hannelore Kohl war eine Frau die in sich verändernden Zeiten( bezüglich der Stellung der Frau in der Gesellschaft) lebte und eine für viele vielleicht unbemerkte Veränderung vollzogen hat. Es bleibt zu fragen warum diese intraindividuelle Entwicklung einer solchen Anfeindung ausgesetzt ist? Liegt es eventuell an der Trägheit des Betrachters diese Entwicklung nicht wahrnehmen zu wollen weil es viel bequemer ist das traditionelle Bild in den 70 er Jahren zu konservieren? Ich selbst habe Frau Kohl kennengelernt( 90 er Jahre) und eine sehr gefestigte intelligente empathische Frau erlebt. An dem Vortrag den sie zuvor gehören hat kann sich mancher Hochschullehrer ein Beispiel nehmen. Inhalt und Intonation waren perfekt. Emanzipation ist dann wenn Frauen ihr Ding auf ihre Weise ohne Verlust der weiblichen Empathie, ohne Imitation der männlichen Verhaltensweisen durchziehen und endlich endlich niemand mehr darüber spricht. Es endlich als normal angesehen wird ohne Aufhebens davon zu machen. Frau Kohl war eine exzellente Vorreiterin!

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tobmal 03.03.2013, 13:48
26.

Zitat von helgamaus
die Herabsetzung einer Frau, nur weil sie sich um ihre Familie gekümmert hat. Ich selbst (jahrgang1952) habe studiert, immer gearbeitet, Kinder großgezogen und eine Ehe geführt. Ich finde es absolut unerträglich, wenn man über Frauen herzieht, die ein anderes Leben bevorzugt haben. Frauen sollten selbst entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten. Es ist völlig unerheblich, ob sie außer Haus oder zuhause arbeiten. Ich hasse es, wenn sich selbsternannte Emanzen herausnehmen, mir vorzuschreiben, wie das Leben einer Frau auszusehen hat. Damit machen sie genau das, was Männer bereits seit Jahrhunderten gemacht haben. Sie zwingen Frauen ihren Willen auf. Wenn nur noch Frauen, die politisch oder sonst wie aktiv sind, es wert sind, überhaupt noch erwähnt zu werden, dann sehe ich echt schwarz für uns.
Guter Beitrag!
Ich selbst glaube zwar auch, dass es besser ist, wenn die Frau arbeitet und ein selbstbestimmtes Leben anstrebt.
Aber zu unterstellen, welche, die dieses nicht tun, sind von ihren Männern dazu genötigte graue, wehrlose Mäuschen ist auch albern.
Man kann zur Abwechslung ja mal unterstellen, dass dies im beidseitigem Einvernehmen stattfindet!

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Chatzi 03.03.2013, 13:50
27. Einfach, Stil- und Geschmacklos...

finde ich diesen Artikel bzw diese Kolumne. Über jemanden herzuziehen, die soviel ups and downs und schlussendlich auch Tragik in ihrem Leben erleben musste, ist einfach stil- und geschmacklos! Ja, Hannelore Kohl war ein Produkt ihrer Zeit und ja, sie war vielleicht nicht so emanzipiert wie Sie, liebe Frau Burmester, aber macht Sie das automatisch zur Richterin über schlechte Frauen, gute Frauen? Ich denke nicht. Jeder Politiker und jede Ehefrau eines Politikers ist auch nur ein Mensch und dessen Würde sollte IM SPEZIELLEN auch posthum respektiert werden! Egal was die Brüder Kohl nun tun oder nicht. Habe Lanz nicht gesehen, aber leid tut mir diese Frau trotz allem auch heute noch!

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dr.gerstel 03.03.2013, 13:56
28. Hannelore Kohl

ist mir so unsympathisch wie Helmut Kohl. Man muss einem Menschen schon ähnlich sein und ihn im Wesentlichen phantastisch finden und unwiderstehlich, wenn man mit ihm eine so lange Zeit verheiratet war wie Hannelore mit ihrem Helmut. Und allein deshalb sagt mir diese Frau, die hölzern, uncharmant und zickig wirkte, nichts, aber auch gar nichts. Hannelore Kohl verkörpert viel von jenem Frauenbild, das schon vor 40 Jahren unmodern wurde. Mein Mutter, Jahrgang 1920, verachtete Hannelore Kohl für das Bild der berühmt-berüchtigten "deutschen" Frau, das diese in die Welt trug. Kaum eine arbeitende, kaum eine akademisch gebildete Frau findet sich in dieser Person wieder.
Überhaupt geht mir das Getue über diese Familie Kohl enorm auf die Nerven. Über keine einzige "Kanzlergattin" macht man so einen Bohai. Rut Brandt, die nicht nur viel besser aussah, viel intelligenter und gebildeter war als HK, hatte ein ähnliches Schicksal und Willy Brandts letzte Ehefrau war (und ist vermutlich) wirklich eine Megäre. Ich kann mich dennoch nicht erinnern, dass auch nur einer der Brandt-Söhne klagend und aufmerksamkeitsheischend durch die Medien zog oder zieht. Auch, was aus dem Familienschmuck wurde, bleibt für Außenstehende ungeklärt.
Wenn Deutschland eine Altkanzlerehefrau sehr gemocht hat, dann war es Loki Schmidt. Eine selbständige, kluge und zurückhaltende Frau. Auch sie war krank, allerdings litt sie an einer „realexistierenden“ Krankheit, nicht an einer, die extra für sie erfunden werden musste.
Über Markus Lanz und seine grenzdebile Art zu moderieren, lohnt es sich nicht, ein einziges Wort zu verlieren.
Hannelore Kohl war sicher für ihre Söhne eine gute Mutter, die ihnen jene Geborgenheit schenkte, die ihnen ihr Vater nicht geben konnte, wollte, wir wissen es nicht. Und es geht uns auch nichts an, es interessiert nicht. Die Kohl-Söhne haben einen bedeutenden Politiker zum Vater. Das hat ihnen manchen Nachteil eingebracht, aber – summa summarum – viel mehr Vorteile. Ich kann verstehen, dass sie Kontakt zu ihrem Vater haben wollen. Aber es könnte ja auch sein, dass Kohl selbst kein Zusammentreffen mehr möchte. Im Alltag sind die Söhne weit, seine Frau aber da, bei ihm. Und vielleicht ist es das, was er am Meisten möchte. Die Söhne sollten es respektieren.

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stimmvieh_2011 03.03.2013, 14:10
29.

Es ist oh so einfach schlecht über eine Tote zu reden. Ich verstehe den ganzen Rummel nicht. Frau Kohl ist seit über zehn Jahren tot. Was derzeit in den Medien ausgetragen wird, ist eine Schlammschlacht innerhalb der Familie Kohl. Das als Anlass zu nehmen, am Image von Hannelore Kohl zu kratzen ist, gibt dem ganzen eine neue, noch unappetittlichere Note.

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