Forum: Kultur
S.P.O.N. - Oben und unten: Was heißt "nein"?

Kurz vor einer möglichen Reform des Sexualstrafrechts melden sich einflussreiche Kritiker zu Wort. Dabei offenbaren einige Frauen ein ebenso elendes Frauenbild wie manche Männer.

Seite 1 von 19
skylarkin 05.07.2016, 11:36
1.

Ich hatte es geahnt: An den Stellen wo sich Herr Fischer etwas 'daneben benimmt' in seinen Formulierungen, wird er angegangen. Seine fachlichen und sachlichen Argumente gegen die Verschärfung werden dagegen kaum widerlegt oder gar ignoriert. So erwartbar. Was hätte man ihm bloß vorwerfen können wenn das nicht gewesen wäre. Ich vermute fast Frau Stokowski hat die Kritik an der Verschärfung gar nicht verstanden oder möchte sie nicht verstehen.

Beitrag melden
hanfiey 05.07.2016, 11:37
2. 25%

Hier werden gleich alle Gewalttaten in einen Topf geworfen und gut umgerührt kommen 25% vergewaltigte Frauen raus, flacher geht es nicht.

Beitrag melden
spon-facebook-10000404849 05.07.2016, 11:44
3.

Es gibt leider zu viele Männer, die sich nicht die Spur benehmen können; vermutlich hat dort zu einem großen Teil die Erziehung -soweit überhaupt vorhanden- versagt.
Und es gibt leider ein Versagen, ein völliges Einknicken des Rechtsstaates vor einigen archaischen, männerdominierten Gruppierungen.

Beitrag melden
exxtreme2 05.07.2016, 11:48
4. Fischers Kolumne

... ist Sarkasmus pur. Wer das wörtlich genommen hat was er geschrieben hat, ojemine ...


MfG

Beitrag melden
Chefcook 05.07.2016, 11:50
5.

Zitat von skylarkin
Ich hatte es geahnt: An den Stellen wo sich Herr Fischer etwas 'daneben benimmt' in seinen Formulierungen, wird er angegangen. Seine fachlichen und sachlichen Argumente gegen die Verschärfung werden dagegen kaum widerlegt oder gar ignoriert. So erwartbar. Was hätte man ihm bloß vorwerfen können wenn das nicht gewesen wäre. Ich vermute fast Frau Stokowski hat die Kritik an der Verschärfung gar nicht verstanden oder möchte sie nicht verstehen.
Dass Herr Fischers scheinbare Kompetenz in Abrede gestellt wird, hat er sich durch seine unangebrachten Äusserungen selbst zuzuschreiben. Wer ernst genommen und als seriös betrachtet werden will, sollte sich entsprechend verhalten.
Wenn zudem ein Bundesrichter wie Herr Fischer seinem privaten Hang zur Verallgemeinerung und Vorurteilen in der Öffentlichkeit freien lauf lässt, sollte er sich nicht wundern, wenn seine charakterliche Eignung zum Richteramt und seine richterliche Unabhängigkeit in Frage gestellt wird.
Die für einen Richter angebrachte und fachlich korrekte Methode wäre gewesen, sich ohne wertenden Zwischenton auf die Sachkritik zu beschränken.

Beitrag melden
dorok 05.07.2016, 11:54
6. Well done!!!

Liebe Frau Stokowski, wieder einmal: Vielen Dank, dass Sie sich die Mühe machen. Well done!!!

Beitrag melden
chapeau80 05.07.2016, 11:55
7. Jemand soll gesagt haben

"Im Vernehmungsprotokoll von 2012 soll Gina-Lisa Lohfink gesagt haben: [...]". Dieser Satz ist symptomatisch für die gesamte Kolumne: Stimmungsmache unter Berufung auf Angaben vom Hörensagen. Die Autorin greift Fischer und Rückert persönlich an ("elendes Frauenbild"), ist aber nicht in der Lage (oder schlicht zu bequem), auf Augenhöhe mit ihnen zu diskutieren.

Beitrag melden
lgtl 05.07.2016, 12:01
8.

Aus meiner Sicht stimmt vieles an diesem Debattenbeitrag. Schade finde ich es, dass sich Frau Stokowski der emotionalen Argumentationsstruktur von Herrn Fischer anpasst. Mich hätte eine etwas mehr reflektiertere und nüchternere Sicht - gerade bei einem so testosterongeladenen Thema - interessiert. Müssen wir als Frauen uns auf so ein Niveau herablassen? Können wir das nicht ohne das Kampfgeschrei und mit mehr Distanz & Humor? Ich denke schon.

Beitrag melden
don.rumata 05.07.2016, 12:02
9. Zu Sabine Rückert

Ich verweise auf Rückerts Buch "Unrecht im Namen des Volkes" - Aufarbeitung eine Falles, in dem zwei Männer verurteilt wurden, obwohl KEINE SEXUELLE Handlung stattgefunden hatte.
Ich hatte gedacht, dieses Buch brächte auch die Eiferer für ein schärferes Sexualstrafrecht zum Nachdenken - aber die einzige Reaktion von dieser Seite ist: Schlimm, dass Frau Rückert den beiden geholfen hat. Bestimmt sind sie doch schuldig. In dem Zusammenhang sei auch der geistig minderbemittelte Zeitgenosse erwähnt, der auf Wunsch der Staatsanwaltschaft "gestanden" hat, das es in der TOSA-Klause ein "Kinderpuff" gab. Er sitzt, obwohl das Geständnis nachweislich falsch war. Keine Reaktion von den KämpferInnen für die Gute Sache..

Beitrag melden
Seite 1 von 19
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!