Forum: Kultur
Spott über Mao-Filmplakat: Leute, die nicht in Kairo waren
REUTERS

Mao Zedong ist auf dem Plakat des chinesischen Geschichtsfilms "Cairo Declaration" zu sehen. Dumm nur, dass er bei dem historischen Ereignis gar nicht dabei war. Im Internet kursieren nun unzählige Parodien - inklusive Kätzchen und Kim Jong Un.

Seite 1 von 2
hasenmann123 18.08.2015, 01:34
1.

Mao war zwar nicht in Kairo aber Ho Chi Minh beim Versailler Vertrag ... Das haben die vielleicht verwechselt

Beitrag melden Antworten / Zitieren
geotie 18.08.2015, 05:05
2.

Einige sind eben so abgedreht und kennen sich besser aus in der Enterprise-Geschichte und warum die Geschichte von star-wars so eine Wendung nahm. Und Geschichtsfälschung war schon immer ein Ding der Menschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
humptata 18.08.2015, 07:01
3. Genial!

Nee, Mao war nicht dabei, als Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Chinas Chiang Kai-shek in Kairo über die Nachkriegsordnung im Pazifischen Raum konferiert haben.

Aber durch den Spott über diesen "Fehler" wissen jetzt erheblich mehr Menschen, dass es eine Konferenz in Kairo gegeben hat, auf der die Rückgabe der von Japan annektierten Gebiete an China entschieden wurde.

Und darauf kommt es an.
Auf die Cairo Declaration sowie auf die Potsdamer Erklärung vom 26. Juli 1945 beruft sich die Volksrepublik China nämlich, wenn es um ihre Ansprüche auf die Diaoyu-Inseln geht.
Nun weiß schon mal ein Teil der chinesischen Smartphonejunkies, dass da was war in Kairo.
So macht man das!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mailo 18.08.2015, 07:45
4.

Die machen also das gleichen mit Mao Zedong und Kairo, wie unsere Medien mit Merkel "der Klimakanzlerin" und der Energiewende. Erstaunlich, wie uns die Chinesen bis ins wirklich letzte Detail kopieren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tao chatai 18.08.2015, 08:20
5. Da hat wohl der Filmemacher

vorher Rambo gesehen und wollte US Hollywood McCarthy Helden nachmachen nur das Chinesische Volk
kann man davon nicht begeistern....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
HeisseLuft 18.08.2015, 08:27
6. Genau

Zitat von humptata
Nee, Mao war nicht dabei, als Franklin D. Roosevelt, Winston Churchill und Chinas Chiang Kai-shek in Kairo über die Nachkriegsordnung im Pazifischen Raum konferiert haben. Aber durch ......
Man blamiert sich mit Propagandamüll, und dann erklärt man, man habe sich und Mao mit Absicht veralbert um die Kairoer Erklärung wieder in das Bewußtsein zu heben.

War dieser Satirebeitrag nun Absicht oder Realsatire?
PS: die genannten Inseln hat China gerade im eigenen Land seit Jahren in den Vordergrund der nationalistischen Propaganda gestellt. Da braucht man nicht solchen Unsinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Bueckstueck 18.08.2015, 08:45
7.

Zitat von humptata
Und darauf kommt es an. Auf die Cairo Declaration sowie auf die Potsdamer Erklärung vom 26. Juli 1945 beruft sich die Volksrepublik China nämlich, wenn es um ihre Ansprüche auf die Diaoyu-Inseln geht.
Nur gibts nur da nichts worauf sich China in diesem Fall realistisch berufen kann, denn diese Erklärung schliesst nur Gebiete ein, die seit dem ersten Weltkrieg von Japan annektiert wurden. Die Senkaku Inseln hat Japan aber 1895 erobert...

Darüberhinaus trägt diese Erklärung ja nicht mal Unterschriften der Beteiligten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
auweia 18.08.2015, 09:01
8. Kairo, ok

In Kairo wurde in der Tat über die Rückgabe von japanisch besetztem chinesischem Territorium an China verhandelt. Aktuelle Auslegung in China: Das komplette Meer zwischen China, Korea, Japan, den Philippinen, Malaysia und Vietnam (9-Striche-Linie) gehört dazu. Fortsetzung im neuen Film "Jalta", auch mit Mao auf dem Plakat. Damit wird dann der chinesische Anspruch auf das komplette Gebiet, dass die Japaner im zweiten Weltkrieg mal kontrolliert haben untermauert. Teil 3 "Potsdam" holt dann Japan heim ins Reich.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomatosoup 18.08.2015, 09:31
9.

Wenn schon dieser Massenmörder mit seiner Visage für die neuesten chinesischen Expansionsgelüste herhalten muss, dann fehlen den Chinesen die sachlichen Argumente. Aber das ist nichts Neues. Die meisten Kriege wurden unter einem Vorwand begonnen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2