Forum: Kultur
Sprachkritik: Gutmensch ist Unwort des Jahres

Sprachwissenschaftler haben Gutmensch zum Unwort des Jahres gekürt.

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prozesskostenhilfe 12.01.2016, 11:27
70. Definition Gutmensch

Für mich ist ein guter Mensch jemand, der Gutes tut. Ein Gutmensch jemand, der möchte, dass andere Gutes tun. Anders habe ich das Wort "Gutmensch" noch nie verstanden...

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manuelvoss007 12.01.2016, 11:27
71. Sowohl positiv wie auch negativ

Der Begriff Gutmensch ist für mich nicht nur negativ und als Unwort belegt.
Negativ ist der Gutmensch, der nicht nein sagen kann, der sich ausnutzen lässt und nachdem er geholfen hat vom Hilfsbedürftigen schlecht behandelt wird und ohne Einschränkung trotzdem noch gut ist.

Positiv besetzt ist für mich der Begriff Gutmensch weil er eins der schönsten Sachen machen kann, die ein Mensch machen kann: Geben. Und besonders positiv ist ein Gutmensch weil er den Ärmsten und Hilfsbedürftigsten hilft. Und das ist ein sehr schöner Charakterzug.

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matze_wehlau 12.01.2016, 11:28
72. Passt

Wer's übertreibt macht sich selbst zur Witzfigur.

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schwarzwald67 12.01.2016, 11:38
73.

Eigentlich hätte "Gutmensch" das WORT des Jahres werden müssen. Nichts bezeichnet prägnanter die Personen, welche uns die aktuelle Krise eingebrockt haben. Angefangen bei den Rüstungs-Managern, die es gut gemeint haben mit ihren Aktionären und immer perversere Waffen entwickeln und verkaufen. Nicht zu vergessen die lieben Mitbürger, die Aktien dieser Rüstungsunternehmen kaufen und damit ihren persönlichen Beitrag zu den Kriegen auf dieser Welt leisten. Wenn wir die Waffen nicht verkaufen, macht es doch ein Anderer, gelle?!
Weiter geht es mit den Politikern, die diese Waffen, nebst Bundeswehrsoldaten, bevorzugt in die Krisengebiete schicken, aus denen nun die Flüchtlinge kommen. Und nun wo die Konsequenzen unseres Handelns in Form von Flüchtlingsströmen an unsere Tür klopfen, ziehen sich die Reichen und Schönen dieser Republik in ihre "gated communities zurück" und mahnen unsere Verantwortung an. Was für ein Gipfel an Asozialität!
Und den Fanboys hier im Forum sage ich Folgendes: Das "Gut" in "Gutmensch" bezieht sich nicht auf "gut gemacht" sondern auf "gut gedacht", was ja das Gegenteil davon ist.
Vielleicht ist es jetzt auch dem letzten Forentroll klar.

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Barath 12.01.2016, 11:38
74. ...

Zitat von prozesskostenhilfe
Für mich ist ein guter Mensch jemand, der Gutes tut. Ein Gutmensch jemand, der möchte, dass andere Gutes tun. Anders habe ich das Wort "Gutmensch" noch nie verstanden...
"Die Bedeutung eines Wortes ist sein Gebrauch in der Sprache."
So wie sie ihn verstehen wird der Begriff idR nicht benutzt.

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wecan 12.01.2016, 11:38
75.

Zitat von Tiberias
...da hat man uns Deutsche angemahnt, endlich Gutmenschen zu werden, anstatt in schöner Regelmäßigkeit unsere Nachbarn zu überfallen und ganze Völker abzuschlachten. Die Zeiten haben sich offenbar geändert. Die Osteuropäer wollen scheinbar lieber wieder den "bösen Deutschen" zurück, der aggressiv ausgrenzt, .....
Typisch deutsch ist, wie man sieht, doch vor allem der Hang zu Extremen.
Es dreht sich immer um das Ideal, alle aufnehmen und auch grundsätzlich jeden dauerhaft integrieren zu wollen. Ohne jede Obergrenze und egal wer woher und aus welchen Gründen kommt. (Dass die resultierende Einwanderung in ein Millionengröße dann über das Asylrecht abgewickelt werden soll, ist eine Farce.)

Die vermeidliche einzige Alternative dazu soll dann sein, alle an der Grenze erfrieren oder verhungern zu lassen.
Andere Staaten sehen das etwas anders und zwar sehr viel realistischer.
Ich persönlich benutze das Wort "Gutmenschen" nicht, stelle aber fest, dass beide Fraktionen sehr fragwürdige Worte wählen.

Wie oft lese ich auch hier im Forum Diffamierung wie z.B. "dumpfer, brauner Bodensatz" und zwar bezogen auf jeden, der die derzeitige Politik der offenen Grenzen ablehnt.

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Claudia_D 12.01.2016, 11:39
76.

Zitat von Paul Panda
Ja, genau so ist es. Mein Lieblings-Unwort: "Im Vorfeld". Da würde ich gerne mal hinfahren, weil dort immer solch interessante Dinge passieren. Habe es aber auf der Landkarte leider nicht gefunden.
Oh, da kann ich Ihnen helfen: besuchen Sie einfach mal einen größeren Flughafen, die haben aller ein Vorfeld :-).

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asimo 12.01.2016, 11:39
77. Asisimo sagt:

Eine gute Wahl.

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turbomix 12.01.2016, 11:40
78.

Zitat von WwdW
Nazis benutzen das Wort schon seit 4 Jahren um Menschen auszugrenzen. Der Begriff fällt in die gleiche Kategorie wie das "Wahlvieh" das eine Verhöhnung der Demokratie ist.
Stimmt. Dieses Wort höre ich eigentlich nur von rechten Dummbeuteln oder Egoisten im allgemeinen. Besonders oft lese ich es im Sponforum. Beiträge mit diesem Wort sollten gar nicht veröffentlicht werden! Außer sie haben einen positiven Kontext. Natürlich vermuten die rechten Verschwörungstheoretiker - und in den Augen der Rechten ist ja alles eine Verschwörung in der Demokratie - natürlich ein Abgekartetes Spiel der "Lügenpresse".

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Andraax 12.01.2016, 11:40
79. Vorschlag

Zitat von RioTokio
Wie soll man Leute die es ok finden, wenn wir 1,1 Millionen Fremde aus fernen Kultruen pro Jahr aufnehmen, auch noch Familiennachzug ermöglichen und im Folgejahre (weil alle anderen Europäer die Grenzen dicht machen) noch mal so viele oder mehr kommen? Realisten, Alternaivlose, Freunde der Migration und Multikulti?
Wie ware es Menschen, die eine andere Meinung haben als die eigene, nicht zu pauschalisieren, ihnen nicht Realitätsverweigerung etc zu unterstellen?

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