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Sprachpflege an Schulen: Österreich kämpft gegen deutschländisches Deutsch
Corbis

Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.

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moistvonlipwik 05.06.2014, 12:40
10.

Zitat von sysop
Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.
Offensichtlich vergisst man, dass die Babylonische Sprachverwirrung nicht als Segen über die Menschheit kam, sondern als Fluch. Wenn auch die Überwindung vielleicht dem Pfingstwunder vorbehalten bleiben muss, sollte es doch nicht verschärft werden. Es wäre daher besser, man konzentrierte sich auf die Schaffung einer lingua franca.

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alek2050 05.06.2014, 12:44
11. Entwarnung

Ich lebe seit 1,5 Jahren in Österreich und kann nur sagen, die Angst ist unbegründet. Die meisten Österreicher können gar kein Hochdeutsch, nicht mal die Studenten.

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Matyaz 05.06.2014, 12:45
12. welches Deutsch ist Standard?

ich habe meine Satellitensender, soweit möglich, alle auf die Austria-Version gespeichert, da hab ich dann wenigstens in den Werbepausen nicht dauernd dieses norddeutsche Einheitsgenuschel, was mich als Süddeutschen ungemein nervt.

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markus.kuehne 05.06.2014, 12:47
13.

Was uns Deutsche und Österreicher trennt,ist die gemeinsame Sprache.

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Matyaz 05.06.2014, 12:50
14. tschüss-nein danke

Zitat von Butenkieler
richtet sich nicht nach den Regeln des Kultusministeriums. Das norddeutsche Tschüss, abgeleitet vom altdeutschen Adtschüss, hat sich, sehr zum Kummer Bayerns, in ganz Deutschland durchgesetzt. Da konnten auch Erlase nichts ändern. Auch in anderen Ländern, z.B. Skandinavien setzt sich ein lockeres Haj gegenüber alten Begrüßungsformen durch. Nicht alle mögen diesen laxen Umgang mit ihrer Sprache.
also in Bayern eher nicht, hier sagt man neben servus eher ade oder ciao als tschüss.

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lock_vogell 05.06.2014, 12:50
15. jaja...

... einmaligkeit... blablabla... sprecht doch dann gleich retoromanisch, oder sorbisch... meine güte!
um so mehr leute sich mit einer sprache unterhalten können umso besser, wenn man retro sein will und an traditionen festhalten möchte, dann spricht man halt eben mundart oder dialekt in der familie oder dem freundeskreis und gut.
aber ein von oben aufdoktriniertes "... wir sprechen jetzt so..." wird den meisten gegen den strich laufen.

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kumi-ori 05.06.2014, 12:50
16.

Zitat von Butenkieler
richtet sich nicht nach den Regeln des Kultusministeriums. Das norddeutsche Tschüss, abgeleitet vom altdeutschen Adtschüss, hat sich, sehr zum Kummer Bayerns, in ganz Deutschland durchgesetzt. Da konnten auch Erlase nichts ändern. Auch in anderen Ländern, z.B. Skandinavien setzt sich ein lockeres Haj gegenüber alten Begrüßungsformen durch. Nicht alle mögen diesen laxen Umgang mit ihrer Sprache.
Tschüss ist rheinisch und kommt vom "altfranzösichen" adieu. In Bayern hat Tschüss einen etwas förmlichen Charkater. Unter Kindern und guten Freunden ist "Servus" gebräuchlicher. Und "hej" ist in Skandinavien seit jeher die einzige gültige Begrüßungsformel. Man hat irgendwann für die deutschen Touristen, die sich von "hej" vor den Kopf gestoßen fühlten, das Wort "god dag" und die Höflichkeitsform "er" eingeführt und ausschließlich in der Kommunikation wird dieses verwendet (ungefähr so wie der Unversitätsdekan der Einzig ist, der mit "Magnififzenz" angesprochen wird).

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TscheffichheißeTscheff 05.06.2014, 12:51
17. Genitiv

Zitat von Ludwig Eser
Nicht nur in Österreich, sondern auch in Süddeutschland gibt es kein Präteritum und keinen Genitiv, hat es auch nie gegeben. Offiziell gilt natürlich Standarddeutsch

DAfür gibt es in Süd(west)Deutschland den schönen falschen Lokativ "der, wo", kultiviert nicht zuletzt von Jürgen Klinsmann.
Ich schlage vor, das "wo" als Relativpronomen als "Relokativ" in die offizielle Grammatik aufzunehmen.

Wirsiing!

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grunzbichler 05.06.2014, 12:51
18. Es gibt kein österreichisch

Österreich ist voll mit den verschiedensten Dialekten und das ist auch gut so! Nur im Groben, zwischen Wien, Tirol, Burgenland und Vorarlberg bestehen himmelweite Dialektunterschiede.
Ich komme mit Allgäuer Dialekt in Ö wunderbar durch, alle meinen, ich wäre ein Vorarlberger.

Auch in D sterben die Dialekte langsam aber sicher aus. Dialektsprecher werden gerne als ungebildet und dumm angesehen.
Dabei wird selbst in der Tagesschau nicht ordentliches Hochdeutsch gesprochen, sondern so eine verstümmelte Art, die das "R" scheinbar nicht braucht.
"Nach dem Unwetta in Malloaca kommen wir nun zum Wetta hieazulande"

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omguruji 05.06.2014, 12:51
19. Sollen lieber Englisch und Fränzösisch neben Hochdeutsch

lernen, sonst wirken sie wie viele Schweizer ein wenig hinterwäldlerisch, gerade in Zeiten der Globalisierung. Hier mitten in München hört man sofort, wer ein Landei ist ;-)

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