Forum: Kultur
Sprachpflege an Schulen: Österreich kämpft gegen deutschländisches Deutsch
Corbis

Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.

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Antoninus 05.06.2014, 13:24
40. Häftig! (Wie Haft?)

Wie? "Schlagdrauf statt Sahnenschmäh?
Also sausüßre, zuckergepuderte Nockerln statt in Zucker gewälzten Berlinern??

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a.m.g. 05.06.2014, 13:25
41.

Zitat von Matyaz
ich habe meine Satellitensender, soweit möglich, alle auf die Austria-Version gespeichert, da hab ich dann wenigstens in den Werbepausen nicht dauernd dieses norddeutsche Einheitsgenuschel, was mich als Süddeutschen ungemein nervt.
Was mich als Süddeutschen besonders stört ist, dass nicht nur das „G“ am Wortende (was schon schlimm genug ist, wenn z. B. Tag wie Tach ausgesprochen wird, oder wie ich letzt gehört habe die Backmasse zu „Hefeteich und Blätterteich“ mutiert), nun auch das „G“ in der Mitte eines Wortes zu „CH“ wird. Vorletzte Woche im SWR konnte man folgende Sätze hören: „mehr als ich zu erträumen wachte“ und „was ich angerecht habe“.
Ich warte nur noch darauf, dass auch ein „G“ am Wortanfang zu „CH“ wird.

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Immanuel_Goldstein 05.06.2014, 13:25
42.

Zitat von sysop
Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.
Wer behauptet, Österreichisch sei eine eigene Sprache, den kann man wohl kaum ernst nehmen. Faktisch ist Österreichisch nicht mehr als ein Dialekt des Süddeutschen.

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zitzewitz 05.06.2014, 13:28
43.

Zitat von juriswiss
auch in der brd sprechen die Kids nur noch die uniforme massensprache. ein Verlust kultureller Vielfalt, schade!
Also den Verlust kultureller Vielfalt beklagen und gleichzeitig Anglizismen zu benutzen ist schon ganz großes Lichtspieltheater. Ich z.B. habe keine "kids" sondern Kinder.

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Vaen 05.06.2014, 13:29
44. .

Sprache entwickelt sich seit jeher eigenständig. Ich weiß auch nicht wirklich, was das soll. Je besser sich die Leute verstehen, desto besser allgemein. Warum künstliche Barrieren aufbauen?

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mborevi 05.06.2014, 13:31
45. Als Wahlösterreicher ...

Zitat von sysop
Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.
... für ein Jahr wage ich zu behaupten: Es wäre ohne das Deutsch um Wien einiges verloren (Tirol spricht ja anders, daher gibt es kein "Österreich-Deutsch"). Da gibt es "Ribisel" (von lat. Ribes) die sonst Johannisbeeren heißen. Und viele schöne Bildungen mehr. Und nicht vergessen: Das "E-I" wird wirklich so gesprochen, nicht als "AI". Daher ist das Wienerische auch das einzige "echte" Deutsch. Sagt ein Piefke ...

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kolybri 05.06.2014, 13:31
46. Dialekt-Verschreibung von oben klappt nicht..

Ich finde es richtig, offizielles Deutsch in der Schule zu lernen - dann tut man sich auch mit den Deutschen leichter ;-)
Ich arbeite selber in Österreich und muss mir immer das Schmunzeln verkneifen, wenn Österreicher mit Deutschen telefonieren müssen und schon Angst haben, zum Hörer zu greifen... Was dann kommt, ist ein extrem verkrampftes Pseudo-Hochdeutsch..
Zuhause kann doch dann jeder sprechen wie ihm der Schnabel gewachsen ist

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tubaner 05.06.2014, 13:32
47.

Auch wenn Österreicher Traditionalisten stur etwas anderes behaupten, österreichisches Deutsch ist keine Sprache, sondern ein Varietät, also „eine bestimmte Ausprägung einer Einzelsprache, die diese Einzelsprache ergänzt, erweitert oder modifiziert, jedoch nicht unabhängig von dieser existieren kann“.

Ein paar andere Wörter und grammatikalische Besonderheiten, die noch dazu größtenteils auch in den bairischen Dialekten und zum Teil sogar im Schwäbischen und Alemannischen üblich sind, machen nun einmal keine Sprache aus.

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Immanuel_Goldstein 05.06.2014, 13:33
48.

Zitat von a.m.g.
Was mich als Süddeutschen besonders stört ist, dass nicht nur das „G“ am Wortende (was schon schlimm genug ist, wenn z. B. Tag wie Tach ausgesprochen wird, oder wie ich letzt gehört habe die Backmasse zu „Hefeteich und Blätterteich“ mutiert),
DAs "Süddeutsche" gibt es nicht. Auf Schwäbisch heißt Hefeteig nichts anderes als "Heffadoig". "Tach auch", ist rheinländisch.

Zitat von a.m.g.
nun auch das „G“ in der Mitte eines Wortes zu „CH“ wird. Vorletzte Woche im SWR konnte man folgende Sätze hören: „mehr als ich zu erträumen wachte“ und „was ich angerecht habe“.
Das betrifft in erster Linie das südalemannische, wie es v. a. in der Deutschschweiz gesprochen wird. Wo ist das Problem?

Zitat von a.m.g.
Ich warte nur noch darauf, dass auch ein „G“ am Wortanfang zu „CH“ wird.
Das bringen in der Tat nur Holländer fertig. Grias Di!

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misterknowitall 05.06.2014, 13:35
49. Lach.......

Zitat von sysop
Das Wiener Bildungsministerium will die Heimatsprache vor dem Aussterben retten. Lehrer werden ermutigt, im Unterricht Austriazismen zu verwenden. Die Devise: Schlagobers statt Sahne.
Ich lach mich weg. Wieder jemand der meint, man könne den Menschen eine Sprache "aufzwingen". Eine ähnliche Diskussion gibt es ja auch in Deutschland bezüglich Anglizismen. Dumm nur, das man darauf leider keinen Einfluss hat, und schon gar nicht so. Sprache untersteht einem ständigem Wandel und ist ein Spiegel der Gesellschaft.

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